Städtisches Museum: Ein Künstlerhaus als Gesamtkunstwerk

Museum Villa Stuck

Das Museum Villa Stuck präsentiert wechselnde Ausstellungen, die sich in die kunstvolle Ausstattung des Hauses einfügen. In der ehemaligen Künstlervilla verbinden sich Architektur, Kunst und aufwendig gestaltete Räume zu einem Gesamtkunstwerk.

Adresse und Öffnungszeiten

Prinzregentenstr. 60 , 81675 München

Öffnungszeiten

  • Mo geschlossen
  • Di 11:00 - 18:00
  • Mi 11:00 - 20:00
  • Do 11:00 - 18:00
  • Fr 11:00 - 18:00
  • Sa 11:00 - 18:00
  • So 11:00 - 18:00

Hinweis: Erster Freitag im Monat 11 bis 22 Uhr (ab 18 Uhr Eintritt frei)

Villa Stuck - Außenaufnahme
Markus Lanz

Villa Stuck: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: Am Isarhochufer in der Nähe des Friedensengels
  • Museums-Kategorie: Kunst
  • Kinderprogramm: Verschiedene Kurse und vielfältige Möglichkeiten, kreativ zu sein.
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 bis 4 Stunden
  • Anfahrt: Mit der Bus 100 und Tram 17 bis Friedensengel/Villa Stuck oder U4 bis Prinzregentenplatz und U5 bis Max-Weber-Platz

Warum lohnt sich ein Besuch in der Villa Stuck?

Treppenaufgang in der Villa Stuck
Jens Weber, München
Franz von Stuck konzipierte seine Villa Ende des 19. Jahrhunderts als einzigartiges Gesamtkunstwerk

Die Villa Stuck ist eines der bedeutendsten existierenden Künstlerhäuser in Europa. Franz von Stuck konzipierte sie Ende des 19. Jahrhunderts als Gesamtkunstwerk.

Was ist geboten? Die einstige Künstlervilla Franz von Stucks (1863-1928) ist heute ein international renommiertes Museum. Weltbekannte Bilder werden in spannenden Interaktionen mit dem historischen Gebäude gezeigt. Die luxuriösen Räume geben authentische Einblicke in Architektur, Leben, Kunst und Musik von Stucks. Hinzu kommen jährlich mehrere Sonderausstellungen zu den Epochen des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Kunst der Gegenwart.

Was ist das Besondere? Nicht nur die Kunst ist außergewöhnlich, sondern auch das historische Gebäude! Ein besonderes Highlight ist die Decke im Musikzimmer, die als Himmelsgewölbe mit goldenen Sternen und Sternzeichen gestaltet ist. Der Künstlergarten hinter der Villa verbindet pompejanische Vorbilder mit Kunstwerken des 19. Jahrhunderts und lädt zum Verweilen ein. Im Museumscafé Stuckkantine gibt es Kaffee, hausgemachte Kuchen und saisonale Mittagsgerichte, darunter vegetarische und vegane Angebote.

Dauerausstellung zum Gesamtkunstwerk Franz von Stucks

Jann Averwerser
Nicht nur die Kunst ist in der Villa Stuck außergewöhnlich, sondern auch die historischen Räume

Alle Bereiche des Museums treten in einen Dialog und machen die Villa Stuck zu einem besonderen Ort des Kunsterlebens: Künstlervilla, Sammlungen, Wechselausstellungen, Vermittlungsprogramm und Serviceeinrichtungen nehmen aufeinander Bezug und bilden Raum für neue Perspektiven.

Die Sammlungen thematisieren die Arbeit Franz von Stucks und den internationalen Jugendstil. Das Programm nimmt Bezug auf die künstlerische und kulturelle Vielfalt vom 19. Jahrhundert bis heute. Was ihr sehen müsst:

  • In den historischen Räumen der Villa Stuck sind viele Werke des Hausherrn zu entdecken, darunter Gemälde wie "Sünde" und der über zwei Meter große "Wächter des Paradieses".
  • Die antiken Möbel und Wunder der Raumgestaltung zeugen von den vielseitigen Fähigkeiten von Stucks.
  • Zusätzlich finden mehrmals im Jahr Sonderausstellungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten und Künstler*innen statt.

Ein Rundgang durch die Räume und Zimmer

Innenansicht der Villa Stuck
Jann Averwerser
Jedes Detail der Inneneinrichtung trägt die Handschrift des Künstlers Franz von Stuck

Der neoklassizistische und palastartige Bau der Villa Stuck war als Wohnhaus und Künstleratelier in einem vorgesehen. Wo einst wilde Feierlichkeiten und hitzige Kunstgespräche stattfanden, wandern nun Besucher*innen von Zimmer zu Zimmer. Zu besichtigen sind das Vestibül, der Empfangssalon, der Musiksalon, das Treppenhaus und das alte Atelier des Künstlers. Jedes Detail trägt die Handschrift Franz von Stucks. Die Villa vereint Elemente aus der Antike und Byzanz, dem Orient und der Hochrenaissance mit der Moderne des späten 19. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten Stucks galt sie als eigenwilliges Gesamtkunstwerk.

