Schlussbilanz: Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Oktoberfest
Oktoberfest-Bilanz 2026: Neuer Besucherrekord auf der Wiesn!
(4.10.2026) Was für ein Oktoberfest 2026! Mit 7,4 Millionen Gästen stellte die diesjährige Wiesn einen neuen Besucherrekord auf. Auch bei den Getränken wurde mehr konsumiert – und das nicht nur beim Festbier. Hier findet ihr die wichtigsten Zahlen und Fakten aus der vorläufigen Schlussbilanz: von Fundsachen über Rettungseinsätze bis zum Energieverbrauch. Nur ein neuer Wiesnhit hat sich in diesem Jahr nicht herauskristallisiert.
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Oktoberfest-Bilanz 2026: Die wichtigsten Zahlen
- Gäste: 7,4 Millionen
- Bier: 6,7 Millionen Maß getrunken
- Fundbüro: Rund 4.000 Fundsachen
- Krug-Klau: Rund 105.000 Maßkrüge eingesammelt
- Energie: Rund 2,65 Mio. kWh Strom verbraucht
- Sicherheit: Polizei und Aicher Ambulanz melden leicht gestiegene Einsatzzahlen
- Müll: 92 Tonnen entsorgt
7,4 Millionen Gäste auf der Wiesn 2026
Nach ersten Schätzungen der Festleitung kamen an 16 Tagen bis einschließlich Sonntag, 4. Oktober, etwa 7,4 Millionen Gäste auf die Theresienwiese (2025: 6,5 Millionen), darunter 447.000 Besucher*innen auf der Oidn Wiesn (2025: 360.000). Damit ist die Wiesn 2026 die bislang meistbesuchte in ihrer Geschichte. Dabei haben vor allem die Besucherzahlen unter der Woche deutlich zugelegt (Montag bis einschließlich Donnerstag: +18,5 Prozent in der ersten Woche, + 28,9 Prozent in der zweiten Woche).
Dies zeigt, die Besucherlenkungs-Kampagne „How to Wiesn“ der Stadt, die an die Gäste appelliert, das Oktoberfest unter der Woche zu besuchen, überaus erfolgreich gegriffen hat. Auch das spätsommerliche Wetter spielte eine positive Rolle. Trotz der hohen Besucherzahl kam es durch das neue Sicherheitskonzept und die Besucherlenkung zu keiner Überfüllungslage auf der Wiesn.
Die geänderte Eingangssituation auf der Oidn Wiesn sorgte dort für einen reibungslosen Ablauf bei deutlich gestiegenen Gästezahlen (+24,2 Prozent). Der überwiegende Teil der Besucher*innen kam nach wie vor aus München selbst oder dem Umland. Die meisten internationalen Gäste reisten aus den USA, Italien und Österreich an. Die vorliegenden Mobilfunkdaten sind reine Rohdaten, die nach dem Oktoberfest noch ausgewertet werden müssen. Festleitung, Schausteller*innen, Marktkaufleute sowie Wirtinnen und Wirte sind mit dem Verlauf des Festes zufrieden.
OB Dominik Krause: Eine Bilderbuch-Wiesn!
Sicherheitskonzept: Wiesnchef Scharpf mit positivem Resümee
Wiesnchef Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft, zieht ein positives Resümee zu den Sicherheitsmaßnahmen, die in diesem Jahr verstärkt wurden: „Das weiterentwickelte Sicherheitskonzept für das Oktoberfest 2026 hat sich in der Praxis bewährt. Die neue Sicherheitszentrale, die verbesserte Videoüberwachung und das Crowd Spotting haben es ermöglicht, die Besucherströme noch genauer zu beobachten und bei Menschenansammlungen frühzeitig gegenzusteuern. Die Kontrollen an den Eingängen wurden von den Gästen problemlos akzeptiert. Am mittleren und am dritten Samstag wurden die beiden Haupteingänge kurzfristig geschlossen und die Gäste zu den Nebeneingängen umgeleitet, begleitet von Social-Media-Appellen auf unseren Social-Media-Kanälen und Durchsagen. Am letzten Samstag musste auch der Zugang an der Bavaria kurzzeitig geschlossen werden. Durch die rund 30-minütige Sperrungen wurde für eine schnelle und merkliche Entspannung auf dem Festgelände gesorgt. Die neu installierten Kameras und die eingesetzte KI-Technik sowie die optimierten Kommunikationswege zwischen Veranstalter, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Sicherheitsdiensten haben sich als wichtige Bausteine erwiesen. Darüber hinaus hat unsere Besucherlenkungs-Kampagne „How to Wiesn“, unter anderem mit dem Appell, die Wiesn unter der Woche zu besuchen, großen Erfolg gezeigt.“
Essen und Trinken: 6,7 Millionen Maß getrunken
Der Festbierkonsum stieg nach Angaben des Vereins der Münchner Brauereien um 2,7 Prozent und lag bei rund 6,7 Millionen Maß (2025: 6,5 Millionen). Das alkoholfreie Bier wurde um 10,7 Prozent mehr nachgefragt, das Weißbier um 12,6 Prozent. Der Absatz von alkoholfreien Getränken stieg um 10 Prozent. Beim Essen melden die großen Wiesnwirte ein Plus von zwei bis drei Prozent. Das klassische Hendl ist wieder im Aufwind, nachdem der Konsum in den vergangenen Jahren rückläufig war. Die Wirtinnen und Wirte loben die sehr schöne Stimmung. Die Umsätze bei den kleinen Wiesnzelten lagen auf Vorjahrsniveau, der Straßenverkauf war sehr gut.
