Freizeittipps für München

Die Autoren Klüpfl & Kobr, Foto: Hans Scherhaufer
Foto: Hans Scherhaufer

Donnerstag, 21.11.

Viel mehr als Kommissar Kluftinger
Die Kluftinger-Krimis haben Volker Klüpfel und Michael Kobr berühmt gemacht – doch in dem befreundeten Autoren-Duo steckt noch viel mehr als die Geschichten über den schrulligen Kommissar. In ihrem neuen Thriller „Draußen“ haben sie nämlich eine düstere Survival-Geschichte gestrickt: Ein Mädchen und ein Junge werden für das Überleben in der freien Natur gedrillt – ohne zu wissen, warum eigentlich. Erst als der tödliche Grund plötzlich vor ihnen steht, begreifen sie, dass das alles kein Spiel war und ein atemloser Kampf ums Überleben beginnt. Im Lustspielhaus stellen Euch Klüpfel und Kobr ihr neues Werk vor und langweilen werdet Ihr Euch an diesem Donnerstagabend ganz bestimmt nicht.

Rikas, Foto: Linda Ambrosius
Foto: Linda Ambrosius

Eine Band aus Alleskönnern
Bei Rikas sind alle Alleskönner – heißt, jeder spielt ein Instrument, jeder singt, jeder schreibt Songs. Ihr habt es bestimmt schon mal gehört, aber wir betonen es an dieser Stelle gerne nochmal: Die Band ist hier der Star. Und an die Tür des Stardaseins klopfen die Stuttgarter Jungs bereits, zwar noch leise, aber schon gut vernehmbar. Denn ihre erste Single „Tortellini Tuesday“ war im vergangenen Jahr ein kleiner viraler Hit und seitdem startet das Quartett weiter durch. Kein Wunder bei diesem wild gemischten Sound aus Indie, Pop und Soul, bei dem Euch live vor allem eines auffallen wird: Er ist immer absolut tanzbar.

Freitag, 22.11.

Der Nino aus Wien, Foto: Pamela Russmann
Foto: Pamela Russmann

Wiener Schmäh im Herzen Münchens
Liebeserklärungen an die österreichische Hauptstadt gibt es ja bekanntlich viele, aber so schön wie Der Nino aus Wien in seinem „Praterlied“ hat die Donaumetropole wohl selten jemand besungen. Es ist aber nicht so, dass sich der Konzertbesuch für Euch nur wegen dieser einen Nummer lohnt. Denn der 32-Jährige hat in den letzten Jahren ein ziemlich beachtliches Songrepertoire aufgebaut, was Ihr nicht zuletzt auf seiner aktuellen Scheibe hören könnt. Die hat er ganz schnörkellos „Der Nino aus Wien“ genannt – und genau den bekommt Ihr ungefiltert und mit einer Menge Schmäh am Freitag in der Muffathalle serviert.

Christoph Fritz, Foto: Stefan Joham
Foto: Stefan Joham

Das jüngste Gesicht des Kabaretts
Österreich, die Zweite: Wenn wir schon beim Thema sind, dann machen wir doch gleich nahtlos weiter, denn auch im Vereinsheim ist am Freitag (19:30 Uhr)  „Alpenrepublik“ angesagt. Dort steht nämlich Christoph Fritz auf der Bühne, seines Zeichens „Das jüngste Gesicht“ der deutschsprachigen Kabarettszene. Aber lasst Euch vom jugendlichen Alter des Österreichers nicht täuschen, denn was zunächst spätpubertär-naiv klingt, ist auf den zweiten Blick ziemlich bissig, böse und vor allem: extrem abgeklärt.

Samstag, 23.11.

Die Alte Utting, Foto: Fabian Christ
Foto: Fabian Christ

Die Sternenflotte sticht in See
Weihnachtsstimmung auf hoher See – das ist sogar mitten in München möglich. Naja, zumindest fast, denn ab Samstag fährt die Alte Utting wieder ihre Sternenflotte auf. Das ganze Schiff samt seinem Hafengebiet wird dann für Euch wieder in ein stimmungsvolles Lichtermeer getaucht, Künstler und Handwerker bieten Kostbarkeiten wie selbstgemachten Schmuck, Traumfänger oder Keramikwaren an und natürlich gibt es auch Glühwein zum Aufwärmen für Euch. Die Sternenflotte ist dann bis 23.12. auf großer Fahrt.

