So war das traditionelle Geldbeutelwaschen

Traditionelles Geldbeutelwaschen am Fischbrunnen, Foto: Michael Nagy / Presseamt München
Foto: Michael Nagy / Presseamt München

Stadtsäckel wurde symbolisch ins kühle Nass getaucht

(14.2.2018) Geldbeutelwaschen für eine rosige finanzielle Zukunft - die beliebte Tradition am Aschermittwoch fand natürlich auch 2018 wieder statt. Oberbürgermeister Dieter Reiter und weitere Vertreter der Stadt tauchten symbolisch das Stadtsäckel in den Fischbrunnen und viele Münchner taten es ihnen in der Hoffnung auf einen Geldsegen gleich.

OB Reiter drückt die Daumen, dass der Brauch hilft

Traditionelles Geldbeutelwaschen am Fischbrunnen, Foto: Michael Nagy / Presseamt München
Foto: Michael Nagy / Presseamt München

Das Wetter war zwar wunderbar sonnig, aber für eine Erfrischung im Brunnen war es am Aschermittwoch eindeutig zu kalt. Trotzdem wurden wieder fleißig leere Geldbörsen in den Fischbrunnen getaucht - und das aus gutem Grund. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter folgte beim Geldbeutelwaschen nämlich einem uralten, erstmals im 15. Jahrhundert erwähnten Münchner Brauch, der finanzielles Glück bringen soll. "Auch wenn's nicht bewiesen ist, dass der Brauch wirklich hilft - geschadet hat er jedenfalls noch nicht. Deshalb probieren wir's jedes Jahr wieder und ich drücke die Daumen, dass es was bringt", sagte der OB mit einem Augenzwinkern.

Neben Dieter Reiter nahmen auch Stadtkämmerer Dr. Ernst Wolowicz und zahlreiche weitere Vertreter aus dem Stadtrat teil. Eine große Zuschauermenge ließ sich die nasse Tradition nicht entgehen - und viele von ihnen tauchten anschließend selbst ihre Geldbörse ins Wasser. Man kann ja nie wissen, was es bringt...

Bilder: So viel Spaß macht das Waschen des Geldbeutels

Video: Das Geldbeutelwaschen 2017 im Re-Live

Ein Brauch fürs finanzielle Glück

, Foto: muenchen.de
Foto: muenchen.de

Am Aschermittwoch im Fischbrunnen Geldbeutel zu waschen, hat in München eine lange Tradition. Die Hoffnung dahinter ist, dass sich das Bad im Fischbrunnen nicht nur auf die private Finanzlage positiv auswirkt, sondern auch der kommunalen Kasse zuträglich ist. Deshalb beteiligen sich seit den 1950er Jahren Abgesandte der Stadt an dem Brauch. Seit 2015 nimmt Oberbürgermeister Dieter Reiter teil, falls es die Zeit erlaubt.

Die Zeremonie geht auf das 15. Jahrhundert zurück: Das Dienstpersonal hat damals seine Herrschaft darauf aufmerksam machen wollen, dass nach dem närrischen Faschingstreiben die Börsen leer waren und wieder aufgefüllt werden müssten. Auch heute kann es nicht schaden, die private Geldbörse einem Waschgang im Fischbrunnen zu unterziehen!

Das könnte Sie auch interessieren

Top