Kein neuer Wiesn-Hit 2026
Ein wirklicher Hit hat sich nicht herauskristallisiert. Das Kinderlied „Gute Laune“ von GroßstadtEngel gehörte als Neuzugang neben den Klassikern wie „Hey Baby“, „Take me home, Country Roads“ oder Fürstenfeld“ zu den absoluten Publikumslieblingen.
Fundsachen: Rund 4.000 verlorene Gegenstände registriert
Bis Montag, 5. Oktober, wurden hochgerechnet rund. 4.000 Fundsachen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies voraussichtlich 500 weniger Fundsachen (-12 Prozent). Die nachfolgenden Zahlen basieren auf dem Stand vom 2. Oktober und berücksichtigen die zu erwartenden Fundstücke der kommenden drei besucherstarken Tage. Die meisten Fundsachen waren:
- 1.050 Kleidungsstücke (+/- 0 Prozent)
- 700 Geldbeutel (-15 Prozent)
- 450 Ausweise (- 15 Prozent)
- 250 Bankkarten (- 20 Prozent)
- 400 Handys/Smartphones (- 10%)
- 350 Brillen (+ 15 Prozent)
- 220 Schlüssel (- 30 Prozent)
- 180 Taschen, Rucksäcke und Beutel (+ 15 Prozent)
- 20 Schirme (- 70 Prozent)
- 30 Hüte (- 20 Prozent)
- 35 Uhren (- 10 Prozent), davon 25 Smartwatches
- 15 hochwertige Schmuckstücke (+/- 0 Prozent)
- 12 Paar Schuhe
Hochgerechnet konnten rund 850 Fundsachen an die Verlierer*innen ausgehändigt werden. Kuriose Fundsachen waren eine Knirschschiene, ein Geldbeutel mit 500 Euro und fünf Kreditkarten, ein Geldbeutel mit 18 Karten, eine Krücke sowie ein dicker Bildband über Tibet, der bis Freitag, 3. Oktober, noch nicht wieder abgeholt wurde. In der zweiten Woche wurde eine 1,80 Meter große Figur eines Imbiss-Standes im Fundbüro abgegeben. Weitere kuriose Fundsachen waren ein Akkordeon, ein Gebiss, eine Insulinspritze, ein Apple-iPhone 18 - nur wenige Tage nach Verkaufsstart des Modells - sowie ein Alkoholmessgerät.
Straßenverkauf und Schaustellerei
Die Mittagsangebote im Straßenverkauf wurden sehr gut angenommen. Insgesamt lag der Umsatz auf Vorjahresniveau, der Herzl- und Mandelverkauf verzeichnete eine Steigerung. Die Standbetreiber*innen sind zufrieden. Auch die Schausteller*innen loben die fröhliche und freundliche Stimmung auf dem Festplatz. Sie sind mit dem Verlauf sehr zufrieden, stellten aber eine Konsumzurückhaltung bei den Gästen fest. Die Wochenenden waren sehr gut besucht, zum Kindertag in der zweiten Woche kamen 57 Prozent mehr Gäste auf die Wiesn als im Vorjahr (2026: 422.000).
