Barrierefreie Wiesn

Überblick Wiesn, Foto: Exithamster
Foto: Exithamster

Gäste mit Handicap sind auf dem Oktoberfest herzlich willkommen. Wir haben einige Vorkehrungen getroffen, um Euch den Besuch zu erleichtern:

Behindertenparkplätze

  • Auf dem Südteil der Theresienwiese (Einfahrt über Hans-Fischer-Straße) stehen ausreichend Behindertenparkplätze für Personen mit blauem Parkausweis zur Verfügung und berechtigen zum kostenfreien Parken.

Mit U- und S-Bahn zur Wiesn

  • Alle U-Bahnhöfe um die Wiesn – also Theresienwiese, Schwanthalerhöhe, Goetheplatz, Poccistraße, Heimeranplatz – sowie der S-Bahnhof Hackerbrücke haben Lifte und sind für Mobilitätseingeschränkte geeignet. Auf der Seite MVG Zoom seht Ihr in Echtzeit, ob die Rolltreppen und Aufzüge der U-Bahn-Haltestellen funktionieren.

Mit dem Rolli ins Bierzelt

  • Alle Bierzelte und Festbetriebe haben Zugänge, die entweder ebenerdig oder mit Rampen versehen sind. In jedem großen Festzelt und Biergarten sind je mindestens 20 behindertengerechte Plätze eingerichtet (außer Käfer Wiesn Schänke und Weinzelt mit je 10 Plätzen innen und außen). Diese Plätze werden unter der Woche bis 17 Uhr, an Samstagen, Sonntagen und am Feiertag bis 14 Uhr ohne Reservierung für Rollstuhlfahrer und Begleitperson freigehalten. Danach können die Plätze nur für Rollstuhlfahrer und Begleitperson bei den Festwirten reserviert werden. Auch die kleinen Wiesnzelte bieten ein Kontingent mit Plätzen für Rollstuhlfahrer an. Achtung: Wenn die Zelte wegen Überfüllung geschlossen sind, können nur noch Gäste mit Reservierungen eingelassen werden - das gilt auch für Rollstuhlfahrer.

Barrierefreier Fahrspaß im Riesenrad, Autoskooter & Co

  • Das Münchner Oktoberfest hat eine besondere Attraktion für Menschen mit Handicap. Das große Riesenrad, Wahrzeichen der Münchner Wiesn, hat eine Rampe, über die Rolli- und Rollatorfahrer mit eigener Kraft bis zu den beiden für Rollstühle geeigneten Gondeln gelangen.
  • Selbst Fahren im Autoskooter? Die Autoskooter-Betriebe Distel (Schaustellerstraße 17), Geier (Bayern-Crash, Wirtsbudenstraße 100) und Steinhart (Schaustellerstraße 1) laden mit einer Rampe und Fahrzeugen mit Handgasbetätigung zum Rundfahrvergnügen ein.
  • Barrierefreien Zugang bieten die Geisterbahnen Geisterpalast (Straße 5 Nr. 3), Geisterschloss (Schaustellerstraße 20) und Fahrt zur Hölle (Straße E Nr. 4). Die Wiesn von oben lässt sich auf Aussichtsplattform von The Tower (Straße 3 Nr. 5) bestens betrachten. Auch Gäste mit Handicap können über einen barrierefreien Zugang mit Rampe und Lift bis zur 7. Etage die Aussicht genießen. Der Kettenflieger Jules Verne Tower (Schaustellerstraße 53) verfügt über einen Aufzug zu den Sitzplätzen. Wer rasant fahren will, erreicht den Freestyle über eine Rampe.
  • Auch für Kinder mit Behinderung ist gesorgt: Neben Rampen, mit denen Kinderfahrgeschäfte (Babyflug Straße 3 Ost Nr.12 und Matthias-Pschorr-Straße 51, Kinderkarussell Straße 5 Nr. 22 und Schaustellerstraße 34) ausgestattet sind, ist die Kindertraumschleife (Straße 4 Nr. 16) zusätzlich mit ein Beckengurt-Rückhaltesystem bestückt.

Barrierefreier Spielspaß an Schieß-, Spiel- und Wurfbuden

  • Der barrierefreie Zugang zu den Schieß- und Wurfbuden ist je nach der Beschaffenheit des Standplatzes durch Rampen gewährleistet. Ist eine niedrige Theke vorhanden (Schießhalle Eichel, Straße C Nr.2, Schießbude Kraus, Straße 3 Nr. 1, Schießbude Globus, Schaustellerstraße 10), können auch Rollifahrerinnen und -fahrer ihre Zielsicherheit testen.
  • Beim Altbayerischen Scherbenschießen (mobile Rampe, Schaustellerstraße 22) gibt es auf der niedrigen Theke eine Auflage für das Gewehr, um dessen Gewicht zu reduzieren, und die Mitarbeiter „unterrichten“ im Schießen.

 

Video: Barrierefrei auf der Wiesn

Schausteller

  • Die Schausteller sind gerne bereit, Hilfestellung zu leisten und auf Wünsche von Behinderten einzugehen – egal, ob es um die geeignete Haltung für einen Treffer an der Schießbude geht, oder die Rampe am Fahrgeschäft das Einsteigen erleichtert.

