Was Ihr im Lehel immer machen könnt

Der St.-Anna-Platz im Lehel im Sommer, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read Der St.-Anna-Platz ist einer der schönsten Münchner Plätze - und liegt im Lehel

So schön ist das Lehel: Plätze, Museen, Cafés und mehr

Schicke Wohnlage und der Englische Garten: Diese Zusammenfassung wird dem Lehel in keinster Weise gerecht! Denn das Viertel ist ebenso schön wie vielseitig, wie unsere Tipps beweisen.

Echtes Piazza-Flair am St.-Anna-Platz erleben

Mit Plätzen ist es in München ja manchmal so eine Sache - dann verbirgt sich hinter der Bezeichnung kaum mehr als eine große Straßenkreuzung. Beim St.-Anna-Platz im Lehel (Foto oben) könnt Ihr aber sicher sein, eine Piazza im allerbesten Sinn vorzufinden. An diesem Ort weht eindeutig ein italienischer Wind. Vor der schönen Pfarrkirche St. Anna und gegenüber des gleichnamigen Klosters sitzt man unter großen Sonnenschirmen bei Pizza, Vino oder einem Kaffee und genießt nichts weniger als das Leben. Nur wenige Autos fahren vorbei, so dass auch mal Kinder auf der Straße spielen können. Und sogar kulturell ist was geboten: Am Haus mit der Nummer 2 erinnert eine Gedenktafel an den berühmten Autor Lion Feuchtwanger, der hier aufgewachsen ist.

Monumentale Architektur bestaunen

Das Gebäude der Regierung von Oberbayern, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

Packt das Weitwinkelobjektiv ein! Das braucht Ihr, wenn Ihr die Regierung von Oberbayern komplett aufs Bild bekommen wollt. Denn das Gebäude an der Maximilianstraße ist stolze 180 Meter lang. Mit seiner monumentalen Pracht ist der 1864 von Star-Architekt Friedrich Bürklein vollendete Bau aber nicht allein im Lehel.  Auch das Haus der Kunst ist nicht gerade bescheiden dimensioniert und ein Hingucker erster Güte. Und im Lehel dürfen bei einer solchen Auflistung natürlich die Lukaskirche und das geschichtsträchtige Isartor nicht fehlen - auch wenn letzteres im Vergleich fast schon filigran daherkommt.

Eine der schönsten Münchner Kirchen würdigen

Kirche St. Lukas an der Isar, Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann

Sie geht durchaus als Wahrzeichen des Lehels durch, und das verwundert kaum. Denn schon die Lage der evangelischen Kirche St. Lukas ist schwer zu toppen: Sie thront direkt am Isarufer und ist ein echter Blickfang vom gegenüber liegenden Ufer aus. Doch auch auf der anderen Seite, am Mariannenplatz, gibt der Backstein-Bau eine ziemlich imposante Figur ab. 64 Meter hoch ist die Kuppel und die beiden Türme sind auch kaum zu übersehen. Schaut unbedingt auch mal den Innenraum an, der zu besonderen Anlässen, etwa bei Konzerten, schön ausgeleuchtet wird.

Schöne Cafés und Bars entdecken

Café Dukatz im Lehel, Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich

Ein so entspanntes und ruhiges Viertel wie das Lehel ist wie geschaffen für nette Cafés. Und die findet Ihr hier natürlich auch! Die Patisserie Dukatz am St.-Anna-Platz hat neben Kaffee auch alle möglichen französischen Leckereien im Angebot. Italienisches Flair gibt es ums Eck bei La Stanza. Eine besondere Café-Erfahrung bekommt Ihr bei Fräulein Grüneis im Englischen Garten, nur wenige Meter hinter dem Bayerischen Nationalmuseum, wo schon mal ein durchnässter Eisbach-Surfer vorbeischaut, um sich zu wärmen. Apropos Museum: Die zahlreichen Museen im Stadtteil geizen natürlich auch nicht mit Café-Angeboten. Ein besonderer Tipp ist die Goldene Bar im Haus der Kunst - so stilvoll trinkt Ihr Euren Kaffee wirklich selten. Im Sommer auf der Terrasse mit Blick ins Grüne...