Rettungs- und Sicherheitskräfte: Einsatzzahlen auf dem Oktoberfest 2026 gestiegen
Alle Sicherheitsbehörden loben die Besonnenheit der Gäste und sind sich einig, dass sich das überarbeitete Sicherheitskonzept bezahlt gemacht hat. Auch die Durchsagen auf dem Festgelände sorgten für Klarheit und wurden als ausgezeichnetes Mittel der Besuchersteuerung gelobt.
Polizei
Die Polizei ist mit dem bisherigen Verlauf des Oktoberfests sehr zufrieden. Die Einsatzzahlen liegen mit rund 1.600 wegen der stark gestiegenen Gästezahlen erwartungsgemäß über dem Vorjahresniveau. Schwerpunkte bei den Delikten waren insbesondere Rauschgiftverstöße. Bis zum Zeitpunkt der Erhebung (Stand 3. Oktober) wurden 607.000 Euro an Sicherheitsleistungen hinterlegt.
Sanitätsstation
Die Aicher Ambulanz vermeldet eine deutliche Steigerung von 18,5 Prozent bei den Patientenzahlen. Auch dieser Anstieg lässt sich mit der deutlich erhöhten Zahl von Festgästen in diesem Jahr erklären. Das Einsatzgeschehen verlagerte sich bei dieser Wiesn daher auch vermehrt auf die Werktage. Die meisten Einsätze gab es am mittleren Samstag. Mit nur 1,1 Prozent ist die Quote der Abtransporte in die umliegenden Münchner Kliniken erfreulich gering.
Feuerwehr
Die Feuerwehr spricht von einer ruhigen Wiesn. Heuer gab es (Stand 3. Oktober) 13 Einsätze wie im Vorjahr, die meisten davon Hilfeleistungen. Die größten Einsätze waren der Einsatz beim tödlichen Unglück am Fahrgeschäft sowie beim Containerbrand am ersten Festsonntag am 27. September.
Sicherheitsdienste
Die von VESD-Mitgliedsunternehmen betreuten Zelt- und Schaustellerbetriebe ziehen eine positive Bilanz. Der Andrang in den Zelten war von Beginn an hoch und verteilte sich besser als im Vorjahr: Die Zelte füllten sich früher am Tag, mussten dafür seltener schließen. Das Publikum begegnete dem Sicherheitspersonal freundlich und umgänglich, die Maßnahmen bewegten sich im üblichen Umfang. Acht große Festzelte waren als SafeNow-Zonen eingerichtet, Verbandsmitglieder hatten dazu ihre Erfahrungen aus dem ersten Zelt eingebracht. Mehrere Mitgliedsunternehmen setzten erneut Bodycams ein. Rund 1.400 Sicherheitskräfte mit einer Schichtstärke von bis 730 Personen wurden entlang aller bekannten Positionen und Einsatzgebieten eingesetzt.
Jugendschutz
Der Jugendschutz hat dieses Jahr sechs verloren gegangen Kinder im Alter zwischen null und 13 Jahren betreut. Darüberhinaus wurden rund 160 Verstöße im Zusammenhang mit dem Jugendschutz registriert, am häufigsten wurden Eltern angesprochen, die deutlich nach 18 Uhr noch mit Kinderwagen unterwegs waren und zum Verlassen des Festgeländes aufgefordert. Bei 20 alkoholisierten Jugendlichen wurde für einen sicheren Heimweg gesorgt, ebenso für fünf alkoholisierte Elternteile und ihre Kinder.
Krug-Klau: Personal sammelt 105.000 Maßkrüge ein
Rund 105.000 Maßkrüge wurden vom Ordnerpersonal eingesammelt (2025: 112.000).
KVR-Lebensmittelüberwachung: Hoher Hygienestandard
Die Lebensmittelüberwachung des Kreisverwaltungsreferats war in diesem Jahr mit acht Lebensmittelkontrolleur*innen auf dem Oktoberfest vertreten. Auf dem Festgelände einschließlich der Oidn Wiesn unterlagen 396 Betriebe der regelmäßigen Überprüfung der Lebensmittelüberwachung. Insgesamt führte die Lebensmittelüberwachung auf dem Festgelände 1.158 Kontrollen durch und entnahm Proben von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen, darunter auch Bier und fertige Speisen. Festzustellen ist, dass die Lebensmittelbetriebe auf dem Oktoberfest einen hohen Hygienestandard haben.
