Sendling-Westpark: Alle Infos zum Münchner Stadtteil

Thai Sala im Westpark mit rosa Bäumen, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Parks, Open-Air-Kino und ein Café am Wasser: Das ist Sendling-Westpark

Sendling-Westpark ist vor allem für eines bekannt: Der Westpark gehört zu den schönsten Grünanlagen in München. Kein Wunder, dass er nicht nur zum Entspannen einlädt, Wir zeigen euch, was das Viertel sonst noch besonders macht...

Westpark: Eine der schönsten Grünanlagen Münchens

Das Café Gans am Wasser im Sommer, Foto: Café Gans am Wasser
Foto: Café Gans am Wasser

Baumalleen, Rosengärten, mehrere Seen, japanische und chinesische Gärten und ein thailändischer Tempel: Der Westpark hat viel zu bieten und gehört nicht umsonst zu den beliebtesten Erholungsgebieten in München. Er wurde anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung 1983 angelegt. Zu den Highlights der Anlage gehört die Seebühne mit ungefähr 1.200 Plätzen.

Doch in den weitläufigen Grünflächen des Westparks kommen auch Familien mit Kindern auf ihre Kosten - zum Beispiel bei den städtischen Spielenachmittagen im Sommer. Im Winter kann man auf insgesamt fünf Hügeln rodeln. Und bei schönem Wetter wird der Grillbereich des Parks gerne genutzt.

Sendling-Westpark kurios

Ursprünglich war geplant, einen Großteil der beliebten Häuser und Orte im Westpark nach der Internationalen Gartenbauausstellung 1983 wieder abzubauen. Nur die Seebühne und das Restaurant Rosengarten sollten erhalten bleiben. Hier regte sich allerdings Protest bei den Bürgern und so wurde beschlossen, dass auch Teile der ostasiatischen Gärten, das Sarden- und das Bayerwaldhaus sowie die Terrassen der Mittelmeergärten nicht abgebaut werden. Hierzu waren allerdings Umbaumaßnahmen notwendig, da die Lokalitäten – ja eigentlich nur für die Frühlings- und Sommermonate gedacht – nicht winterfest waren. Die letzten Umbaumaßnahmen in diesem Zusammenhang wurden erst im Dezember 1984, also ein Jahr nach dem Ende der Gartenbauausstellung, abgeschlossen.

Noch mehr Grün fürs Viertel: Heckenstallerpark & Südpark

Südpark, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Der waldreiche Südpark, ebenfalls in Sendling-Westpark gelegen, bietet zusätzlich eine rund 60 Hektar große Fläche mit allerhand Freizeitmöglichkeiten. So findet Ihr dort viele schöne Wege zum Spazieren (mit oder ohne Hund), Liegewiesen, mehrere Spielplätze, einen Trimm-Dich-Pfad fürs Workout, Tischtennisplatten, eine Skateanlage und im Winter einen Rodelberg für ganz viel Familienspaß.

Seit August 2017 können sich die Bewohner des Stadtteils über einen weiteren Park in ihrem Viertel freuen: Nach zweijähriger Bauzeit wurde der Heckenstallerpark offiziell eröffnet. Er liegt auf dem "Dach" des 2015 fertig gestellten Heckenstallertunnels und bietet auf rund 27.500 Quadratmetern Fläche jede Menge Platz für die verschiedensten Freizeitnutzungen.

Erholung bieten den Stadtteil-Bewohnern darüber hinaus auch die beiden Schrebergärten mit den schönen Namen „Land in Sonne“, die sich nördlich vom Westpark befinden.

Leben in Sendling-Westpark: Zentrumnahes Wohnen

Sendling-Westpark hat, anders als der benachbarte Stadtteil Sendling, keinen historischen Ortskern, ist dank der Anbindung zu U-Bahn und S-Bahn trotzdem zentrumsnah gelegen. Das Viertel wurde überwiegend nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut, um die Wohnungsnot zu lindern.

Jahrelang herrschte rund um den Luise-Kiesselbach-Platz ein hohes Verkehrsaufkommen, da hier die Autobahnen München-Lindau und München-Garmisch enden. Seit Juli 2015 fließt der Verkehr aber hauptsächlich unter der Erde (Foto) im Luise-Kiesselbach- und Heckenstallertunnel.

In Sendling-Westpark haben einige wichtige Einrichtungen ihren Sitz. So befindet sich hier das Integrationszentrum für Cerebralparesen, in dem ebenfalls ein Berufsbildungswerk und eine Rehabilitionsschule integriert sind. Zudem sind hier das Altenheim St. Josef, die Lebenshilfe Werkstatt für Menschen mit Behinderung und die Bayerische Landesschule für Gehörlose.

Dienstleistungen in Sendling-Westpark

Die folgenden Links führen ins kommerzielle Branchenbuch:

Sehenswürdigkeiten: Gethsemanekirche & St. Josef

Luise-Kiesselbach-Platz, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Historische Sehenswürdigkeiten gibt es in Sendling-Westpark nicht. Wenn man aber einmal im Stadtteil ist, kann man sich etwa die Gethsemanekirche in der Ettalstraße ansehen. Vor allem ihr Scheibenturm ist ein interessanter Anblick. Ein schönes Gebäude ist auch das Städtische Altenheim St. Josef. Im barockisierenden Stil erbaut, ist vor allem die innen liegende Anstaltskirche mit ihren zwei Türmen einen Blick wert.

Nicht unbedingt spektakulär, aber von historischer Relevanz ist die sogenannte „Kriegersiedlung“, die sich am nördlichen Ende der Albert-Roßhaupter-Straße befindet. Sie wurde Ende des Ersten Weltkriegs angelegt, um für die Kriegsversehrten günstigen Wohnraum zu schaffen. Das Ensemble aus mehreren Häusern, das heute um die 100 Haushalte beherbergt, steht unter Denkmalschutz.

Historisches: Wohnraum und Gartenbauausstellung

Historisch betrachtet ist der Stadtteil noch recht jung. Nach 1945 entstanden viele Sozialwohnungen für die vom Krieg ausgebombten und evakuierten Münchner. Zwischen 1950 und 1995 hat sich die Einwohnerzahl im Stadtteil verdoppelt. Im Rampenlicht stand der Stadtteil Sendling-Westpark erstmals 1983, als dort die bereits erwähnte Internationale Gartenbauausstellung (IGA) stattfand.

Lage und Abgrenzung: Sendling-Westpark - Südwestlich vom Zentrum

Der südwestlich in München gelegene Stadtteil Sendling-Westpark erstreckt sich von der Schwanthalerhöhe (Westend) und Laim im Norden bis nach Obersendling im Süden. Die Ostgrenze bildet die S-Bahn-Linie nach Wolfratshausen. Im Westen wird der Stadtteil durch die Fürstenriederstraße von Hadern abgegrenzt. Sendling-Westpark ist direkt über die U6 an das städtische Verkehrsnetz angebunden.

Sendling-Westpark in Zahlen: Stadtbezirk 7

Sendling-Westpark ist Münchens Stadtbezirk 7.

  • Einwohner des Stadtbezirks: 59.643
  • Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 76
  • Fläche in Hektar: 781,45
    (Zahlen: Statistisches Amt 2019)

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