Behindertengerechte und für Rollstuhlfahrer geeignete Toiletten

  • Toiletten für Behinderte und für Rollstuhlfahrer findet Ihr im Servicezentrum Theresienwiese, am Wiesn-Eingang Esperantoplatz/Matthias-Pschorr-Straße (WC), auf der Oidn Wiesn, beim Riesenrad (Willenborg), in allen Festhallen und den meisten kleinen Wiesn-Zelten.
  • Alle Behindertentoiletten in den Festzelten entsprechen DIN 18024 Teil 2. Auf dem Behindertenparkplatz gibt es zusätzlich eine "Toilette für Alle", die neben dem Behinderten-WC auch eine Liege und einen Lifter enthält. Die Behinderten-Toiletten in den kleinen und großen Zelten sowie die 'Toilette für Alle' können mit dem sogenannten EURO-Schlüssel benutzt werden. Die Toiletten sind auch in der offiziellen Oktoberfest-App zu finden.

Rollstuhlservice

  • Die Gepäckaufbewahrungen an den Eingängen Hans-Fischer-Straße am Südteil der Theresienwiese und neben dem U-Bahnhof Theresienwiese auf Höhe des Kinderspielplatzes stellen jeweils zwei Rollstühle für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zur Verfügung. Dieser Service ist kostenlos. Eine Reservierung unter der Telefonnummer 0176/45751387 wird empfohlen.

Wiesn-Führungen

  • Mit individuellen Führungen für Behindertengruppen wird auf dem Oktoberfest ein besonderer Service angeboten. Nach Anmeldung (www.universum-oktoberfest.de) können große und kleine Leute mit Handicap Wiesn-Spaß erleben.

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Barrierefrei essen und trinken am Imbissstandl & Bierausschank
 

  • Auch hier gilt: Der barrierefreie Zugang zu Imbissstandln und Bierausschank ist je nach der Beschaffenheit des Standplatzes durch Rampen gewährleistet. „Wohin mit dem Teller Currywurst zum Essen?“, fragen sich oftmals Rollstuhlfahrer auf Volksfesten. Auf der Wiesn wird diese Frage zum Beispiel bei der Wurstbraterei Zum Gaumenschmaus (Wirtsbudenstraße 2) mit Rollstuhl gerechten Tischen beantwortet.
     
  • Diesen Service bieten ebenfalls an: „Crepes Stadl“ (Wirtsbudenstraße 74), Baumstriezelstand (Straße 1, Nr. 18), Kartoffelspezialitäten (Wirtsbudenstraße 106), Schlemmerhaus (Matthias-Pschorr-Straße 16), Suppenküche (Straße 1, Nr.5) und für einen Umtrunk Beim Biermann (Straße 1, Nr.7), im Alten Brauhaus (Matthias-Pschorr-Straße 54) sowie im Bierstüberl (Schaustellerstraße 57). Klappbare Tische in praktischer Höhe für Rollis finden sich zum Beispiel bei den Stehausschänken in der Schaustellerstraße 507 und 520 und bei der Fischbraterei Berger (Wirtsbudenstraße 59).
     
  • Um sich eine Brotzeit an einem der Feinkoststände zu kaufen, wird von Behinderten im Rolli begrüßt, wenn die Verkaufstheke niedrig liegt. An der Brotzeitalm (Straße 3 Ost, Nr. 6), dem Winter Fischhaus (Wirtsbudenstraße 1) und der Kartoffel-Hüttn (Matthias-Pschorr-Straße 24) wird das geboten. Das Lebkuchenherz als Souvenir kann bei der „Herzlmalerei“ mit niedriger Theke in der Schaustellerstraße 50 erstanden werden.


Special für blinde Wiesngäste
 

  • Bei der Fahrt zur Hölle (Straße E, Nr. 4) werden Sehbehinderte und Blinde auf Wunsch begleitet und bekommen die Gruselattraktionen erklärt. Im Laufgeschäft Dschungelcamp führen bei Bedarf speziell geschulte Mitarbeiter durch die Abenteuerwelt dieser Wiesn-Neuheit. Einige Fahrgeschäfte geben ihre Fahrpreise in Blindenschrift an.
     
  • Für blinde Wiesngäste bieten die Wirte folgender Festbetriebe Speisekarten in Braille-Schrift an: Ammer Hühner- und Entenbraterei, Biergarten des Familienplatzls, Café Schiebl, Festzelt Fischer Vroni, FischBäda, Glöckle Wirt, Hühner- und Entenbraterei Goldener Hahn, Wurst- und Hühnerbraterei Heinz und Poschner‘s Hühner- und Entenbraterei.
     
  • Bei diesen Imbissständen liegen für Blinde und Sehbehinderte Speisen- und Getränkekarten in Brailleschrift aus: „Brotzeitalm“ (Straße 3 Ost, Nr. 6), Wurstbraterei „Zum Gaumenschmaus“ (Wirtsbudenstraße 2) und beim Halbenmeter-Bratwurststand (Matthias-Pschorr-Straße 38). Eine Sortimentsliste in Blindenschrift gibt es bei „Angie's Herzlhütt'n“ (Matthias-Pschorr-Straße 40) und beim Süßwaren-Standl ZimmermannWeber (Straße 3, Nr. 17).
     
  • Der besondere Tipp: Liebhaber eines süßen Lebkuchenherzens erhalten bei Georg Rieger jun. (Straße 2, Nr. 14) Herzl-Variationen mit Aufschriften in Blindenschrift.

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