Wirteeinzug: Der Oktoberfest-Auftakt

Einzug der Wiesnwirte 2026: Traumwetter und beste Stimmung

Blumengeschmückte Festkutschen, mächtige Braurösser und die Musikkapellen der Festzelte: Beim Einzug der Wiesnwirte 2026 zogen am ersten Oktoberfest-Samstag rund 1.000 Mitwirkende von der Sonnenstraße zur Theresienwiese. Angeführt wurde der traditionelle Wiesn-Auftakt erstmals vom neuen Münchner Kindl Sina Hochreiter (Foto). Dahinter fuhr Oberbürgermeister Dominik Krause zum Anstich ins Schottenhamel-Festzelt.

Datum und Veranstaltungsort

Theresienwiese

Oktoberfest
Michael Hofmann

Reel: Das war beim Einzug der Wiesnwirte heuer los

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Prachtgespanne und Festkutschen auf dem Weg zur Wiesn

Der Einzug der Wiesnwirte ist der traditionelle Auftakt des Münchner Oktoberfests. Blumengeschmückte Kutschen brachten bei strahlendem Sonnenschein die Wirte der großen und kleinen Festzelte mit ihren Familien auf das Gelände. Auf weiteren Wagen fuhren Bedienungen, Gäste, Schausteller und Marktkaufleute mit. Für die passende Musik sorgten die Kapellen der Wiesnzelte.

Besonders eindrucksvoll waren wie immer die Prachtgespanne der Münchner Brauereien: Die mächtigen Braurösser zogen aufwendig geschmückte Wagen mit Bierfässern durch die Innenstadt. Girlanden, Hopfen, Blumen und die glänzenden Geschirre machten den kurzen Festzug zu einem der beliebtesten Fotomotive am Eröffnungstag.

Sina Hochreiter ritt erstmals als Münchner Kindl voran

Wirteeinzug 2026
Michael Hofmann
Das neue Münchner Kindl Sina Hochreiter führte den Wirteeinzug heuer erstmals an

2026 wurde der Einzug erstmals von Sina Hochreiter als Münchner Kindl angeführt. Die 1999 in München geborene Kunsthistorikerin und Historikerin stammt aus einer Wiesn-Familie: Ihre Eltern Michaela und Dieter Hochreiter betreiben die Haxnbraterei auf dem Oktoberfest, ihre mütterliche Familie ist im Schaustellergewerbe verwurzelt.

Sina Hochreiter ritt im Damensitz auf „Schorsch“, einem französischen Kaltblut der Rasse Percheron. Das Pferd mit Prunkgeschirr und Damensattel wurde von der Spaten-Brauerei gestellt. Nach dem Einzug begleitete das Münchner Kindl den Oberbürgermeister auch beim traditionellen Anstich im Schottenhamel-Festzelt.

Oberbürgermeister Dominik Krause auf dem Weg zum ersten Wiesn-Anstich

Wirteeinzug 2026
Michael Hofmann
Münchens OB Krause (Mi) mit seinem Partner Sebastian Müller (re) und der stellvertretende Wiesnwirte-Sprecher Christian Schottenhamel (li)

Direkt hinter dem Münchner Kindl fuhr Oberbürgermeister Dominik Krause in der Festkutsche der Wirtefamilie Schottenhamel. Auf dem Weg zum Festzelt hielt er gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen Mona Fuchs und Verena Dietl am Denkmal für die Opfer des rechtsextremen Oktoberfest-Attentats von 1980 inne, das sich direkt am Eingang befindet. 

Anschließend brachte ihn die Kutsche zum Schottenhamel-Festzelt, in dem um Punkt 12 Uhr das erste Fass Oktoberfestbier angezapft wird. Mit dem Ruf „Ozapft is!“ eröffnet der Oberbürgermeister das 191. Münchner Oktoberfest. Für Dominik Krause ist es 2026 der erste Wiesn-Anstich als Münchner Oberbürgermeister. Auch auf der Oidn Wiesn wird zum Auftakt im Festzelt Tradition angezapft.

Am Sonntag folgt der Trachten- und Schützenzug

Am Tag nach dem Wirteeinzug steht der zweite große Oktoberfest-Festzug an: Beim Trachten- und Schützenzug ziehen am Sonntag, 20. September 2026, mehr als 8.000 Trachtlerinnen, Musikerinnen und Schützen durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese.

Auch diesen Zug führt das Münchner Kindl Sina Hochreiter hoch zu Ross an.

Der Einzug der Wiesnwirte 2026 auf einen Blick

  • Wann ging es los? Am ersten Wiesn-Samstag, 19. September 2026, um 10:35 Uhr. Gegen 12 Uhr erreichte der Zug die Theresienwiese.
  • Wo startete der Zug? Ab Höhe Josephspitalstraße in der Sonnenstraße, unweit des Sendlinger Tors.
  • Wer war dabei? Rund 1.000 Wirte, Familienangehörige, Bedienungen, Musiker*innen, Schausteller und Marktkaufleute zogen in Kutschen und auf geschmückten Festwagen zur Wiesn.
  • Was war zu sehen? Die Festkutschen der großen und kleinen Wiesnzelte, Musikkapellen und die Prachtgespanne der sechs Münchner Brauereien.
  • Wer führte den Zug an? Das neue Münchner Kindl Sina Hochreiter ritt voran. Dahinter folgte Oberbürgermeister Dominik Krause in der Schottenhamel-Festkutsche.

Geschichte: Von einzelnen Wirten zum gemeinsamen Festzug

Die Anfänge des Wirteeinzugs reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Der Wirt Hans Steyrer fuhr bereits ab 1879 mit einem geschmückten Vierspänner zu seiner Bierbude auf der Theresienwiese. Der Festring führt 1887 als erstes Veranstaltungsjahr des Wiesn-Einzugs an.

1894 ließ der Brauereibesitzer Georg Pschorr nach Wiener Vorbild ein Vierergespann mit aufwendig verzierten und klingenden Prachtgeschirren ausstatten. Andere Münchner Brauereien übernahmen die Idee. Ein gemeinsamer festlicher Einzug mehrerer Wiesnwirte und Brauereien ist erstmals für 1925 belegt.

Seit den 1930er-Jahren entwickelte sich daraus ein gemeinsamer Auftakt des Oktoberfests. 1956 sorgte Wiesnwirt Xaver Heilmannseder mit einem Sechsspänner für Aufsehen. Heute fahren alle sechs Münchner Oktoberfestbrauereien mit großen Prachtgespannen zur Theresienwiese. Organisiert wird der Einzug vom Festring München.

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