Eluveitie, Foto: Global Concerts
Foto: Global Concerts

Die Tonhalle wird zum Metal-Mekka
Ihr wollt am Samstagabend soundmäßig mal so richtig auf die Mütze bekommen? Dann seid Ihr in der Tonhalle genau richtig. Dort sorgen nämlich Eluveitie für Abrissstimmung, wenigstens die meiste Zeit, denn die Schweizer Combo hat sich dem Folk Metal verschrieben. Das bedeutet, dass sie traditionelle keltische Einflüsse mit brachialen Gitarrenriffs und krachenden Doublebass-Passagen mischen. Ihre letzten sieben Studioalben haben es alle in die deutschen Top100 geschafft, ihr aktuelles Werk „Ategnatos“ kletterte sogar bis auf Platz 11. Unterstützung bekommen sie in der Tonhalle von Lacuna Coil und Infected Rain und ja, auch diese beiden Bands sind nicht gerade für ihre ruhige Art bekannt.

Sonntag, 24.11.

Guido May, Foto: Jazzclub Unterfahrt
Foto: Jazzclub Unterfahrt

Jammt mit einem Ausnahmekönner
Guido May gehört zu den gefragtesten Drummern des Kontinents – und wenn Ihr die Chance habt, mit so einem Ausnahmekönner zu jammen, dann solltet Ihr sie auch nutzen. Das könnt Ihr bei der Jam Session in der Unterfahrt (ab 21 Uhr) und keine Angst: Es wäre zwar nicht schlecht, wenn Ihr nicht zum ersten Mal ein Instrument in der Hand habt, aber Ihr müsst auch kein Virtuose wie May sein. Und falls Ihr nicht selbst Mitspielen wollt, dann lohnt sich der Besuch natürlich trotzdem, denn der Gastgeber und seine Mitstreiter sorgen garantiert dafür, dass Jazzfans an diesem Abend voll auf ihre Kosten kommen.

TSV 1860 München bei der Rückkehr ins Grünwalder Stadion., Foto: dpa
Foto: dpa

Das brisanteste Fußballspiel des Jahres
Das wichtigste Fußballspiel der Stadt ist nicht diese K.o.-Partie in der Champions League oder der sogenannte „Deutsche Clásico“, sondern ganz klar das Münchner Derby zwischen dem TSV 1860 und Bayern II. Na gut, es gibt sicher ein paar Fans, die das etwas anders sehen, aber für Münchner Fußballpuristen kommt es allein auf dieses Match an. Hitzige Stimmung ist im Grünwalder auf jeden Fall zu erwarten und wenn Ihr keines der begehrten Tickets ergattert habt: Schaut in die Fußballkneipe Eures Vertrauens oder setzt Euch gemütlich aufs Sofa, denn der Bezahldienst Magenta Sport streamt dieses Spiel ausnahmsweise kostenlos und für alle frei zugänglich ab 14 Uhr.

Montag, 25.11.

Felix Meyer, Foto: Jasmin Schreiber
Foto: Jasmin Schreiber

Ein Konzert, über das Ihr noch länger nachdenken werdet
Wirklich gute Musik ist eben auch Poesie – und das demonstriert Euch Felix Meyer mit seinem project île auf ebenso schöne wie anspruchsvolle Art und Weise. Textlich wird Euch hier ein riesiges Spektrum serviert, von der Liebe im Mondschein bis zur Systemkritik, der Lust am Leben und ihrer Vergänglichkeit. Verpackt in ein Soundgewand, das am Lagerfeuer genauso gut funktioniert wie auf einer Konzertbühne. Im Ampere erwartet Euch am Montag also ein Konzert, über das Ihr noch länger nachdenken werdet – weil eben das wirklich gute Musik ausmacht.

Jochen Malmsheimer, Foto: Agentur
Foto: Agentur

Wortakrobatik mit der deutschen Sprache
Mit der deutschen Sprache und all ihren Wendungen, Stolpersteinen und Doppeldeutigkeiten lässt sich ja eine Menge anfangen, aber kein Kabarettist betreibt das so exzessiv wie Jochen Malmsheimer. Das zeigt schon der Titel seines Programms „Flieg Fisch, lies und gesunde! oder: Glück, wo ist Dein Stachel?!“, der sich Euch auch beim dritten Lesen wahrscheinlich immer noch nicht ganz erschließt. Das ist wohl auch die Intention des Wortakrobaten, denn Ihr müsst ihn einfach mal live gesehen haben, um zu verstehen, warum die „Dogensuppe Herzogin“ von ihm besonders gut schmeckt. Oder wohin dieser Fisch mit seinem glücklichen Stachel denn nun fliegt. Oder... egal, kommt am Montagabend einfach ins Lustspielhaus.

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