Der Schäfflertanz

So schön ist die alte Münchner Tanztradition! Schirmherr Alexander Reissl erklärt die Ursprünge des Brauchs.

Wo und wann Ihr die Schäffler tanzen sehen könnt

Halbzeit im Schäfflerjahr 2019! Die Münchner Tradition könnt Ihr nur alle sieben Jahre live bewundern. Noch bis zum Faschingsdienstag am 5.3. tanzen die Schäffler in der ganzen Stadt. Bei uns findet Ihr die wichtigsten Auftrittstermine und -orte.

Die Termine der Woche bis Sonntag, 17.2.

Sonntag, 17.2.
10:30 Uhr Maxvorstadt, Ferdinand-Miller-Platz
12:00 Uhr Sendling, Resi-Huber-Platz
13:00 Uhr Lochhausen, Landgasthof Deutsche Eiche, Ranertstraße 1
14:30 Uhr Englischer Garten, Restaurant & Biergarten am Chinesischen Turm, Englischer Garten 3
15:30 Uhr Neuhausen, Königlicher Hirschgarten, Hirschgarten 1

Weitere Highlights im Schäffler-Terminkalender

Schäfflertanz am Odeonsplatz 2019, Foto: muenchen.de/Gunnar Jans
Foto: muenchen.de/Gunnar Jans

Hier seht Ihr alle Termine der Schäffler im Überblick

Februar:
19.2. - 17 Uhr: Richard-Strauss-Brunnen
23.2. - 12 Uhr: Marienplatz
28.2. - 17 Uhr: Weiberfasching am Viktualienmarkt

März:
2.3. - 12 Uhr: Marienplatz
4.3. - 17 Uhr: Faschingstreiben am Rotkreuzplatz
5.3. - 10 Uhr: Auftritt beim Tanz der Marktweiber
5.3. - 21 Uhr: Letzter Tanz der Saison vor der Herberge in der Neuhauser Str. 27

Was Ihr über den Brauch wissen müsst

Schäfflertanz am Odeonsplatz 2019, Foto: muenchen.de/Gunnar Jans
Foto: muenchen.de/Gunnar Jans

Wie läuft der Tanz ab?
Die Tanzabfolge wird am Anfang wie Ende stets mit dem Bayrischen Defiliermarsch eingeläutet. Der Mittelteil besteht aus einer Vielzahl an Figuren, zu denen sich die Schäffler der Gruppe im Kreis drehen und viele kreative Formationen wie Laube, Kreuz, Schlange und Krone präsentieren.

Welche Kostüme tragen die Schäffler?
Die Schäffler-Tänzer treten mit grünen Kappen, roten Jacken, einem Lederschurz und schwarzen Kniebundhosen vor ihr Publikum.

Wer darf bei den "Schäfflern" mitmachen?
Seit Beginn des Brauchs eigentlich nur „echten“ Fassmachern vorbehalten, dürfen seit einigen Jahren auch Tänzer aus anderen Berufsgruppen teilnehmen. Denn die klassischen Handwerksberufe nehmen immer mehr ab und so fanden sich im Lauf der Zeit nicht mehr ausreichend Schäffler. In München organisiert der Fachverein der Schäffler seit 1871 den Tanz.

Schäfflertanz 2017 in der Münchner Staatskanzlei, Foto: muenchen.de / Dan Vauelle
Foto: muenchen.de / Dan Vauelle

Woher kommt der Schäfflertanz? 
Der Ursprung des heiteren Tanzes geht angeblich auf das Jahr 1517 zurück. Als zum wiederholten Male die Pest in der Stadt wütete, beschloss ein Schäffler, dessen Name nicht bekannt ist, dem Leid der noch lebenden Bewohner ein Ende zu setzen und sie mit einem Tanz zu erheitern. Weitere Schäffler schlossen sich ihm an und schon bald erfreuten sich die Münchner wieder ihres Lebens, anstatt vor der Pest in die Knie zu fallen. Mit der Zeit hielt der Tanz auch im restlichen Bayern Einzug.

Den ersten wirklichen Beleg für den Schäfflertanz gibt es allerdings erst für das Jahr 1702. Dennoch feierten die Schäffler 2017 - außerhalb der Reihe - zum 500. Jubiläum ihren Tanz mit mehreren Auftritten in München.

Was ist eigentlich ein Schäffler?
Der Name stammt vom Handwerksberuf der Fassmacher, dessen Angehörige sich mit Holzfässern beschäftigen.

Warum gibts den Schäfflertanz nur alle sieben Jahre? 
Dass der beliebte Tanz nur alle sieben Jahre aufgeführt wird, wird durch eine Vielzahl an Vermutungen erklärt. Neben einer angeblichen Wiederkehr der Pest alle sieben Jahre, der Glückszahl "7" und einer Anordnung von Herzog Wilhelm IV gehören auch ein Zeitplan der Zünfte für ihre Bräuche zu den möglichen Gründen für den Turnus.

Im Re-Live-Video: Der Schäfflertanz am Marienplatz

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