So schön ist der Englische Garten in München

Monopteros, Eisbach-Welle und vieles mehr

Der Englische Garten ist Münchens größter Park. Hier locken unter anderem der berühmte Monopteros und Surferwellen.

Der Englische Garten im Überblick

Der Englische Garten gehört weltweit zu den größten innerstädtischen Parks und ist sogar größer als der Central Park in New York:

  • Lage und Größe: Er misst 375 Hektar und zieht sich vom Altstadtring bis in den Münchner Nordosten am Westufer der Isar entlang.
  • Events: Kocherlball und Japanfest im Juli, Christkindlmarkt am Chinesischen Turm im Dezember.

Must Do's: 

  • Die Panoramaaussicht vom Monopteros genießen
  • Den Surfern auf den zwei Eisbachwellen zuschauen
  • Den Chinesischen Turm anschauen
  • Am Kleinhessloher See entspannen

Kommt mit auf eine Tour durch den Englischen Garten >>

Sehenswertes: Monopteros, Chinesischer Turm, Japanisches Teehaus

Herbstlicher Monopteros

In Münchens grüner Lunge könnt ihr wunderschöne Plätze, Bauwerke und die Altstadt-Skyline bestaunen:

  • Den wohl besten Ausblick gibt es vom Monopteros: Der tempelartige Rundbau wurde 1836 samt Hügel in die südliche Parklandschaft eingefügt. Der Panoramablick über München ist umwerfend – einfach hinsetzen und genießen!
  • Das vielleicht bekannteste Bauwerk im Englischen Garten ist der Chinesische Turm. Der Pagodenbau im kaiserlich-chinesischen Stil ragt 25 Meter in die Höhe und geht auf einen Entwurf von 1789 zurück. Mehrmals brannte der Turm aus, er wurde aber jedes Mal originalgetreu wiederaufgebaut. Gleich nebenan gibt es für die Kleinen ein Kinderkarussell im Biedermeier-Stil mit Kutschen, Wagen, Schlitten und 20 geschnitzten Holz-Tieren.
  • Erst 1972 entstand das Japanische Teehaus. Am Südende des Parks steht es auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach. Japan-Fans treffen sich dort regelmäßig zur traditionellen Teezeremonie.
  • Hinter dem Chinesischen Turm steht das Rumfordschlössl, ein klassizistisches Gebäude aus dem Jahr 1791. Es wird heute als Natur- und Kulturtreff für Jugendliche genutzt.

Sport- und Freizeitparadies für Surfer, Jogger & Co.

Eisbach-Surfer, Foto: muenchen.de/ Mónica Garduño
Foto: muenchen.de/ Mónica Garduño
  • Der Englische Garten ist ein Freizeit-Traum für alle Hobby-Sportler: Radlfahrer*innen und Jogger*innen trainieren auf 78 Kilometer Wegen. Im Frühling, Sommer und Herbst spannen die Seiltänzer zwischen Bäumen ihre Slacklines, Frisbee-Spieler*innen werfen ihre Scheiben und Hobbykicker*innen treffen sich zum Fußball.
  • Nicht unbedingt Profis, aber doch Könner solltet ihr aber sein, wenn ihr euch am südlichen Ende in den Eisbach aufs Surfbrett wagt. Dort zeigen die Surfer*innen zu jeder Jahreszeit ihre Kunststücke im kalten Wasser – und das unter den Augen vieler Zuschauer*innen.
  • Mal lebendig, mal entspannt geht's am Kleinhesseloher See an der Grenze zum nördlichen Englischen Garten zu. Der See ist zwar nicht zum Schwimmen geeignet, aber mit dem Ruder- oder Tretboot könnt ihr einen perfekten Tag auf dem Wasser verbringen. Nicht nur im Sommer sitzen hunderte Menschen am Ufer.
  • Im nördlichen Teil des Parks seht ihr immer wieder Gruppen beim Yoga oder Thai Chi. Auch alle Pferdeliebhaber*innen werden glücklich, denn neben einer Auswahl an Reitwegen befindet sich die Universitätsreitschule hier.

Badeverbot im Eisbach und an der Floßlände

Das Surfen an der Eisbachwelle nahe des Hauses der Kunst ist im Sommer 2010 legalisiert worden. Allerdings gilt diese Erlaubnis nur für geübte Surfer*innen – weniger geübte Sportler*innen können sich an der Floßlände testen. Dabei erfolgt das Surfen auf eigene Gefahr.
Das Schwimmen und Baden ist im gesamten Eisbach nicht erlaubt, ebenso an der Floßlände.
Wo Schwimmen in der Isar erlaubt ist
Bade- und Bootverordnung der Stadt München

4 Gründe, warum wir den Englischen Garten lieben

Englischer Garten, Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher
Foto: muenchen.de/Anette Göttlicher

1. Der Monopteros ist gleichermaßen bekannt und beliebt –völlig zu Recht: die Aussicht von oben ist grandios  (Foto) und bei Sonnenschein und Herbstfarben macht die Silhouette der Altstadt gleich noch mehr her. Vom Monopteros aus seht ihr den Englischen Garten in seinen schönsten Facetten.

