München-Spaziergang durch die Altstadt

Hofgarten im Sommer
Der Hofgarten an der Residenz im Sommer

Die Sehenswürdigkeiten in der Münchner Altstadt entdecken

Auf diesem Stadtrundgang geht es an einigen Sehenswürdigkeiten und Plätzen der Altstadt vorbei - eine Tour für Besucher und auch Münchner erfahren hier Neues.

Neue Corona-Regeln in Bayern seit 2. September

Mit der neuen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entscheidet seit dem 2. September 2021 eine landesweite "Krankenhausampel" (mit den Stufen Grün, Gelb und Rot) als neuer Leitindikator über die Corona-Maßnahmen. Die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete) in öffentlichen Innenräumen und bei Veranstaltungen ist ausgeweitet. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen entfallen, solange die Stufe Gelb nicht erreicht wird. Die Maskenpflicht gilt nur noch in geschlossenen Räumen und im öffentlichen Verkehr, die medizinische Maske ("OP-Maske") löst die FFP2-Maske als Standard ab.

  • Welche Corona-Maßnahmen in München derzeit gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Hofgarten: Wo ihr bestens zur Ruhe kommt

    Schöner als im Hofgarten (Foto) könnt ihr in München kaum entspannen: Der Park an der Residenz ist zu jeder Jahreszeit ein Ruhepol in der Altstadt. Rund um den bezaubernden Dianatempel in der Mitte gibt es immer viel zu entdecken. Zum Beispiel die Wandmalereien unter den Arkaden - die sind immer sehenswert. Vielleicht trefft ihr sogar Boule-Spieler in Aktion. Und auch den Blick auf die Theatinerkirche solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

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    Odeonsplatz mit Feldherrnhalle und Viscardigasse: Wo einst getrickst wurde

    Feldherrnhalle Odeonsplatz, Foto: anshar / Shutterstock.com
    Foto: anshar / Shutterstock.com

    Richtig schön italienisch schaut er aus, unser Odeonsplatz mit der Feldherrnhalle. Der Blick die gesamte Ludwigstraße hoch bis zum Siegestor verliert auch nach der hundertsten Wiederholung nicht seinen Reiz.

    Eine besondere Geschichte besitzt aber die Viscardigasse hinter der Feldherrnhalle: Da nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten vor dem errichteten Ehrenmal Tag und Nacht eine SS-Wache stand, die von allen Vorübergehenden einen Gruß an die Gefallenen des Hitlerputsches erwartete, mieden trickreiche Münchner die Stelle und benutzten die kleine Seitenstraße, die deshalb auch Drückebergergasse genannt wurde. Heute erinnert dort eine etwa 30 cm breite Bronzespur an die schlaue Ausweichtaktik.

    Frauenkirche: Wo der Teufel seinen Fußabdruck hinterließ

    Frauenkirche in München, Foto: shutterstock
    Foto: shutterstock

    Wann wart ihr das letzte Mal in der Frauenkirche? Bestimmt ist das schon wieder viel zu lange her, darum holen wir das jetzt nach. Den Blick nach unten gerichtet: Gleich beim Eingang findet ihr den Teufelstritt. Der Leibhaftige persönlich soll hier dem Geschick des Kirchenbaumeisters auf den Leim gegangen sein und einen "Fußabdruck" im Steinboden hinterlassen haben. Glaubt ihr nicht? Ziemlich reell sind jedenfalls die alten verwitterten Grabplatten an der Außenwand der Kirche. Versucht mal, die Jahrhunderte alten Inschriften zu entziffern und ihr fühlt euch wie in einem Dan-Brown-Roman.

    Der Marienplatz: Wo ihr beste Aussichten habt

    Das Neue Rathaus in München vor bewölktem Himmel

    Am Marienplatz ist die Jahreszeit ziemlich egal - ihr bekommt immer was zu sehen. Zum Beispiel Blumensträuße. Münchens Romantiker legen sie regelmäßig der "bezaubernden Julia" vor dem Alten Rathaus in die Arme. Die Statue ist ein Geschenk der Partnerstadt Verona.

    Zu jeder Jahreszeit ist es die ideale Gelegenheit, mal wieder auf den Rathausturm zu fahren. Ihr solltet auch den Rathausturm aber auf eure To-do-Liste schreiben, denn: Der Ausblick über die Dächer der Innenstadt ist der Hammer - sogar den Monopteros im Englischen Garten seht ihr hier manchmal.