Das alte Atelier des Malerfürsten liegt im Zentrum des Hauses und erinnert eher an eine kleine Ausgabe eines Festsaals als an ein Arbeitszimmer. Von Farbpaletten, Pinseln, leeren Leinwänden und Entwurfsversuchen keine Spur. Gobelins, ein aufwendiger Parkettboden und der altarähnliche Aufbau für Stucks skandalträchtiges Meisterwerk "Sünde" sind nur wenige der faszinierenden Dinge, die man stattdessen hier bewundern kann. Eine breite Fensterfront bietet einen Blick auf die Prinzregentenstraße. In diesem Raum arbeitete und feierte der Maler sich und seine Künste.

Führungen durch die Villa Stuck

  • Führungen werden in Zusammenarbeit mit der Münchner Volkshochschule und dem Museumspädagogischen Zentrum angeboten.
  • In der Reihe "Einblicke" bietet die Villa Stuck Führungen mit den Kurator*innen, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Hauses an.

Künstlergarten und Museumscafé: Kunst und eine Pause im Grünen

Café im Künstlergarten der Villa Stuck
Schoeller & von Rehlingen

Nach dem Rundgang lohnt sich ein Blick hinter die Villa: Dort liegt der Künstlergarten, den Franz von Stuck als geschützten Kunstraum nach antiken Vorbildern gestaltete. Rechteckige Rasenflächen, eine Terrasse mit Säulenarkaden und eine begrünte Pergola verbinden das Wohnhaus mit dem später errichteten Ateliergebäude.

Beim Spaziergang begegnet ihr Gestalten aus der antiken Mythologie: Dionysos, Zeus und Hera gehören ebenso dazu wie der flötenspielende Pan und Stucks „Kämpfende Faune“. Auch ein Brunnen mit einer Faunsmaske und die bronzene Kapitolinische Wölfin sind zu entdecken. So setzt sich das Gesamtkunstwerk der Villa unter freiem Himmel fort.

Für eine Pause bietet sich das Museumscafé Stuckkantine an. Das Team des Ausbildungsrestaurants Roecklplatz serviert Kaffee, hausgemachte Kuchen und saisonale Mittagsgerichte mit regionalen Zutaten, darunter vegetarische und vegane Angebote. Zugleich eröffnet das soziale Gastronomiekonzept jungen Menschen mit schwierigen Startbedingungen berufliche Perspektiven.

Zum Abschluss könnt ihr zum Friedensengel spazieren, der nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Von der Aussichtsterrasse blickt ihr über die Prinzregentenstraße Richtung Innenstadt.

Veranstaltungen und Kinderprogramm

Sonderausstellung in der Villa Stuck
Anpis Wang
Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen ergänzen mehrmals im Jahr das Programm
  • Friday Late: Jeden ersten Freitag im Monat von 18 bis 22 Uhr, Eintritt und Teilnahme am Programm kostenlos.
  • Weitere Events: Künstlergespräche, Konzerte, Vorträge und Diskussionsrunden ergänzen das Ausstellungsprogramm.
  • Fränzchen: Das Kinder- und Jugendprogramm bietet mit Kursen, Ferienwerkstätten und Kreativ-Workshops vielfältige Möglichkeiten, selbst künstlerisch aktiv zu werden.
  • Inklusiver Museumschor „Stuck-Chor“: Proben mittwochs von 18 bis 19:45 Uhr, außer in den Schulferien. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht nötig. Neue Mitglieder können zu Beginn eines Projekts einsteigen. Informationen unter anne.marr@muenchen.de.

Eintrittspreise

  • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei
  • Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 5 Euro
  • Jahreskarte: 25 Euro, ermäßigt 15 Euro

Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

Das Museumsgebäude ist komplett barrierefrei zugänglich.

  • Spezielle Angebote: Tastführungen, Führungen in Deutscher Gebärdensprache, Angebote für Menschen mit Psychiatrieerfahrung, Menschen mit Demenz, inklusiver Museumschor

Die Geschichte der Künstlervilla an der Prinzregentenstraße

Villa Stuck - Außenaufnahme
Markus Lanz

1897/98 wurde die Villa Stuck nach Entwürfen des Hausherrn durch das Münchner Unternehmen Heilmann & Littmann gebaut. Der damals 34-jährige Maler, Grafiker und Bildhauer Franz von Stuck hatte sein zukünftiges Künstlerparadies in allen Details geplant. Vom Rohbau bis zu den Einzelheiten für die Innendekoration – alles entwickelte Stuck selbst, so auch den Künstlergarten mit seinen beeindruckenden Figuren. Bei der Weltausstellung 1900 in Paris wurden die Möbel der Villa sogar mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Der dreistöckige Villenbau präsentiert sich im schnörkellosen Jugendstil-Schick. Zwei Auffahrtsrampen führen zu einem bronzenen Eingang mit Medusakopf unter einer Säulenhalle. Der schlichten Fassade fügte Stuck später farbige Rechteckfelder hinzu.

Nach Stucks Tod 1928 von der Familie bewohnt, wurde das Haus durch unterschiedlichste Nutzungen bis in die 1960er-Jahre hinein stark modifiziert. Hans-Joachim und Amélie Ziersch begannen 1965 mit der ersten Renovierung und schenkten das Haus 1967 dem Stuck-Jugendstil-Verein zur Aufnahme des Museumsbetriebs. In einer Verbindung herausragenden bürgerlichen Engagements und couragierten öffentlichen Handelns ging die Künstlervilla 1992 als Schenkung in den Besitz der Landeshauptstadt München über.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

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Auf einen Blick

Villa Stuck

Prinzregentenstr. 60
81675 München

Tel: +4989233524812

Öffnungszeiten

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