Gedenken an die Opfer des Oktoberfestattentats von 1980

Impressionen vom Gedenken 2017 an das Oktoberfest-Attentat, Foto: Archivbild 2017 (muenchen.de/Leonie Liebich)
Foto: Archivbild 2017 (muenchen.de/Leonie Liebich)

OB Dieter Reiter nimmt an Zeremonie teil

(26.9.2019) Vor 39 Jahren ereignete sich der schreckliche Anschlag am Haupteingang des Oktoberfests. Heute wurde in einer würdevollen Zeremonie der Opfer gedacht. Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter nahm als Hauptredner an der Gedenkfeier teil.

Forschungsprojekt zum Schicksal der Betroffenen

Zum 39. Jahrestag des rechtsextremen Oktoberfestattentats haben Überlebende, Angehörige und Vertreter aus Politik und Stadtgesellschaft am Donnerstag der Opfer gedacht und an bis heute ungeklärte Fragen erinnert. Am Haupteingang des Festgeländes legten sie Kränze nieder. An der Stelle hatte eine Bombe am 26. September 1980 zwölf Wiesngäste in den Tod gerissen, mehr als 200 wurden verletzt. Auch der Attentäter Gundolf Köhler starb, ehemals Anhänger der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann.

Bis heute seien die Tatumstände nicht restlos aufgeklärt, vor allem was Hintergründe und mögliche Drahtzieher aus rechtsextremistischen Kreisen anbelange, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter. „Einfach abfinden werden wir uns damit nicht. Das gebietet allein schon der Respekt vor den Todesopfern und Betroffenen.“ Die Stadt arbeite an einer Erweiterung der Informationen über die Tat an der Theresienwiese sowie an einem Forschungsprojekt zum Schicksal der Betroffenen.

Seit Ende 2014 ermittelt die Bundesanwaltschaft neu.„Wir wissen viel zu wenig über dieses im politisch hoch aufgeheizten Bundestagswahlkampf begangene politische Attentat, den blutigsten Terroranschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte", sagte ein weiterer Redner, der Journalist Ulrich Chaussy.

(dpa/muenchen.de)

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