Karlstor

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Karlstor am Stachus: Infos zum Stadttor und seiner Geschichte

Karlstor am Stachus, Foto: anshar / Shutterstock / Anette Göttlicher
Foto: anshar / Shutterstock / Anette Göttlicher

Eines der letzten erhaltenen Stadttore Münchens: Das Karlstor

Das Karlstor am Karlsplatz (Stachus) ist eines der alten Münchner Stadttore und heute die westliche Grenze der belebten Münchner Fußgängerzone.

Das Karlstor im Überblick

Karlstor Figuren: Kragenköpfe, Foto: mde
Foto: mde Denkmal für Herbert Jensen auf der Nordseite des Haupttorbogens

Oft eilen die Leute vom Karlsplatz durch das Tor auf die Shopping-Meile der Neuhauser Straße, ohne ihren Blick nach oben zu wenden. Dabei erzählt das Karlstor Münchner Stadtgeschichte und ist selbst eine Sehenswürdigkeit.

  • Es entstand bereits im 14. Jahrhundert als Teil der zweiten Münchner Stadtbefestigung.
  • Bis 1791 trug es den Namen "Neuhauser Tor", weil es an der Straße Richtung Neuhausen lag.
  • Im Hauptbogen des Tores ragen aus den Ecken die sogenannten Kragenköpfe. Sie stellen herausragende Münchner Persönlichkeiten dar.
  • Im Hauptdurchgang erinnert zudem eine Gedenktafel an Herbert Jensen, den Initiator der Münchner Fußgängerzone.

Echte Münchner Originale: Die vier Kragenköpfe

Die vier sogenannten Kragenköpfe im Mittelgewölbe des Karlstors erinnern an herausragende Münchner Persönlichkeiten, die echte Originale waren:

  • Josef Sulzbeck war zu seiner Zeit ein bekannter Volkssänger und Kapellmeister.
  • Georg Pranger, genannt Prangerl, war unter König Max I. Joseph der letzte Hofnarr Bayerns.
  • Joseph Huber, bekannt als "Finessensepperl" war ein bekannter Bote von Liebesbotschaften. Er soll den Spruch "Nix Gwiss woass ma ned" geprägt haben.
  • Franz Xaver Krenkl war Pferdehändler, Rennstallbesitzer und Lohnkutscher. Als er auf einer Kutsche einmal verbotswidrig den Kronprinzen Ludwig überholte, soll er den Spruch "Wer ko, der ko" geprägt haben.

Geschichte des Karlstors

Karlstor am Stachus, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Das Karlstor, früher Neuhauser Tor genannt, entstand neben dem Sendlinger Tor und dem Isartor im Zuge der zweiten Stadtbefestigung im 14. Jahrhundert. Im Laufe der Geschichte wurde es immer wieder erweitert und umgebaut. Karlstor heißt es seit dem Umbau der Falkentürme unter Kurfürst Karl Theodor im Jahre 1791. Auch der Stachus erhielt damals den Namen Karlsplatz. 1861 wurde das Tor im gotischen Stil umgestaltet, die letzte Veränderung nahm dann 1902 Gabriel von Seidl im Zuge des Baus des angrenzenden Stachus-Rondells vor. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Karlstor in vereinfachter Form wieder aufgebaut.

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