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Foto: Daniel Schvarcz

Jüdisches Museum München

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Jüdisches Museum München: Ausstellungen, Rundgänge, Programm

Jüdisches Museum München – Vielfalt jüdischer Kultur erleben

Das Jüdische Museum München vermittelt ein Bild der Vielfalt jüdischer Geschichte, Kunst und Kultur von der Vergangenheit bis heute. Das Museum ist ein lebendiger Ort zum Austausch und zur offenen Diskussion.

In Kooperation mit dem Kulturreferat und den Museen

Dieser Beitrag über die Münchner Museen wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert und ist in Kooperation mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern konzipiert worden. Die Inhalte wurden zwischen den beteiligten Museen und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

++ Bitte informiert euch vor dem Besuch direkt beim Museum über die aktuellen Corona-Maßnahmen. ++

Warum lohnt sich ein Besuch im Jüdischen Museum München?

Jüdisches Museum, Foto: Roland Halbe, Stuttgart - Jüdisches Museum München
Foto: Roland Halbe, Stuttgart - Jüdisches Museum München Das kubische Gebäude des Jüdischen Museums München ist schon von Außen absolut sehenswert

Im Jüdischen Museum München wird die Vielfalt jüdischer Zugänge in der Geschichte, Kultur und Kunst erfahrbar– mit dem Ziel eine plurale und diskriminierungsfreie Gesellschaft zu ermöglichen.

Was ist geboten? Das Museum vermittelt Einblicke in die jüdische Kultur in München in Vergangenheit und Gegenwart. In seinen wechselnden Ausstellungen setzt sich das Jüdische Museum München mit Hilfe von Zeitzeug*innen, Ritualobjekten, Fotografien, Videos und Comicstrips mit den vielschichtigen Sichtweisen zur jüdischen Geschichte, Kultur und Religion auseinander und bricht diese ganz bewusst auf und stellt sie zur Diskussion.

Was ist das Besondere? Das Museum ist Teil des Bauensembles am Jakobsplatz, zusammen mit der Synagoge und dem jüdischen Gemeindezentrum. Es ist auch ein Ort für offene Diskussionen: Bei sogenannten "Impulsrundgängen" geben die Besucherbetreuer*innen euch spannende Auskünfte über die Ausstellungen und beantworten eure Fragen.

Das Jüdische Museum München: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

  • Lage: Am St.-Jakobs-Platz, in direkter Nachbarschaft zum Münchner Stadtmuseum.
  • Museums-Kategorie: Kultur
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Ca. 1 bis 1,5 Stunden
  • Kinderprogramm: Kunst-Projekte, Workshops, Rundgänge und Digitale Kreativ-Impulse
  • Anfahrt: U3 / U6 oder S-Bahn bis Marienplatz oder U1 / U2 / U3 / U6 bis Sendlinger Tor und Bus 52/62 bis St.-Jakobs-Platz
  • Parken: Tiefgarage Oberanger, Parkgarage Schrannenhalle
  • 50 Jahre Olympia-Attentat: Erinnerungsprojekt "12 Monate – 12 Namen"

    , Foto: picturealliance AP
    Foto: picturealliance AP

    Das Olympia-Attentat von 1972 jährt sich 2022 zum 50. Mal. Zum Gedenken daran hat das Jüdische Museum München gemeinsam mit dem NS Dokumentationszentrum München und dem Generalkonsulat des Staates Israel ein Erinnerungsprojekt ins Leben gerufen, das jeden Monat von Januar bis Dezember eines der 12 Todesopfer in den Mittelpunkt stellt und besonders würdigt. Unter dem Motto "Zwölf Monate – Zwölf Namen" sind in der ganzen Stadt verschiedene Installationen, Aktionen und Vorträge zu sehen.

