Frühlings-Einkauf auf dem Viktualienmarkt – Fisch, Fleisch, Kräuter und Blumen

Kräuter vom Viktualienmarkt, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Frühlingsgefühle für daheim: Auf dem Viktualienmarkt einkaufen

Frische Kräuter für Saucen und Salate, Fischfilets oder lebende Karpfen, Fleisch aus der Region und bunte Blumensträuße per Click & Collect: Auf dem Münchner Viktualienmarkt findet ihr alles – plus Beratung. Wir zeigen euch, was es an welchen Standln gibt.

Frische Kräuter für die Grüne Sauce

Frische Kräuter vom Viktualienmarkt, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Frische Kräuter bei Kula & Bibinger auf dem Viktualienmarkt

„An Bädasui“ kaufte schon Irmgard, die Haushälterin des legendären Monaco Franze, auf dem Münchner Viktualienmarkt. Die Petersilie – auf hochdeutsch – ist zusammen mit Schnittlauch, Sauerampfer, Kerbel, Kresse, Borretsch und Pimpinelle eines der sieben Kräuter, die in die Grüne Sauce gehörent, meist zu Eiern und Kartoffeln. Das Frühjahr ist nämlich die Zeit, in der die Kräuter zum ersten Mal im Jahr frisch geerntet werden können.

Auf dem Viktualienmarkt gibt es frische grüne Kräuter in großer Auswahl unter anderem in der Kräuter Gallery von Peter Guest und bei Kula & Bibinger, beide in Abteilung VI (zwischen Frauen- und Westenriederstraße). 

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Lebender Fisch oder Fischfilet

Frischer Fisch von Fisch Maier für Karfreitag, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Karlheinz Stettmeier von Fisch Meier mit einem lebenden Karpfen in der Hand

Karlheinz Stettmeier, der Chef bei Fisch Maier, kennt seine Kunden, die bei ihm auf dem Viktualienmarkt einkaufen: „Da gibt's die, die gern groß aufkochen, die bestellen einen ganzen Fisch, zum Beispiel einen Karpfen oder eine Lachsforelle.“ Fisch Maier ist einer der wenigen Fischhändler, bei denen regionale Fische lebendig im Becken vor Ort schwimmen. Frischer geht's tatsächlich nicht. 

„Und dann gibt's die Filet-Kundschaft“, sagt Stettmeier, also diejenigen, die zwar gerne Fisch auf den Tisch bringen, aber nicht so viel Lust darauf haben, ihn aufwändig zuzubereiten. Fündig werden sie alle – ob ganzer Karpfen, Fischpfanne, Scampi oder eben Fischfilet. Natürlich auch nebenan bei Fisch Witte oder gegenüber bei der Nordsee.

Wild aus der Region – und hausgemachter Senf

Statt Lamm kann es auch mal Wild sein an Ostern, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Sabine Kroiß ist selbst Jägerin und führt mit Bruder Christian „Wilde Zeiten“

Wer kein Vegetarier ist, bringt zu Beginn der Grillsaison sicher gerne ein gutes Stück Fleisch auf den Tisch. Klassiker ist hier natürlich das Schwein, aber auch Wild passt gut in den Ofen oder auf den Grill, wie Sabine Kroiß von Wilde Zeiten sagt: „Der Klassiker ist der Rehrücken, aber auch ein Schmorbraten vom Reh oder Hirsch ist was Feines. Wer einen Grill hat, für den haben wir natürlich auch was, marinierte Spieße oder Koteletts zum Beispiel.“ Dazu gibt's hausgemachten Senf, zum Beispiel für unser Frühlings-Rezept, und handgeschabte Spätzle.  

Lamm, Rind, Schwein und Geflügel findet man natürlich auch in Spitzenqualität auf dem Viktualienmarkt: Einfach einen der Metzger aussuchen, die an der Metzgerzeile unterm Petersbergerl aufgereiht sind wie die Perlen an einer Schnur. Weitere Metzgereien gibt's, wenn man den Markt Richtung Biergarten durchquert und auch auf der anderen Seite Richtung Frauenstraße, am früheren „Ganserlmarkt“. 

Blumenschmuck für den Frühling in der Wohnung

Bunte Blumen für den Ostertisch, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Inge Rainer und ihre bunten Blumen

Endlich Frühling, endlich wird es nach dem langen Pandemie-Winter wieder bunt! Auf dem ganzen Viktualienmarkt grünt und blüht es. Palmkatzerl, pur als Strauß oder zu Herzen oder Eiern gesteckt, lila blühende Zweige, Primeln und Frühblüher für Balkon und Garten und natürlich bunte Blumen, Kränze und Gestecke für ein bisschen Farbe in der Wohnung nach dem langen Winter. 

