Wirteeinzug: Der Oktoberfest-Auftakt
Einzug der Wiesnwirte 2027
Blumengeschmückte Festkutschen, mächtige Braurösser und die Musikkapellen der Festzelte: Beim Einzug der Wiesnwirte ziehen am Samstag, 18. September 2027, rund 1.000 Mitwirkende von der Sonnenstraße zur Theresienwiese. Angeführt wird der traditionelle Wiesn-Auftakt erstmals vom neuen Münchner Kindl Sina Hochreiter. Dahinter fährt Oberbürgermeister Dominik Krause zum Anstich ins Schottenhamel-Festzelt.
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Der Einzug der Wiesnwirte 2027 auf einen Blick
- Wann geht es los? Am ersten Wiesn-Samstag, 18. September 2027
- Wo startet der Zug? Ab Höhe Josephspitalstraße in der Sonnenstraße, unweit des Sendlinger Tors.
- Wer ist dabei? Rund 1.000 Wirte, Familienangehörige, Bedienungen, Musiker*innen, Schausteller und Marktkaufleute ziehen in Kutschen und auf geschmückten Festwagen zur Wiesn.
- Was ist zu sehen? Die Festkutschen der großen und kleinen Wiesnzelte, Musikkapellen und die Prachtgespanne der sechs Münchner Brauereien.
- Wer führt den Zug an? Das Münchner Kindl Sina Hochreiter reitet voran. Dahinter folgt Oberbürgermeister Dominik Krause in der Schottenhamel-Festkutsche.
- Was kostet das Zuschauen? Am Straßenrand ist der Einzug kostenlos.
Prachtgespanne und Festkutschen auf dem Weg zur Wiesn
Der Einzug der Wiesnwirte ist der traditionelle Auftakt des Münchner Oktoberfests. Blumengeschmückte Kutschen bringen die Wirte der großen und kleinen Festzelte mit ihren Familien auf das Gelände. Auf weiteren Wagen fahren Bedienungen, Gäste, Schausteller und Marktkaufleute mit. Für die passende Musik sorgen die Kapellen der Wiesnzelte.
Besonders eindrucksvoll sind die Prachtgespanne der Münchner Brauereien: Die mächtigen Braurösser ziehen aufwendig geschmückte Wagen mit Bierfässern durch die Innenstadt. Girlanden, Hopfen, Blumen und die glänzenden Geschirre machen den kurzen Festzug zu einem der beliebtesten Fotomotive am Eröffnungstag.
👉 Die beste Gelegenheit, die Gespanne außerhalb des dichten Trubels auf dem Festgelände zu sehen, bietet sich entlang der Sonnenstraße und der Schwanthalerstraße.
Am Sonntag folgt der Trachten- und Schützenzug
Am Tag nach dem Wirteeinzug steht der zweite große Oktoberfest-Festzug an: Beim Trachten- und Schützenzug ziehen am Sonntag, 19. September 2027, mehr als 8.000 Trachtlerinnen, Musikerinnen und Schützen durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese.
Auch diesen Zug führt das Münchner Kindl Sina Hochreiter hoch zu Ross an.
Zugweg von der Josephspitalstraße zur Theresienwiese
Der Einzug beginnt ab Höhe Josephspitalstraße in der Sonnenstraße. Von dort führt der Zug über folgende Straßen direkt auf das Oktoberfestgelände:
Josephspitalstraße – östliche Sonnenstraße – Schwanthalerstraße – Hermann-Lingg-Straße – Bavariaring – Theresienwiese – Wirtsbudenstraße.
Auf der Wirtsbudenstraße trennen sich die Wege: Die Kutschen, Musikkapellen und Festwagen fahren zu ihren jeweiligen Zelten und Standplätzen weiter.
👉 Der Startpunkt liegt zwischen Sendlinger Tor und Stachus. Wegen der vielen Straßensperrungen und fehlender Parkmöglichkeiten empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Geschichte: Von einzelnen Wirten zum gemeinsamen Festzug
Die Anfänge des Wirteeinzugs reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Der Wirt Hans Steyrer fuhr bereits ab 1879 mit einem geschmückten Vierspänner zu seiner Bierbude auf der Theresienwiese. Der Festring führt 1887 als erstes Veranstaltungsjahr des Wiesn-Einzugs an.
1894 ließ der Brauereibesitzer Georg Pschorr nach Wiener Vorbild ein Vierergespann mit aufwendig verzierten und klingenden Prachtgeschirren ausstatten. Andere Münchner Brauereien übernahmen die Idee. Ein gemeinsamer festlicher Einzug mehrerer Wiesnwirte und Brauereien ist erstmals für 1925 belegt.
Seit den 1930er-Jahren entwickelte sich daraus ein gemeinsamer Auftakt des Oktoberfests. 1956 sorgte Wiesnwirt Xaver Heilmannseder mit einem Sechsspänner für Aufsehen. Heute fahren alle sechs Münchner Oktoberfestbrauereien mit großen Prachtgespannen zur Theresienwiese. Organisiert wird der Einzug vom Festring München.