Münchens Shoppingmeile zwischen Stachus und Marienplatz

Fußgängerzone München: Neuhauser Straße & Kaufingerstraße

Vom Karlstor bis zum Marienplatz verbindet Münchens zentrale Einkaufsachse einen Bummel mit Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Neuhauser Straße und Kaufingerstraße bilden den bekanntesten Teil der Münchner Fußgängerzone. In einer der meistfrequentierten Straßen Deutschlands findet ihr Kaufhäuser, Modegeschäfte, Cafés und Restaurants.

Adresse und Öffnungszeiten

Kaufingerstraße 1 , 80331 München

Die Fußgängerzone in der Münchner Innenstadt
Shutterstock/1094248040

Das Wichtigste im Überblick

  • Wo? In der Münchner Altstadt, zwischen Karlstor am Karlsplatz (Stachus) und Marienplatz
  • Was? Zentrale Einkaufsachse innerhalb der größeren Altstadt-Fußgängerzone, mit Kirchen und kurzen Wegen zu weiteren Sehenswürdigkeiten
  • Strecke: Vom Karlstor bis zum Marienplatz weniger als ein Kilometer; weitere Fußgängerbereiche zweigen in der Altstadt ab.
  • Anfahrt: Karlsplatz (Stachus) mit S-Bahn, U4/U5 und Tram; Marienplatz mit S-Bahn und U3/U6
  • Gut zu wissen: Radfahren ist von 21 bis 9 Uhr erlaubt; von 9 bis 21 Uhr müsst ihr das Fahrrad schieben.

Einkaufen und bummeln: So verläuft die Fußgängerzone

Durch das Karlstor geht es vom Stachus in die Neuhauser Straße. Folgt ihr ihr stadteinwärts, erreicht ihr die Kreuzung mit Augustinerstraße und Färbergraben. Dort beginnt die Kaufingerstraße, die bis zum Marienplatz führt.

Große Handelsketten und Kaufhäuser prägen den Straßenzug. Traditionsgeschäfte, kleinere Läden und Gastronomie ergänzen das Angebot. Auch die Seitenstraßen lohnen einen Blick, wenn ihr zwischendurch etwas essen oder den Bummel durch die Altstadt fortsetzen möchtet. Vor allem samstags wird es auf der Einkaufsachse voll.

👉 An der Kreuzung mit Augustinerstraße und Färbergraben geht die Münchner Neuhauser Straße in die Kaufingerstraße über.

Museen, Kirchen und weitere Sehenswürdigkeiten

Wildschwein vor dem Jagd- und Fischereimuseum
Jagd- und Fischereimuseum
Das Wahrzeichen des Jagd- und Fischereimuseums: das bronzene Wildschwein

Zwischen den Schaufenstern entdeckt ihr ein Museum zur Jagd und Fischerei, Kirchen, Brunnen und historische Gebäude. Diese Sehenswürdigkeiten liegen am Weg oder in der Nähe; an der Alten Akademie und am Richard-Strauss-Brunnen schränkt die Baustelle den Besuch ein:

