Monacensia München: Archiv, Bibliothek und Aufenthaltsort
Monacensia im Hildebrandhaus: Literaturarchiv, Museum, Bibliothek
Ein Ort zum Stöbern und Studieren: Die Monacensia ist Künstler*innenvilla, Literaturarchiv, Bibliothek und Ausstellungshaus in einem und gilt als "literarisches Gedächtnis" der Stadt.
Weitere Aktionen
Monacensia: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
- Lage: Am Isarhochufer, unweit des Friedensengels und der "Villa Stuck"
- Museums-Kategorie: Literatur, Kultur
- Empfohlene Aufenthaltsdauer: Mindestens 1 Stunde
- Anfahrt: Tram Linie 17 bis "Holbeinstraße" oder Bus 100 bis "Villa Stuck".
- Parken: Keine eigenen Parkmöglichkeiten vor Ort
Warum lohnt sich ein Besuch in der Monacensia?
Die Monacensia im Hildebrandhaus öffnet ihr Haus und ihren Garten allen, die das literarische München entdecken, erforschen und erleben wollen.
Was ist geboten? Die Monacensia im Hildebrandhaus ist Künstler*innen-Villa, Literaturarchiv, Bibliothek und Museum in einem. In der Tradition der Künstlervilla ist sie auch Treffpunkt, Produktionsort, Inspirationsquelle und Bühne. Als literarisches Gedächtnis der Stadt München schlägt sie Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart.
Sorgfältig kuratierte wechselnde Ausstellungen präsentieren die wertvollen Bestände der Monacensia und machen neugierig auf das literarische Leben Münchens Ihr erzählerischer Charakter verbindet Literatur, Biografie und Zeitgeschichte mit einer modernen visuellen Sprache und befragt die Dokumente der Vergangenheit auf ihre Relevanz für die Gegenwart.
Eine Dauerausstellung beschäftigt sich mit der wechselhaften Geschichte der Künstlervilla und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft in Bogenhausen.
Was ist das Besondere? Die Monacensia ist nicht nur ein offener Ort der Münchner Literatur und Kultur, sie ist auch Produktionsstätte für Münchner Autor*innen. Ganz in der Tradition der Künstlervilla, bietet das Hildebrandhaus einen Raum, an dem Literatur nicht nur präsentiert wird, sondern auch direkt entsteht. Mit dem frei zugänglichen Lesegarten ist die Monacensia ein entspannter Ort zur individuellen Lektüre und für persönliche Begegnungen.
Café Lev
Viel Herz und Gastfreundschaft in ungezwungener Atmosphäre: Auf der Karte des Café Lev stehen neben Kaffeespezialitäten, Kuchen und Gebäck wechselnde frisch zubereitete Mittagsgerichte. "Lev" ist Hebräisch und bedeutet "Herz": Das Café erinnert an Elisabeth Braun, die die Villa in der NS-Zeit als Schutzraum für Verfolgte öffnete.
Dauerausstellung: Kann ein Haus eine Biografie haben?
Das Hildebrandhaus, heute Sitz der Monacensia, bildet den Rahmen für die Dauerausstellung "Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa". Ausgehend von der Künstlervilla der Prinzregentenzeit erzählt sie die Geschichte des Hauses sowie des Stadtteils Bogenhausen und geht der Frage nach: Kann ein Haus eine Biografie haben?
Historische Dokumente, Fotografien, Akten und Briefe, Karten, Medienstationen und Videobeiträge mit Zeitzeug*inneninterviews ermöglichen es euch, die verschiedenen Kapitel der Geschichte der Monacensia authentisch nachzuerleben. Diese Highlights müsst ihr sehen:
- Fotoalbum der Familie Hildebrand: Private Aufnahmen und Fotografien versetzen euch in die Lebenswelt der Familie Hildebrand um 1900.
- Themenraum zur „Arisierung“ des Hildebrandhauses: Der Nationalsozialismus markiert ein Kapitel, das geprägt ist von Entrechtung und Vernichtung. Verfolgte und Profiteur*innen des NS-Regimes lebten in der Villa und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft auf engstem Raum zusammen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Lücken und blinden Flecken der Erinnerung und macht sich auf die Suche nach bislang unerzählten Geschichten und Biografien.
- Den Raum zur heutigen Monacensia als Künstler*innen-Villa: Hier bekommt ihr einen Einblick in das heutige Selbstverständnis der Monacensia als offener Ort und Künstler*innenvilla für alle - sowie Einblicke in aktuelle Projekte wie FEMale*Society und #FemaleHeritage.
- Erfahrt hier mehr zu der Ausstellung >>
Sonderausstellungen
In wechselnden Sonderausstellungen präsentiert die Monacensia ihre weiteren Bestände der Öffentlichkeit. Die Dokumente der literarischen Vergangenheit werden dabei sorgfältig kuratiert und stets in Bezug zur Gegenwart gesetzt. Auch Lücken im Bestand von Bibliothek und Literaturarchiv werden aufgezeigt. Damit setzt die Monacensia Impulse für die weitere Forschung.
Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv
Die aktuelle Ausstellung beleuchtet die außergewöhnliche Rolle der Publizistin und Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander, Gründerin der Literaturhandlung im Jahr 1982. Die Literaturhandlung war die erste Fachbuchhandlung für Literatur zum Judentum in Deutschland nach 1945.
- Trailer zur Ausstellung:
https://www.youtube.com/watch?v=-LyOkUFeM54&t=5s - Einen ersten Eindruck erhaltet ihr in der digitalen Version: Literatur & Haltung digital
- Tiefer eintauchen könnt ihr im Dossier „Literatur & Haltung“ im Online-Magazin MON Mag.
Vergangene Sonderausstellungen könnt ihr digital entdecken:
- Die Sonderausstellung Frei leben! Die Frauen der Boheme 1890-1920 ging der Frage nach, warum so viele spannende Frauen der Literaturgeschichte in Vergessenheit geraten sind.
- Für Pop Punk Politik - Die 1980er Jahre in München hat das Team der Monacensia mehrere Videostatements aufgenommen – zudem warten Filmporträts und exklusive Texte von Schriftsteller*innen zu den 80er Jahren in München.
- Die Ausstellung Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin - Politische Rednerin erzählt vom Leben und Werk Erika Manns (1905–1969) und rückt ihr konsequentes Eintreten für Freiheit und Demokratie in den Mittelpunkt.
- Die Monacensia hat Wissenschaftler*innen und Autor*innen eingeladen, die vergangene Dauerausstellung „Das literarische München zur Zeit von Thomas Mann. Von der Bohème zum Exil“ aus vielen Perspektiven weiterzuerzählen: Thomas Mann und das literarische München
Bibliothek und Literaturarchiv
Die Monacensia ist ein Ort der Bücher und der Geschichte. Sie gehört zur Münchner Stadtbibliothek und umfasst neben der Ausstellung eine Bibliothek mit rund 150.000 Bänden, die frei zugänglich ist. Die Bestände können ausgeliehen oder vor Ort eingesehen werden. Salon, Lesegarten, Veranstaltungs- und Ausstellungsräume, Bibliothek und Studierzimmer bieten euch vielfältige Möglichkeiten, Münchens literarische Schätze kennen zu lernen.
Das Literaturarchiv umfasst derzeit rund 300 literarische Vor- und Nachlässe von renommierten Schriftsteller*innen und dient in erster Linie als Forschungsstätte für wissenschaftliche Arbeiten. Die Benutzung ist kostenlos, erfordert aber eine vorherige Anmeldung und Vorbestellung.
Eintrittspreise
Der Eintritt zur Monacensia ist kostenfrei.
Online-Angebot
- Spannende Hintergrundinfos zu Themen und Ausstellungen der Monacensia findet ihr im Online-Magazin MON Mag.
- Die Sonderausstellungen der Monacensia könnt ihr hier digital entdecken – während und auch nach ihrer Laufzeit.
- Mit dem Projekt Monacensia-Digital macht die Monacensia ihre Archivalien erstmals weltweit zugänglich.
Historische und moderne Architektur des Gebäudes
Die Monacensia ist in der ehemaligen Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1874-1921) beheimatet. Als Wohnsitz und Atelier wurde das Hildebrandhaus von Adolf von Hildebrand selbst entworfen, der Bau wurde 1898 durch den Münchner Architekten Gabriel von Seidl realisiert.
Durch die Generalsanierung von 2013 bis 2016 ist die öffentlich nutzbare Fläche in der ehemaligen Künstlervilla von 360 qm auf 780 qm angewachsen und hat sich somit mehr als verdoppelt. Architektonisch zeigt sie sich großzügig, hell und modern und ist auch technisch auf dem neuesten Stand.
Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung
Die Monacensia ist weitgehend barrierefrei zugänglich. Der Eingang für Rollstuhlfahrer*innen befindet sich an der Siebertstr. 2.
Das Literaturarchiv ist für Rollstuhlfahrer*innen nur beschränkt zugänglich, hier wird um persönliche Rücksprache gebeten.
- Ein barrierefreies WC befindet sich im ersten Untergeschoss.
Museumsgeschichte
Die Monacensia ist eine Einrichtung der Münchner Stadtbibliothek. Sie wurde von dem ersten hauptamtlichen Stadtbibliotheksdirektor Hans Ludwig Held (1885-1954) gegründet. 1922 veranlasste er den Aufbau einer München-Bibliothek, 1924 gründete er zudem die Handschriftenabteilung, das heutige Literaturarchiv. 1994 wurde die Monacensia um einen Ausstellungsbereich erweitert.
In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen
Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.
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Auf einen Blick
Monacensia im Hildebrandhaus
Maria-Theresia-Str. 23
81675
München
Tel:
+49894194720
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