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Wunderschöne Fassaden bewundern

Fassade in der Liebherrstraße im Lehel, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read Malerische Fassaden gibt es im Lehel einige - so wie hier in der Liebherrstraße

Das Lehel ist nicht zufällig eines der exklusivsten Münchner Wohnviertel: Zentrumsnah und dann auch noch mit so vielen schönen Gründerzeithäusern gesegnet! Besonders im südlichen Teil des Viertels rund um die Kirche St. Lukas reiht sich ein Hingucker an den nächsten. Spaziert doch mal zwischen Mariannenplatz, Liebherrstraße, Kanalstraße und Thierschstraße umher und ihr werdet staunen! Aber auch an anderen Orten bietet das Lehel tolle Fotomotive. Richtig schräg-verspielt zeigt sich etwa die Fassade des Hotel Opéra am St.-Anna-Platz.

Varieté-Kultur im GOP erleben

GOP Theater im Lehel, Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/ Leonie Liebich

Wenn Ihr heute im GOP Artisten, Tänzer und Varieté-Komödien seht, dann  befindet Ihr Euch quasi auf historischem Boden. Denn bis 2007 gab es hier die "Kleine Komödie am Max II", die jahrzehntelang ein fester Bestandteil der Münchner Theaterszene war. Unter anderem traten Heinz Rühmann, Johannes Heesters und Uschi Glas auf den Brettern, die die Welt bedeuten auf. Mit dem GOP Varieté-Theater ist ein modernerer Touch in das Gebäude auf Höhe des Max-II-Denkmals eingezogen. Beste Unterhaltung ist aber immer noch garantiert - nicht zuletzt weil zu den Vorführungen auch immer Speisen und Getränke serviert werden.

In urigen Wirtshäusern eine frische Maß trinken

Tattenbach, Foto: Tattenbach
Foto: Tattenbach

Das Tattenbach steht nicht zufällig unter Denkmalschutz: Fresken und Gemälde an den Wänden, Lederhosen an der Decke, rustikale Holzeinrichtung - hier findet Ihr alles, was ein echtes bayerisches Wirtshaus braucht. Noch dazu liegt es in bester Lage direkt beim Thierschplatz. Und weil das Lehel so schön klein ist, wartet nur wenige Meter die Straße runter mit dem Liebighof gleich das nächste urige Wirtshaus. In der Nähe der Kirche St. Lukas gibt es mit dem Mariannenhof sogar noch ein drittes gemütliches Bierhaus, in dem die Abende erstaunlich schnell verfliegen.

Sich ständig neu in den Englischen Garten verlieben

Wasserfall im Englischen Garten, Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann

Schon gewusst? Verwaltungstechnisch gehört der Südteil des Englischen Gartens zum Lehel. Passt ja auch irgendwie - ein schönes Viertel verdient einen einmalig schönen Park. Dabei muss es gar nicht immer der Chinesische Turm oder der Monopteros sein. In den Englischen Garten kann man sich an so vielen Stellen immer wieder neu verlieben. Ihr müsst Euch dazu nur wenige Meter von der Eisbachwelle aus hineinwagen. Beim Kiosk Fräulein Grüneis entspannt Ihr bei Limo oder Bier, am Japanischen Teehaus könnt Ihr Gänse beobachten, und dann sind da noch die mächtig rauschenden Wasserfälle in direkter Nähe. Einfach mal hinsetzen, die Augen schließen und den Sound wirken lassen. Wer würde da nicht gerne im Lehel wohnen, wo diese Kulisse quasi vor der Haustür liegt?

Auf einen Kulturspaziergang gehen

Bayerisches Nationalmuseum

Lässt man mal die Maxvorstadt mit ihrem Museumsviertel außen vor, kann wohl kein anderes Münchner Stadtviertel mit einer solchen Museen-Dichte aufwarten. Denn das Lehel versammelt auf kleiner Fläche ein ganzes Füllhorn an Kultur-Highlights. Ihr könnt ohne weiteres einen Spaziergang vom Haus der Kunst zum Bayerischen Nationalmuseum, weiter zur Sammlung Schack und von dort - mit Zwischenstopp im Kunstfoyer - zum Museum Fünf Kontinente machen. Danach seid Ihr nicht mal durchgeschwitzt, aber um unschätzbare Sinneseindrücke reicher. Das gibt es so nur im Lehel.

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