Inge Rainer vom gleichnamigen Blumenstandl verschwindet fast im Wimmelbild ihrer bunten Blumenpracht: Wer sich schwertut mit der Auswahl, wird von ihr kompetent, freundlich und auf bairisch beraten.

Blumen gibt's außerdem u.a. bei Erikas Blumenstandl, bei Kleins Wald- und Wiesnstandl und Jutta Pichl (am Maibaumfundament) und Blütenrein, bei den Gärtnereien auf dem Markt.

Die meisten Blumenhändler bieten trotz Lockdown Click & Collect an!

Flüssige Frühlingsgefühle: Wein, Prosecco, Kombucha, Kaffee

Wein fürs Osteressen , Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Lugana, Rosé und mehr gibt's z.B. bei Schlegel auf dem Viktualienmarkt

Zu all dem guten Essen muss man natürlich auch etwas trinken. Wer Wein liebt, findet auf dem Viktualienmarkt einen schönen Weißen zum Fisch, zum Beispiel einen Lugana aus der Region südlich des Gardasees oder auch etwas Exotischeres – wie wär's mit „Hampton Water“, dem Rosé vom Bon Jovis Weingut? Zu Lamm oder Wild passt Rotwein, und zum Anstoßen ist ein Prosecco oder Crémant das Richtige. Zu finden u.a. bei Schlegel OHG (gegenüber Nordsee), bei den Käsehändlern wie Lupper, Thoma oder Lindner, im „Räucherkistl“, bei Hammer Feinkost oder im Mercado Latino.

Lieber ohne Alkohol unterwegs? Wem Wasser zu langweilig und Softdrinks zu süß sind, der sollte mal Kombucha probieren – seit Februar 2021 neu auf dem Viktualienmarkt bei first8 Kombucha. 

Die Kaffeebohnen für den Cappuccino gibt's bei der Kaffeerösterei, bei Karnoll's oder auch in der Fritz Mühlenbäckerei.

Alles rund ums Ei: bio und bunt

Eier vom Viktualienmarkt, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Eierparadies Viktualienmarkt: von glücklichen Hühnern

Einer der besten Orte, um gute Eier zu kaufen? Natürlich der Viktualienmarkt. Hier gibt's sie alle, vor allem am früheren Ganserlmarkt zwischen Nordsee und Frauenstraße: weiß, beige und braun, klein, mittel oder Jumbo, regional und bio. Und auch noch nach Ostern: hartgekocht und bunt gefärbt. Auf die Qualität kann man sich hier verlassen – grad, dass die Händler ihre Hühner nicht einzeln beim Namen kennen. 

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Brunch: Von Auberginenpaste bis Oliven

Feinkost vom Viktualienmarkt , Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Keine Lust, groß zu kochen, Besuch kommt pandemiebedingt nicht, aber am Wochenende möchtet ihr trotzdem mit der Familie gemütlich auf der Terrasse oder dem Balkon sitzen und schlemmen? Vielleicht ist dann ein ausgedehnter Brunch die richtige Idee. Oliven und Brotaufstriche, Eingelegtes, Feinkost, Cremes und Pasten, all das gibt's in Münchens guter Stube.

Zum Beispiel bei Rottler, bei  Sevdas mit seiner mediterranen Feinkost, bei der Sauren Ecke,  im Paprikahaus oder etwas exotischer beim Mercado Latino

Das Hygienekonzept des Viktualienmarkts

FFP2-Maskenpflicht für Kunden und Händler, Abstandsregeln, Alkoholverbot und weitere Sicherheitsmaßnahmen: Hier geht's zum Schutz- und Hygienekonzept der Markthallen München (MHM) »»

Corona-Regeln: Notbremse seit 14.4. wieder in Kraft

Die Corona-Maßnahmen in Bayern werden bis mindestens 9. Mai verlängert. Das Bayerische Kabinett hat am 7. April neue Regelungen für Einzelhandel und Schule beschlossen, die seit 12. April in Kraft sind.

Da die 7-Tage-Inzidenz für München am 12. April drei Tage in Folge über 100 lag, greift seit dem 14. April die von Bund und Ländern verabschiedete Notbremse. Es gelten jetzt wieder strengere Maßnahmen für Kontakte, Einkaufen, Kultur und Sport sowie eine nächtliche Ausgangssperre.

  • Diese Notbremse-Regeln gelten seit dem 14. April
  • Welche Corona-Maßnahmen in München gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
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    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

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