Das Münchner Oktoberfestplakat

Bei der offiziellen Vorstellung des Wiesn-Plakats 2019 waren alle Beteiligten voll des Lobes für das Siegermotiv. Was der Jury und dem Kommissarischen Leiter des RAW, Kurt Kapp, besonders gut gefiel, erfahrt Ihr im Video.

Gesucht wird das offizielle Wiesn-Plakat 2020!

Oktoberfest-Plakatwettbewerb

Auch heuer sucht die Stadt München wieder das beste, kreativste und öffentlichkeitswirksamste Plakat für das Oktoberfest 2020. Professionelle Grafiker, Grafikdesigner, Künstler, Studierende der Kunstakademien und Fachhochschulen für visuelle Kommunikation und jeder, der einen Plakatentwurf zum Oktoberfest gemäß den technischen und inhaltlichen Vorgaben erstellen kann, sind eingeladen, am offenen Wettbewerb teilzunehmen. Ab dem 22. Oktober 2019 können die Entwürfe auf dieser Seite hochgeladen werden. Alle Infos

Plakat 2019: Modern, verspielt und von einer Münchnerin

Das Motiv für das Wiesnplakat stammte 2019 von einer gebürtigen Münchnerin! Mirjam Mößmer hat den Oktoberfest-Plakatwettbewerb 2019 mit einem weiß-blau-pink verspielten Entwurf gewonnen. Am 1.2.2019 wurde das Siegerplakat gekürt. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) hatte den Wettbewerb erneut online auf dem offiziellen Stadtportal muenchen.de ausgelobt.

Weiter unten gibt es das Siegerplakat und die weiteren Plätze in voller Größe zu sehen.

Großes Lob für das Siegerplakat von Mirjam Mößmer

Vorstellung des Wiesnplakats 2019: v.l.n.r. Platz 2, 1 und 3, Foto: muenchen.de / Leonie Liebich
Foto: muenchen.de / Leonie Liebich

Jedes Jahr wird es mit Spannung erwartet – am 1.2. wurde das Wiesnplakat 2019 bekannt gegeben! Kurt Kapp, Kommissarischer Leiter des Referates für Arbeit und Wirtschaft und der Juryvorsitzende Josef Thaler stellten das Motiv vor - und sparten nicht mit Lob. Das moderne München wurde im Plakat mit der Vielfalt unserer Traditionen verbunden, sagte Kapp: "Eine schöne Symbolik für die Stadt." Thaler ergänzte: "Ein solches Plakat gab es noch nie - eine wunderbare und sehr prägnante Darstellung der Insignien der Wiesn."

Was beide besonders freute: Mit Mirjam Mößmer konnte sich eine gebürtige Münchnerin durchsetzen. Ihr grafisches Plakat, das zahlreiche typische Wiesnsymbole vereint, ließ sage und schreibe 193 andere Entwürfe hinter sich.

Das preisgekrönte Motiv war nicht nur auf 10.000 Plakaten zu sehen sein, die für das größte Volksfest der Welt werben. Es war auch im Internet, auf Lizenzartikeln und dem offiziellen Serienmaßkrug abgebildet. Diese Reihe wurde 1978 begonnen und findet 2020 natürlich ihre Fortsetzung.

User von muenchen.de trafen online die Vorauswahl

Vorstellung des Wiesnplakats 2019, Foto: muenchen.de / Leonie Liebich
Foto: muenchen.de / Leonie Liebich v.l.n.r. Kurt Kapp (Kommissarischer Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft), Dr. Lajos Csery (Geschäftsführer Portal München GmbH), Josef Thaler, CommClubs Bayern e.V. und Vorsitzender der Plakatjury, Otto Seidl (Wiesn-Stadtrat)

Im Jahr 2019 fand der Wiesnplakat-Wettbewerb zum dritten Mal online auf muenchen.de statt und die User entschieden in einem Publikums-Voting, welche 30 Entwürfe in die finale Auswahlrunde gelangten. Eine Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern wählte nach der Vorauswahl den Siegerentwurf aus - ohne Kenntnis der Einsender.

Insgesamt 194 Entwürfe wurden hochgeladen. Kurt Kapp und Dr. Lajos Csery, Geschäftsführer des Stadtportals (Bild), freuten sich über die rege Beteiligung der Wiesnfans: Insgesamt haben 11.112 Teilnehmer beim Voting mitgemacht und insgesamt 31.607 Stimmen auf die Plakate verteilt - es waren Mehrfach-Votings möglich.

Seit 1952 schreibt die Landeshauptstadt München als Veranstalterin des Oktoberfests jährlich einen Wettbewerb für das Oktoberfestplakat-Motiv aus.

Gewinnerin 2019: Mirjam Mößmer, München

Wiesnplakat 2019: Platz 1, Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft
Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft

Der erste Platz ging 2019 an ein "waschechtes Münchner Kindl", freute sich Kurt Kapp. Mirjam Mößmer gewann mit einem grafisch anspruchsvollen Motiv in den Farben blau und pink. Das Besondere: Die Designerin traute sich nicht nur einen weißen Hintergrund auszuwählen, sondern baute neben den Wiesnklassikern auch ein paar ungewöhnliche Motive ein - wie ein Wildschein, mehrere Dackel und Schlüssel. Als Preisgeld erhielt sie für den 1. Platz 2.500 Euro.

Auch die Ausbildung der Preisträgerin verlief ganz münchnerisch: Bereits nach dem Abitur nahm Mirjam Mößmer Unterricht an der Schwanthaler Kunstschule sowie an der Malschule am Glockenbach. Die Künstlerin Emese Zavory, Förderpreisträgerin der Landeshauptstadt München, zählte zu ihren Lehrenden. Nach dem Studium für Kommunikations-Design an der Fachhochschule München, die sie mit einem Diplom abschloss, machte sich Mirjam Mößmer als freie Kommunikations-Designerin selbständig. Seit 2012 leitet sie ein eigenes Design-Büro in ihrer Heimatstadt.

Zweiter Platz: Jörg Lachenmeyer, Arth (CH)

Wiesnplakat 2019: Platz 2, Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft
Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft

Der zweitplatzierte Entwurf stammte von Jörg Lachenmeyer, der für sein dynamisch-buntes Motiv ein Preisgeld von 1.250 Euro bekam.

"Eine fröhliche Darstellung, die fast an naive Malerei erinnert und auf einer Welle der Heiterkeit schwimmt", beschrieb Josef Thaler das Motiv. Auch die "beinahe expressionistischen Züge" des Entwurfs konnten die Jury überzeugen und brachten dem Schweizer immerhin den zweiten Platz ein.

Dritter Platz: Kirsten Lauterbach, München

Wiesnplakat 2019: Platz 3, Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft
Foto: Referat für Arbeit und Wirtschaft

Noch eine zweite Münchnerin schaffte es auf das Treppchen - mit einer "sehr stimmungsvollen Nachtsituation und einem gelungenen Schrifttypus", so Josef Thaler zur Jurybegründung.

Kirsten Lauterbach wurde für ihren drittplatzierten, leuchtenden Entwurf mit 500 Euro prämiert.

 

 

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