    Kaum weniger schön ist die Aussichtsplattform auf dem Alten Peter. Bei Föhn ist hier die Aussicht bis zu 100 Kilometer weit. Aber natürlich gibt es die Option, euch die älteste erwähnte Pfarrkirche Münchens einmal genau anzuschauen. Auch das lohnt sich.

    Vom Café Glockenspiel aus habt ihr ebenfalls einen herrlichen Blick auf Rathaus und Marienplatz - und schräg gegenüber im Kaufhaus Ludwig Beck öffnet auch das Monaco Café die Aussicht auf das Treiben im Herzen der Stadt. 

    Lust auf einen Kaffee?
    In München findet jeder sein Lieblingscafé - hier gibt's den Überblick
    Cafés in München

    Viktualienmarkt: Wo jeder Hunger gestillt wird

    Stände auf dem Viktualienmarkt

    Ihr habt Hunger bekommen? Dann ist der Viktualienmarkt der Ort der Stunde - zumindest wenn nicht Sonn- oder Feiertag ist, denn da haben die Buden zu. An allen anderen Tagen bieten diese eine riesige Auswahl von der Fischsemmel über Antipasti bis zur Kartoffelpfanne und dem Smoothie. Schwieriger ist eher sich auf den 22.000 Quadratmetern zu entscheiden. Während ihr die Stärkung eurer Wahl sucht, achtet mal auf die Brunnendenkmäler, die auf dem Markt verteilt sind! Sechs Münchner Persönlichkeiten triftt ihr hier an - etwa den legendären Karl Valentin.

    Sankt-Jakobs-Platz: Wo es Stadtgeschichte zum Anfassen gibt

    Synagoge Ohel Jakob am Sankt Jakobs Platz, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
    Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

    Sagen wir's, wie es ist: der Sankt-Jakobs-Platz mit der Synagoge Ohel Jakob, dem Jüdischen Museum und dem Stadtmuseum ist einer der schönsten Münchner Plätze. Hier könnt ihr in der Sonne sitzen.

    Eine echte Besonderheit direkt neben dem Sankt-Jakobs-Platz: Originale Überreste des Siegestors. Zwar liegt der Triumphbogen eigentlich mehr als zwei Kilometer weiter nördlich, aber in der Nieserstraße liegen Bruchstücke frei herum. Das kommt daher, dass das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Tor 1958 nicht komplett wiederaufgebaut wurde. Die übrigen Teile landeten hier.

    Karlsplatz: Wo es "zugeht wie am Stachus"

    Stachus mit Brunnen , Foto: muenchen.de
    Foto: muenchen.de

    Der Münchner nennt den Platz niemals Karlsplatz - auch wenn er offiziell so heißt, sondern Stachus. Im Sommer ist der sprudelnde Hingucker natürlich der Brunnen. Am westlichen Ende der Fußgängerzone lohnen auch die grinsenden Köpfe im historischen Karlstor einen Blick.

    Unter den sogenannten Kragenköpfen befinden sich nämlich Unikate wie der Finessensepperl, ein Liebesbrief-Austräger, der auch das ein oder andere Rendezvous arrangiert haben soll – also quasi ein Partnervermittler des 19. Jahrhunderts. Na, wenn's bei diesem Spaziergang nicht gefunkt hat, wissen wir auch nicht.

    Literaturhaus: Wo Kultur Spaß macht

    Das Literaturhaus in München, Foto: muenchen.de
    Foto: muenchen.de

    Auf der Suche nach neuer literarischer Inspiration? Dann auf ins Literaturhaus am Salvatorplatz! Wenn nicht gerade prominente Autoren eine Lesung halten oder eine Sonderausstellung stattfindet, lohnt sich der Besuch trotzdem - wegen der Brasserie OskarMaria im Erdgeschoss. Benannt nach Literatur-Rebell Oskar Maria Graf, dessen Zitate wie "Mehr Sexualität, die Herrschaften!" den Boden des Kaffeegeschirrs zieren. Mehr Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre als hier gibt es nur noch ums Eck im Café Luitpold mit seinem Palmengarten.

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    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

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