TÜV und Planungsreferat: Keine nennenswerten Verstöße
Die Wiesn verlief bisher aus sicherheitstechnischer Sicht weitgehend ruhig. In den Fahrgeschäften waren die Besucherzahlen etwas höher als im Vorjahr. Die Zelte und Fahrgeschäfte werden zusammen mit dem TÜV wiederholt stichpunktartig auf die Einhaltung der Betriebsvorschriften überprüft. Nennenswerte Verstöße wurden bisher nicht festgestellt. Die Verletzungsmeldungen liegen deutlich unter den Zahlen der Vorjahre. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte für ein Verschulden der Betreiber*innen.
Gesundheitsreferat: Zufrieden mit Hygiene
Das Gesundheitsreferat ist sehr zufrieden mit der Trinkwasserhygiene, der Krugspülhygiene und der Sauberkeit in den öffentlichen Bereichen. So wurden in der zweiten Festwoche 115 Proben aus gereinigten Maßkrügen entnommen. Hier lag die Beanstandungsquote mit 1 Prozent unter dem Niveau der Vorjahre. Das Wasser an den Trinkbrunnen wurde täglich kontrolliert und war durchweg als hygienisch unbedenklich zu werten. Auch in den öffentlichen Sanitärbereichen wurden bei den stichpunktartigen Kontrollen in der zweiten Festwoche keine Auffälligkeiten festgestellt.
Referat für Klima- und Umweltschutz: Reibungsloser Ablauf
Das Referat für Klima- und Umweltschutz hat auch in diesem Jahr die Abnahme der Musikanlagen in den gastronomischen Großbetrieben sowie auf der Oidn Wiesn durchgeführt. Zusammenfassend verlief das diesjährige Oktoberfest aus Sicht des RKU reibungslos und ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Straßenreinigung: 93 Tonnen Müll entsorgt
Das Oktoberfest 2026 erforderte wieder einen umfangreichen Einsatz der Straßenreinigung des Baureferats. Insgesamt wurden heuer 92 Tonnen Müll (2025: 93 Tonnen) zusammengekehrt und abtransportiert; der Wasserverbrauch zur Säuberung der Verkehrsflächen auf dem Festgelände betrug insgesamt rund 1.800 Kubikmeter. Pro Nacht waren bis zu 30 Mitarbeiter*innen sowie ein großes Aufgebot an technischem Gerät im Einsatz. Im Anschluss an das Festgelände wurde täglich das Straßenumfeld gereinigt. Hier fielen etwa 54 Tonnen Müll (2025: 55 Tonnen) an.
Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM): Das Müllaufkommen auf der Wiesn
Die AWM erwarten zur Wiesn ein Gesamtaufkommen von voraussichtlich rund 1.015 Tonnen Müll nach den 16 Festtagen. Die voraussichtliche Gesamtmenge setzt sich wie folgt zusammen:
- 804 Tonnen Restmüll zur thermischen Verwertung
- 84 Tonnen Papier, Pappe und Kartonagen
- 127 Tonnen gemischter Glasbruch
Energie und Wasser: Die Bilanz der SWM
Der Stromverbrauch von rund 2,65 Millionen kWh liegt umgerechnet auf 16 Tage etwa 7 Prozent niedriger als 2025. Die höchste Tagesspitze wurde am Freitag, 24. September mit 11.471 kW um 19.15 Uhr gemessen. Der Wasserverbrauch liegt nach 16 Tagen bei rund 83 800 m³ und somit ca. 3,4 Prozent mehr als zur Wiesn 2025. Der Gasverbrauch liegt nach 16 Tagen Wiesn bei circa 129.651m³ und damit rund 10,3 Prozent unter dem Verbrauch von 2025. Der Verbrauch bei den Trinkwasserbrunnen liegt insgesamt nach 16 Tagen bei rund 198 Kubikmeter, somit eine Steigerung von circa 52,3 Prozent. (2025: 130 m³).
MVG und Deutsche Bahn: Hohes Fahrgastaufkommen
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Deutsche Bahn (DB) verzeichnen erneut ein hohes Fahrgastaufkommen. Der Fahrgastbetrieb verlief angesichts des wie zum Oktoberfest üblich erweiterten Verkehrsangebots und des umfangreichen Personaleinsatzes weitgehend reibungslos. Bei der MVG waren täglich mehr als 230 Mitarbeiter zusätzlich im Einsatz. Busse und Bahnen absolvierten während der Wiesn rund 9.000 zusätzliche Fahrten. Bei der Deutschen Bahn sorgten mehr als 500 zusätzliche oder verlängerte S-Bahn-Fahrten für eine reibungslose An- und Abreise.