  • Karlstor: Das erhaltene Stadttor markiert den westlichen Eingang in die Fußgängerzone. Im Hauptbogen entdeckt ihr die sogenannten Kragenköpfe – Darstellungen bekannter Münchner Persönlichkeiten.
  • Brunnenbuberl: Direkt hinter dem Karlstor an der Neuhauser Straße steht der kleine Figurenbrunnen des Bildhauers Mathias Gasteiger. Ursprünglich wurde er 1895 am Stachus aufgestellt; seit 1971 hat er seinen Platz in der Fußgängerzone.
  • Bürgersaalkirche: Hinter der Barockfassade an der Neuhauser Straße 14 liegen eine Ober- und eine Unterkirche. In der Unterkirche befindet sich das Grab des seligen Pater Rupert Mayer. Das angeschlossene Kongregationsmuseum erinnert unter anderem an sein Leben und seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
  • St. Michael: Die Renaissancekirche steht direkt an der Neuhauser Straße. In ihrer Wittelsbachergruft ruht König Ludwig II.
  • Alte Akademie: Das ehemalige Jesuitenkolleg neben St. Michael gehört zu den Renaissancebauten der Münchner Altstadt. Später nutzten wissenschaftliche Einrichtungen den Gebäudekomplex. Zum Ensemble zählt auch das frühere Kaufhaus Hettlage mit seiner Fassade aus den 1950er-Jahren. Die Alte Akademie wird derzeit umgebaut und ist kein regulär zugängliches Besichtigungsziel.
  • Richard-Strauss-Brunnen: Hans Wimmer gestaltete die Brunnensäule vor der Alten Akademie mit Szenen aus der Oper „Salome“. Wegen der Baustelle ist der Brunnen derzeit nicht frei zugänglich; als Besichtigungsstopp könnt ihr ihn aktuell nicht einplanen.
  • Deutsches Jagd- und Fischereimuseum: An der Neuhauser Straße 2 führt ein bronzenes Wildschwein zum Museum in einer ehemaligen Kirche. Ausstellungen erzählen von Jagd, Fischerei und heimischen Tieren. Die interaktiven Bereiche „Waldpfad“ und „Wasserwelten – Fischgeschichten“ machen das Haus auch für Familien interessant.
  • Frauenkirche: Nur wenige Schritte von der Kaufingerstraße entfernt steht der spätgotische Dom mit seinen beiden Türmen und den markanten Hauben. Im Inneren entdeckt ihr den sagenumwobenen Teufelstritt und das prunkvolle Denkmal für Kaiser Ludwig den Bayern. Vom Südturm blickt ihr über die Dächer der Altstadt und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Der Kirchenbesuch ist kostenlos, für den Turmaufstieg braucht ihr ein Ticket.
  • Marienplatz: Am östlichen Ende der Kaufingerstraße öffnet sich Münchens zentraler Platz. Die neugotische Fassade des Neuen Rathauses, das Alte Rathaus, die Mariensäule und der Fischbrunnen erzählen von der Stadtgeschichte. Beim Glockenspiel im Rathausturm ziehen Ritter ihre Runden und die Schäffler tanzen. Wer die Altstadt von oben sehen möchte, besucht den Rathausturm oder den nahen Alten Peter; zum Viktualienmarkt sind es ebenfalls nur wenige Schritte.

👉 An der Münchner Neuhauser Straße liegen das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum, die Bürgersaalkirche und die Renaissancekirche St. Michael direkt an der Einkaufsachse

Seitenstraßen und kleine Gassen: Abstecher vom Einkaufsbummel

Polizeimuseum München
muenchen.de/Michael Hofmann
Münchner Polizeipräsidium in der Ettstraße

Schon wenige Schritte neben der Einkaufsachse erreicht ihr weitere Altstadtstraßen. Manche führen zum Dom, andere verbinden die Fußgängerzone mit benachbarten Vierteln. Für einen Abstecher bieten sich diese Wege an:

  • Ettstraße: Sie zweigt von der Neuhauser Straße nach Norden ab. In der Ettstraße 2 sitzt das Polizeipräsidium München. Nur der südliche Anfang der Straße gehört zur Fußgängerzone – der Weg zum Präsidium führt über diesen Bereich hinaus.
  • Augustinerstraße: An der Grenze zwischen Neuhauser Straße und Kaufingerstraße führt sie nach Norden in Richtung Frauenplatz und Frauenkirche.
  • Liebfrauenstraße: Ein kurzer Zugang von der Kaufingerstraße zum Frauenplatz. So könnt ihr den Einkaufsbummel direkt mit einem Besuch am Dom verbinden.
  • Sporerstraße, Filserbräugasse und Albertgasse: Die kleinen Gassen verbinden den Frauenplatz mit der Weinstraße. Sie liegen etwas abseits der Hauptachse und eignen sich für eine Runde um die Frauenkirche.
  • Kapellenstraße: Neben der Alten Akademie zweigt sie von der Neuhauser Straße nach Norden in Richtung Maxburg ab.
  • Eisenmannstraße: Von der Neuhauser Straße führt sie nach Süden zum Altheimer Eck. Auch hier reicht die Fußgängerzone nur in den Anfang der Seitenstraße hinein.
  • Färbergraben und Fürstenfelder Straße: Beide führen von der Einkaufsachse nach Süden in Richtung Sendlinger Straße. Sie gehören nur abschnittsweise zu den Fußgängerbereichen.

👉 Von der Münchner Neuhauser Straße führt die Ettstraße zum Polizeipräsidium; Liebfrauenstraße und Augustinerstraße verbinden die Einkaufsachse mit dem Frauenplatz.

Was gehört zur Fußgängerzone in der Münchner Altstadt?

Marienplatz
Cafe am Marienplatz
Marienplatz - die Kaufingerstraße beginnt am Baum

Mit „der Fußgängerzone“ meinen viele die Einkaufsachse zwischen Stachus und Marienplatz. Tatsächlich verteilen sich die Fußgängerbereiche auf ein größeres Netz von Straßen, Gassen und Plätzen:

  • Richtung Süden: die Sendlinger Straße zum Sendlinger Tor sowie Fußgängerbereiche am Rindermarkt und am St.-Jakobs-Platz.
  • Richtung Norden: die Weinstraße und Theatinerstraße sowie Fußgängerbereiche an der Residenzstraße und vor der Feldherrnhalle.
  • Rund um den Dom: der Frauenplatz mit angrenzenden Gassen und Verbindungen zu den Einkaufsstraßen.
  • Beim Alten Peter und weiter östlich: der Petersplatz, der Viktualienmarkt und weitere Fußgängerbereiche etwa am Platzl und in der Orlandostraße.