2. An der Surferwelle sind das ganze Jahr über viele Wellenreiter*innen auf ihren Brettern unterwegs und schrecken nicht vorm kalten Wasser zurück. Ihr mögt es doch lieber idyllisch? Na gut, ihr könnt euch als Alternative auch zu den Wasserfällen in der Nähe der Eisbachwelle begeben. Dort ist es ruhiger und ihr könnt auf einer der Bänke einen Sonnenplatz suchen.

3. Der ultimative Tipp zum Runterkommen ist der Spaziergang bis zur Isar und dort entlang zum Stauwehr Oberföhring: unendliche Weiten und die Isar in voller Größe - in anderen Städten müssen Menschen für so etwas weit fahren, ihr habt's direkt vor der Haustür.

4. Und wenn ihr es etwas romantischer wollt, nehmt euch Zeit und spaziert durch den Nordteil des Englischen Gartens bis zum sogenannten Schwammerlweiher mit seiner kleinen Insel. Einfach am Oberstjägermeisterbach entlang, dann ist der Weiher nicht zu verfehlen. Wer hier noch eine Spur von Alltagsstress entdeckt, darf ihn behalten.

Impressionen vom Englischen Garten

Events: Japanfest, Kocherlball und Weihnachtsmarkt

Kocherlball am Chinesischen Turm, Foto: Exithamster
Foto: Exithamster
  • Ein Top-Ereignis ist der Kocherlball am Chinesischen Turm, der einmal jährlich meist an einem Sommersonntag im Juli zwischen 6 und 10 Uhr morgens stattfindet. Der Trachtenball geht zurück auf eine Tradition Münchner Hausangestellter, die sich vor der Arbeit zum Tanz trafen.
  • Laienschauspieler führen an den Sommer-Wochenenden im nördlichen Englischen Garten regelmäßig Theaterstücke unter freiem Himmel auf. In das Amphitheater nahe der Studentenstadt bringen Zuschauer auch Picknick und Lampions mit.
  • Im Japanischen Teehaus im Südteil gibt es regelmäßig traditionelle Teezeremonien und am dritten Sonntag im Juli steigt rund ums Teehaus das "Japanfest".

Süd- und Nordteil: Was ist der Unterschied?

Schafe grasen im Nordteil des Englischen Gartens, Foto: muenchen.de/Saskia Ziegler
Foto: muenchen.de/Saskia Ziegler

Unterteilt ist der Park in den belebten Südteil und den eher ruhigen Nordteil. Der Südteil ist das Areal von der Prinzregentenstraße bis zum Mittleren Ring. 

Wer beim Spazierengehen, Joggen oder Radfahren gerne seine Ruhe haben will, den verschlägt es meist in den Nordteil ab dem Mittleren Ring bis nach Freimann hinauf. Hier erlebt ihr den Park mit seinen wilden Wiesen alles andere als hektisch und an manchen Tagen auch eingenommen von einer Schafherde. 

Übrigens: Am 28.6.2017 hat die Vollversammlung des Stadtrats beschlossen, die konkreten Planungen für einen 390 Meter langen Tunnel unter dem Isarring aufzunehmen. Die Straße, die den Englischen Garten in zwei Teile trennt, soll unter der Erde verschwinden.

Geschichte des Englischen Gartens

Schlittschuhläufer auf dem Kleinhesseloher See im Englischen Garten, Januar 1908., Foto: Georg Pettendorfer / © Stadtarchiv München / Courtesy Schirmer/Mosel www.schirmer-mosel.com
Foto: Georg Pettendorfer / © Stadtarchiv München / Courtesy Schirmer/Mosel www.schirmer-mosel.com

Über zwei Jahrhunderte hinweg wurde der Englische Garten laufend verändert, immer wieder kamen neue Gebäude und Grünanlagen hinzu – zum Beispiel die Hirschau oder der alte Militärgarten.

Alles begann 1789, als Kurfürst Karl Theodor den Auftrag gab, an der Isar einen öffentlichen Park anzulegen. Er sollte der Armee Erholung bieten – wurde dann aber 1792 als Volkspark für die damals rund 40.000 Münchener Bürger eröffnet.

Für die ursprüngliche Gestaltung des Parks sind der aus Amerika stammende Benjamin Thompson, der spätere Reichsgraf von Rumford, sowie der Schwetzinger Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell verantwortlich.

Den Namen "Englischer Garten" erhielt der Park, weil er nicht als minutiös geometrisch ausgelegter Französischer Barockgarten, sondern im Stile eines Englischen Landschaftsparks angelegt wurde.

Zuständig für die Verwaltung des Englischen Gartens ist die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

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