So war das Geldbeutelwaschen am Fischbrunnen

Bürgermeister Manuel Pretzl (4.v.l.), Bürgermeisterin Christine Strobl (5.v.l.), OB Dieter Reiter (6.v.l.), Paulaner-Chef Andreas Steinfatt (7.v.l.), Stadtkämmerer Christoph Frey (8.v.l.), das Faschingsprinzenpaar (5./6.v.r.) und weitere wichtige Stadtvertreter beim traditionellen Geldbeutelwaschen, Foto: Michael Nagy, LHM
Foto: Michael Nagy, LHM

Stadtsäckel wurde symbolisch ins kühle Nass getaucht

(6.3.2019) Geldbeutelwaschen für eine rosige finanzielle Zukunft - am Mittwochvormittag fand wieder die beliebte Tradition zum Aschermittwoch statt. Bei strahlendem Sonnenschein tauchten Oberbürgermeister Dieter Reiter und weitere Vertreter der Stadt symbolisch das Stadtsäckel in den Fischbrunnen und viele Münchner taten es ihnen in der Hoffnung auf einen Geldsegen gleich.

OB Reiter: "Möchte nicht auf den Brauch verzichten"

Bürger beim Geldbeutelwaschen, Foto: Michael Nagy, LHM
Foto: Michael Nagy, LHM

Die Sonne schien über dem Marienplatz und ein prächtiges Brauereigespann, der "Hacker-Pschorr-Durstlöschzug" hatte sich vorm Rathaus plaziert, als sich zahlreiche Münchner um 11:30 Uhr am Fischbrunnen zum traditionellen Geldbeutelwaschen versammelten. OB Reiter tauchte das Stadtsäckel ins Wasser und verwies darauf, dass so schon vor Jahrhunderten das Dienstpersonal seine Herrschaft darauf aufmerksam gemacht habe, dass nach dem närrischen Faschingstreiben die Börsen leer waren und wieder aufgefüllt werden müssten.

Weiter erklärte der OB: „Auch wenn‘s keinen Nachweis gibt, dass und wie der Brauch wirklich wirkt – verzichten möchte ich auf’s Geldbeutelwaschen auf keinen Fall. Denn geschadet hat es jedenfalls auch nicht und ganz so schlecht ist es ja für München in den letzten Jahren finanziell nicht gelaufen.“

Neben Bürgermeister Manuel Pretzl und Bürgermeisterin Christine Strobl sowie Stadtkämmerer Christoph Frey nahmen am traditionellen Geldbeutelwaschen auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus dem ehrenamtlichen Stadtrat teil.

Symbolische Aktion fürs finanzielle Glück

, Foto: muenchen.de
Foto: muenchen.de

Am Aschermittwoch im Fischbrunnen Geldbeutel zu waschen, hat in München eine lange Tradition. Die Hoffnung dahinter ist, dass sich das Bad im Fischbrunnen nicht nur auf die private Finanzlage positiv auswirkt, sondern auch der kommunalen Kasse zuträglich ist. Deshalb beteiligen sich seit den 1950er Jahren Abgesandte der Stadt an dem Brauch. Seit 2015 nimmt Oberbürgermeister Dieter Reiter teil, falls es die Zeit erlaubt.

Die Zeremonie geht auf das 15. Jahrhundert zurück: Das Dienstpersonal hat damals seine Herrschaft darauf aufmerksam machen wollen, dass nach dem närrischen Faschingstreiben die Börsen leer waren und wieder aufgefüllt werden müssten. Und auch heute kann es schließlich nicht schaden, die private Geldbörse einem Waschgang im Fischbrunnen zu unterziehen!

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