Nicht jede genannte Straße gehört auf ihrer gesamten Länge dazu. An den Übergängen können wieder Fahrzeuge unterwegs sein. Auch innerhalb der Fußgängerbereiche unterscheiden sich die Regeln: Die nächtliche Radfahrfreigabe der Einkaufsstraßen gilt beispielsweise nicht für die als Gehweg beschilderte Marktfläche des Viktualienmarkts.

👉 Zur Münchner Altstadt-Fußgängerzone gehören neben Neuhauser Straße und Kaufingerstraße auch die Sendlinger Straße, die Theatinerstraße sowie Fußgängerbereiche rund um Frauenplatz und Viktualienmarkt.

Deutschlands meistfrequentierte Einkaufsstraßen

Die Kaufingerstraße belegte im bundesweiten Passantenfrequenz-Ranking für das Gesamtjahr 2025 den ersten Platz, die Neuhauser Straße den zweiten. An den Messstellen wurden rund 28,97 Millionen Passagen in der Kaufingerstraße und 28,24 Millionen in der Neuhauser Straße erfasst. Die Zahlen erfassen Durchgänge an den jeweiligen Messstellen. Wer mehrmals vorbeigeht, wird auch mehrmals gezählt. Die beiden Werte ergeben deshalb keine gemeinsame Zahl unterschiedlicher Besucher*innen.

👉 Kaufingerstraße und Neuhauser Straße in München belegten im bundesweiten Ranking der Passantenfrequenzen 2025 die Plätze eins und zwei.

Veranstaltungen: Christkindlmarkt, Krampuslauf und Fasching

Leuchtende Schäfflerfiguren in der Altstadt
Michael Hofmann
Leuchtende Schäfflerfiguren in der Fußgängerzone im Advent

Im Advent und im Fasching verändert sich der Alltag zwischen Stachus und Marienplatz: Marktstände, Bühnen und Umzüge ziehen viele Menschen in die Fußgängerzone.

  • Münchner Christkindlmarkt: Der Markt rund um den Marienplatz erstreckt sich auch in die Kaufingerstraße und Neuhauser Straße. Vor St. Michael gehört das gemeinsame Singen unterm Christbaum zum Adventsprogramm. Der Kripperlmarkt liegt beim Alten Peter.
  • Krampuslauf: Krampusse und Perchten ziehen während des Christkindlmarkts durch die Altstadt. 2026 führt die Strecke vom Frauenplatz beziehungsweise der Augustinerstraße durch die Kaufingerstraße und weiter über den Färbergraben. Der Lauf findet am 13. Dezember von 15 bis 17 Uhr statt.
  • München narrisch: Von Faschingssonntag bis Faschingsdienstag wird zwischen Stachus und Marienplatz Straßenfasching gefeiert. Zum Programm gehören Musik, Tanz und Auftritte der Faschingsgesellschaften. Für 2027 ist die Veranstaltung vom 7. bis 9. Februar geplant.
  • Faschingsumzug der Damischen Ritter: Wagen, Musikkapellen und kostümierte Gruppen ziehen durch die Altstadt. Für 2027 ist der Zug am 31. Januar ab 13:13 Uhr angekündigt; die veröffentlichte Route führt vom Isartor über das Rosental in die Kaufingerstraße. Anschließend folgt Bühnenprogramm am Marienplatz.

Termine, Laufwege und Programme können sich ändern. Prüft vor eurem Besuch die verlinkten Veranstaltungsseiten.

👉 Die Münchner Fußgängerzone gehört zum Gelände des Christkindlmarkts und ist Schauplatz des Straßenfaschings „München narrisch“; Krampuslauf und Faschingszug führen durch Teile der Altstadt.

Geschichte: Von der Verkehrsachse zur Fußgängerzone

Historische Aufnahme: Neuhauser Straße mit Blick zum Karlstor, 1865.
Georg Böttger / © Stadtarchiv München / Courtesy Schirmer/Mosel www.schirmer-mosel.com

Schon im Mittelalter gehörte die Kaufingerstraße zu Münchens wichtigen Straßen. 1316 wurde sie als „Chufringerstraße“ erwähnt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Bebauung schwere Schäden; Wiederaufbau und spätere Neubauten veränderten das Straßenbild.

