Neuhausen

Panorama - Neuhausen Richtung Innenstadt Galerie

Neuhausen ist ein hochwertiges und grünes Wohnviertel mit mehreren Gesichtern: bürgerliche und proletarische Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt liegen hier eng an eng beieinander.

Lebenswert, grün und entspannt

Neuhausen ist ein lebenswerter Stadtteil mit verschiedenen städtebaulichen Gesichtern und einer abwechslungsreichen Kneipen- und Restaurant-Kultur, die wesentlich entspannter geprägt ist, als die Münchner Innenstadt. Der nahe Olympiapark (Anzeige), die vielen Biergärten sowie die weitgehend ruhige Lage tragen ebenso zur Lebensqualität im Viertel bei. Einen Besuch wert sind neben dem benachbarten Schloss Nymphenburg auch die beiden Kirchen Winthir und Herz-Jesu. Die Winthir-Kirche mit ihrem beschaulichen Friedhof ist die alte Pfarrkirche des ehemaligen Dorfes Neuhausen, während die Herz-Jesu-Kirche durch ihre moderne und ungewöhnliche Architektur besticht.

Stadtteilbild: Prachtvolle Wohnblöcke und viele Bäume

Wohngegend in München Neuhausen, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Im ursprünglichen Neuhausen, zur Spätgründerzeit bereits prosperierendes Stadtviertel, bestimmen vor allem entlang der Nymphenburger Straße und rund um den Rotkreuzplatz mächtige Wohn- und Geschäftshäuser vorwiegend aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg das Bild. In den meist ruhigen Nebenstraßen dominieren Wohnhäuser mit teilweise repräsentativen Altbeständen. Knapp die Hälfte des Neuhauser Immobilienbestands steht unter Ensemble- oder Denkmalschutz. Im südlichen Teil Neuhausens finden sich entlang der Gleisanlagen im Bereich der Arnulfstraße umfangreiche Eisenbahner-Siedlungen, an die sich weiträumige Wohnsiedlungen aus der Zwischenkriegszeit anschließen. 

Landshuter Allee Richtung Donnersberger Brücke, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Neuhausen ist insgesamt ein sehr grüner Stadtteil mit vielen Bäumen. Selbst die Landshuter Allee, als Teil des Mittleren Rings eine der wichtigsten und meist befahrenen Verkehrsadern Münchens, ist von großen Bäumen gesäumt. Nördlich des Nymphenburger Schlosskanals liegt Gern. Dieser Teil des Bezirks ist weitgehend geprägt durch seinen Altbau-Wohnhausbestand, im Charakter einer Villenkolonie aus der Zeit des Jugendstils. Im benachbarten Nederling dominiert zwar ebenfalls niedrige und weitgehende Einfamilienhaus-Bebauung, diese ist jedoch deutlich jünger als in Gern und zum Teil erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden.

Insidertipps für Neuhausen

Dantebad

Ganzjährig geöffnet: Im "Dante" im Bezirk Neuhausen-Nymphenburg schrecken Badegäste auch vor kühleren Außentemperaturen nicht zurück. Denn im Winter ist das Bad ein Warmfreibad: Das 50-Meter-Becken im Stadionbereich ist dann auf etwa 30 Grad beheizt, das Wellnessbecken ist sogar noch ein wenig wärmer. Doch auch im Sommer ist im Dantebad immer viel los. Zwei zusätzliche Becken und große Liegewiesen locken zur Hochsaison zahlreiche Badegäste an. mehr...

Shopping, Essen und Übernachten

Geschichte: Dörfliche und industrielle Vergangenheit

Herz-Jesu-Kirche, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die erste schriftliche Erwähnung des Namens Neuhausen datiert aus dem Jahr 1170, als Rudolf von "Niwenhusen" dem Kloster Schäftlarn sein Landgut schenkte. Über Jahrhunderte hinweg blieb Neuhausen ein bäuerlich-handwerklich strukturiertes Dorf. 1794 zerstörte ein großer Brand den alten Dorfkern, der mit einer verbreiterten Straße, der heutigen Winthirstraße, wiederaufgebaut wurde. Diese erzwungene Modernisierung führte aber nicht zu einem Wachstum des Dorfes: 1839 zählte Neuhausen lediglich 400 Einwohner.

Mit der Industrialisierung kam es zu einer Bevölkerungsexplosion: 1890, im Jahr der Eingemeindung nach München, war die Bevölkerungszahl bereits auf 11.500 angestiegen. Viele der neuen Bewohner waren Arbeiter, die in den so genannten "Roten Häusern" wohnten, der neu gebauten Arbeitersiedlung. Sie lag in der Nähe der »Centralwerkstätte der Königlich Bayerischen Staatsbahn« an der Richelstraße. Generell wurde der Eisenbahnbau in Neuhausen zu einem wichtigen Motor der wirtschaftlichen Entwicklung, etwa durch die Errichtung der Lokomotivfabrik Krauss & Co. auf dem Marsfeld. Auch der Ausbau des Kasernenviertels mit der Ansiedlung zahlreicher Soldaten spielte eine wichtige Rolle im Aufschwung Neuhausens.

Zur lokalspezifischen Wirtschaftsgeschichte gehört auch das Brauereiwesen: Während die kleinen Neuhauser Brauereien mit ihren angeschlossenen Gaststätten nur noch Geschichte sind, liegen die "Bier-Städte" einiger Großbrauereien - Augustiner-, Hacker-, Löwen- und Spatenbrauerei - in der Nachbarschaft zwar nicht auf Neuhauser Grund, trugen aber zum Gewerbeboom der ganzen Umgebung bei. Bereits in der Spätgründerzeit war Neuhausen also ein wirtschaftlich blühender Stadtteil von München und ist es bis heute geblieben.

Lage und Abgrenzung

Neuhausen erstreckt sich vom Innenstadtrand im Osten, wo es an die Maxvorstadt und Schwabing-West angrenzt, bis nach Nymphenburg im Westen. In seiner Nord-Süd-Ausdehnung reicht der Stadtteil von Olympiapark und Westfriedhof bis zu den Gleisanlagen der Bahnstrecke Hauptbahnhof-Pasing. Die U1/U7 sowie die Stammstrecke der S-Bahn binden den Stadtteil direkt an das öffentliche Verkehrsnetz an, zudem kreuzen mehrere Trambahnlinien das Viertel.

Neuhausen in Zahlen

Zusammen mit dem angrenzenden Nymphenburg bildet Neuhausen den Stadtbezirk 9

- Einwohner des Stadtbezirks: 99.538
- Einwohnerdichte des Stadtbezirks je Hektar: 77
- Fläche in Hektar: 1.291,45
(Zahlen: Statistisches Amt 2017)
 

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