    Von Chanukka bis Bar Mizwa: Dauerausstellung „Stimmen_Orte_Zeiten"

    , Foto: Franz Kimmel
    Foto: Franz Kimmel In der Dauerausstellung „Stimmen_Orte_Zeiten" könnt ihr durch die jüdische Geschichte Münchens gehen

    Die Dauerausstellung „Stimmen_Orte_Zeiten" im Untergeschoss gibt neue Impulse und Informationen zur jüdischen Geschichte und Gegenwart in München und lädt zum Dialog ein. Dabei thematisiert sie die große Bandbreite jüdischer Identitäten in sieben Installationen:

    • Die Installation "Stimmen" erzählt persönliche Lebensgeschichten jüdischer Familien und Personen, die in den letzten 200 Jahren in München ankamen, anhand originaler Tonspuren.
    • Anhand der Installationen "Orte" und "Bilder" könnt ihr die Lebenswege jüdischer Münchner*innen nachverfolgen: Von der Auswanderin bis zum Chemie-Nobelpreisträger.
    • Ein besonderer Schwerpunkt ist auch der Ausstellungsbereich "Rituale". Er widmet sich der jüdischen Religion mit ihren Jahresfesten (Jom Kippur, Chanukka und Pessach) und Übergangsriten (Beschneidung, Bar bzw. Bat Mitzwa, Hochzeit und Tod).
    • Zuletzt spannt ein unterhaltsamer Comicstrip den Bogen zur Gegenwart des jüdischen Lebens in München.

    Gewohnte Sichtweisen zur jüdischen Geschichte, Kultur und Religion werden hier aufgebrochen und zur Diskussion gestellt. Dabei wird die Münchner jüdische Geschichte als integraler Teil der Stadtgeschichte sichtbar gemacht und auch auf ihre Einschnitte, Brüche und Leerstellen verwiesen.

    Wechselausstellungen und Publikationen

    In wechselnden Ausstellungen setzt sich das Jüdische Museum unter immer neuen Gesichtspunkten mit den vielschichtigen Sichtweisen zur jüdischen Kultur, Geschichte und Kunst auseinander - und engagiert sich zudem auch in Form von Kooperationen und Publikationen. Zwei bekannte Beispiele:

    • Der Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972 ist eine Zusammenarbeit des Jüdischen Museums München und der Landeshauptstadt München mit dem Freistaat Bayern. Der Erinnerungsort ist den Opfern des Terroranschlags bei den 20. Olympischen Spielen, den elf israelischen Sportlern und dem deutschen Polizisten, gewidmet.
    • Mehr als 70 Jahre nach der Rückkehr Kurt Landauers nach München veröffentlicht das Jüdische Museum München die Briefe des langjährigen FC Bayern Präsidenten im Suhrkamp/Insel-Verlag.

    Rundgänge

    , Foto: Daniel Schvarcz
    Foto: Daniel Schvarcz Das Jüdische Museum bietet ein vielfältiges Vermittlungsangebot

    Regelmäßig finden öffentliche Rundgänge statt:

    • Jeden Samstag und Sonntag um 13:30 Uhr: "Heidi in Israel. Eine Spurensuche"
    • Jeden Samstag und Sonntag um 15:00 Uhr: "Das Ganze. Highlights im Jüdischen Museum München"
    • Familienrundgang durch die Ausstellung "Heidi in Israel"
    • Rundgang im Olympiapark "Erinnerungsort Olympia-Attentant München 1972"
    • Regelmäßiger Senior*innenrundgang
    • Individuelle Besucherbetreuung auf Deutsch, Französisch, Hebräisch oder Italienisch

    Angebote und Programme für Kinder und Jugendliche

    , Foto: Franz Kimmel
    Foto: Franz Kimmel Auch für Kinder und Jugendliche sind tolle Projekte geboten

    Für Kinder und Jugendliche bietet das Jüdische Museum München Kunst-Projekte, Workshops, Rundgänge und Kinderprogramme an:

    • Digital kreativ: "Lass uns feiern!" beschäftigt sich mit den Festen des Judentums. Beim Basteln eines Feiertags-Kalenders erfahren die Kinder genaueres über Chanukka, Pessach und Rosch Haschana.
    • Beim Rundgang "Fragmente aus Vergangenheit und Gegenwart" lernen Kinder ab 10 Jahren die einzelnen Stationen in der Geschichte und Gegenwart der jüdischen Münchner*innen kennen und erfahren Spannendes zu ihrem Beitrag zu unserer Stadtgeschichte.
    • "Jüdisch-Sein in München heute" ist ein Workshop, der sich an Jugendliche ab 14 Jahren richtet. Dabei erfahren sie unter anderem durch lebensgeschichtliche Interviews Alltagsnahes zum jüdischen Leben in München.
    • Weitere Angebote für Kinder und Familien finden sich auf der Museumswebseite.

    Museumscafé, Literaturhandlung und Leseraum

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    Foto: Daniel Schvarcz Das großzügige und helle Foyer lädt mit der Literaturhandlung zum Verweilen ein
    • Das neue Museumscafé hat erst kürzlich seine Eröffnung gefeiert. Im Coucou Food Market erwartet die Besucher*innen den ganzen Tag über frisch zubereitetes und gesundes Essen – von französischen Croissants und Kaffee über "Pinsa Romana" bis zu Salaten und Bowls.
    • Die Literaturhandlung befindet sich im Foyer des Jüdischen Museums München. Dort können Bücher rund ums Judentum, von Belletristik über Reiseführer bis zur Kinder- und Jugendliteratur, erworben werden.
    • Auf der zweiten Ausstellungsebene kann im Leseraum ausgewählte Literatur zur jüdischen Geschichte Münchens, jüdischen Religion und Kultur, Kinder- und Jugendbücher, Comics, umfangreiche Handbücher und Nachschlagewerke sowie biografische Studien und Ausstellungskataloge anderer internationaler jüdischer Museen studiert werden.

    Eintrittspreise für die Ausstellungen

    • Erwachsene zahlen 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
    • Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ist der Eintritt frei

    Online-Angebot

    • Museums Blog: Hier informiert das Museum über aktuelle Ausstellungen und veröffentlicht Beiträge in den Kategorien Wissen, Leben und Kunst.
    • Online-Workshops beschäftigen sich intensiver mit ausgewählten Themen.
    • Social Media: Auf Instagram, Facebook und Twitter findet ihr Aktuelles und spannende Einblicke hinter die Kulissen.

    Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

    Das Museumsfoyer, alle Ausstellungsebenen und Servicebereiche sind barrierefrei zugänglich und mit dem Aufzug erreichbar.

    • Barrierefreie Toiletten befinden sich im Untergeschoss.

    Besondere Architektur: Kubische Gebäude aus Travertin-Stein

    , Foto: Franz Kimmel
    Foto: Franz Kimmel Das Bauensemble am Jakobsplatz in München bildet eine kunstvolle architektonische Einheit

    In direkter Nachbarschaft zu Marienplatz und Viktualienmarkt am St.-Jakobs-Platz befindet sich ein einzigartiges architektonisches Ensemble, das in seiner Lebendigkeit und Vielseitigkeit die Münchner Stadtgesellschaft entscheidend prägt:

    Das Bauensemble am Jakobsplatz, bestehend aus der 2006 eingeweihten Hauptsynagoge, dem Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und dem 2007 eröffneten Jüdischen Museum München, das in der Trägerschaft der Landeshauptstadt München liegt.

    Das Architektenteam Wandel, Hoefer, Lorch konnte mit seinem Wettbewerbsbeitrag – den drei eigenständigen, kubisch gestalteten Gebäuden – überzeugen. Die kunstvolle Schaffung einer architektonischen Einheit trotz dreier voneinander losgelöster Gebäude gelingt vor allem durch die Verwendung des Travertin-Steins aus der Schwäbischen Alb als verbindendem Baumaterial. Auch wird der Eindruck der Einheitlichkeit durch die miteinander korrespondierende Formensprache unterstützt und durch Blickachsen und Passagen zwischen den drei Gebäuden für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht.

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