Noch in den 1960er-Jahren fuhren Autos, Busse und Straßenbahnen durch die heutige Fußgängerzone. Zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele baute München den öffentlichen Nahverkehr aus und gestaltete die Einkaufsachse für Zufußgehende um. Architekt Bernhard Winkler prägte die Gestaltung des Straßenraums, unter anderem mit der als „Winklerschraube“ bekannten Form der Pflanztröge.

👉 Die Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz in München wurde am 30. Juni 1972 eröffnet, wenige Wochen vor den Olympischen Sommerspielen.

Anfahrt, Zugänglichkeit und praktische Hinweise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Ihr könnt den Bummel an beiden Enden beginnen. Am Karlsplatz (Stachus) halten die S-Bahnen der Stammstrecke, U4 und U5 sowie mehrere Tramlinien. Den Marienplatz erreicht ihr mit den S-Bahnen der Stammstrecke sowie U3 und U6. Prüft vor der Fahrt die aktuellen Verbindungen und Betriebsmeldungen bei der MVG.

Mit Rollstuhl oder Kinderwagen: Der Bummel führt oberirdisch durch den Straßenraum. Bei einzelnen Geschäften und Sehenswürdigkeiten unterscheiden sich die Zugänge. Baustellen können Wege verengen. Für die Anreise mit dem Aufzug könnt ihr Lage und Betriebsstatus vorab bei MVG zoom prüfen.

Mit dem Fahrrad: Zwischen 21 und 9 Uhr dürft ihr durch die Fußgängerzone fahren. Zufußgehende haben immer Vorrang; fahrt entsprechend langsam und haltet Abstand. Zwischen 9 und 21 Uhr ist Schieben angesagt. Beachtet die Beschilderung vor Ort.

Lieferverkehr: Auch in der Fußgängerzone können euch berechtigte Lieferfahrzeuge begegnen, insbesondere am Morgen.

Häufige Fragen zur Münchner Fußgängerzone

Wo beginnt und endet die Fußgängerzone?

Die zentrale Einkaufsachse aus Neuhauser Straße und Kaufingerstraße verläuft vom Karlstor am Karlsplatz (Stachus) bis zum Marienplatz. Zur Münchner Altstadt-Fußgängerzone gehören weitere Straßen und Plätze.

Gehört der Viktualienmarkt zur Fußgängerzone?

Ja, der Viktualienmarkt ist in die städtische Altstadt-Fußgängerbereiche-Satzung einbezogen. Für die Marktfläche gelten zusätzlich eigene Regeln, etwa zum Radfahren.

Wie lang ist die Fußgängerzone?

Der Weg vom Karlstor über Neuhauser Straße und Kaufingerstraße bis zum Marienplatz ist weniger als einen Kilometer lang. Die gesamte Altstadt-Fußgängerzone bildet ein verzweigtes Netz aus Straßen und Plätzen und reicht darüber hinaus.

Ist die Münchner Fußgängerzone die beliebteste in Deutschland?

Gemessen an den Passantenfrequenzen lagen Kaufingerstraße und Neuhauser Straße 2025 im bundesweiten Ranking auf Platz eins und zwei. Die Zählungen messen die Frequentierung, nicht die Beliebtheit bei einer Befragung.

Welche Veranstaltungen finden in der Fußgängerzone statt?

Zum Veranstaltungskalender gehören der Münchner Christkindlmarkt, der Krampuslauf, der Straßenfasching „München narrisch“ und der Faschingszug der Damischen Ritter. Marktflächen und Umzugsstrecken umfassen jeweils unterschiedliche Teile der Altstadt.

Wann ist die Fußgängerzone geöffnet?

Neuhauser Straße und Kaufingerstraße sind als öffentliche Straßen rund um die Uhr zugänglich. Für Läden, Restaurants und Sehenswürdigkeiten gelten eigene Öffnungszeiten.

Kann man dort sonntags einkaufen?

Die regulären Einzelhandelsgeschäfte sind sonntags grundsätzlich geschlossen. Für einen Spaziergang bleibt die Fußgängerzone zugänglich; Gastronomiebetriebe können geöffnet haben.

Darf man in der Fußgängerzone Rad fahren?

Ja, zwischen 21 und 9 Uhr. Zufußgehende haben Vorrang. Von 9 bis 21 Uhr müsst ihr das Fahrrad schieben.

Welche Haltestelle eignet sich für den Besuch?

Karlsplatz (Stachus) eignet sich für den Einstieg an der Neuhauser Straße, Marienplatz für den Einstieg an der Kaufingerstraße. Beide Haltestellen liegen direkt an der Route.

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Fußgängerzone: Neuhauser Straße/Kaufingerstraße

Kaufingerstraße 1
80331 München