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50 Jahre Olympiapark: Ausstellung in München in der Rathausgalerie Kunsthalle

, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Die Ausstellung "50 Jahre Olympiapark - Impulse für Münchens Zukunft" war von 14. Januar bis 11. März 2022 in der Rathausgalerie zu sehen

Der Olympiapark: Was er für München und die Stadtplanung bedeutet

Ohne die Olympischen Sommerspiele von 1972 sähe München nicht so aus, wie wir es heute kennen: Damals wurden neue Stadtviertel geschaffen, ein starkes S- und U-Bahnnetz, die Fußgängerzone und natürlich der Olympiapark. Der wird 2022 ein halbes Jahrhundert alt: Eindrucksvoll gezeigt hat dies die Ausstellung „50 Jahre Olympiapark – Impulse für Münchens Zukunft“, erstellt vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung, bis zum 11. März in der Rathausgalerie am Marienplatz. Hier sind 7 Dinge, die bei diesem spannenden Event zu sehen waren.

Im Auftrag des Referats für Stadtplanung und Bauordnung

Dieser Beitrag über ein Programm zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele München 1972 aus der städtischen Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg in die Zukunft 1972–2022–2072“ ist vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt beauftragt. Die Inhalte wurden zwischen Auftraggeber und muenchen.de, dem offiziellen Stadtportal, abgestimmt.

7 Erlebnisse aus der Ausstellung „50 Jahre Olympiapark“

Die Ausstellung „50 Jahre Olympiapark“ in der Münchner Rathausgalerie, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Das 78.000 Quadratmeter große Zeltdach der Olympia-Sportstätten, der Olympiaturm als ein Wahrzeichen Münchens, die Hügel des Parks mit ihrer tollen Aussicht über die Stadt und bis zu den Alpen – das alles steht im Mittelpunkt der Ausstellung und kann hier von ganz nah erlebt werden. Die Olympischen Spiele 1972 brachten die Münchner Stadtentwicklung aber noch auf ganz anderen Ebenen voran: U- und S-Bahn, die Fußgängerzone und komplett neue Stadtviertel.

In der Rathausgalerie zu sehen waren Modelle des Olympiaparks, viele Fotos und Schautafeln und Originalteile wie einen riesigen Stadion-Strahler, die berühmten grünen Sitzschalen des Stadions und Magazine aus der Zeit vor und um 1972. Neben der Erinnerung ganz wichtig: Der Blick nach vorne. Nicht nur, was die Zukunft des Olympiaparks und die Bemühungen um seine Aufnahme in die Unesco-Welterbeliste angeht. Es geht um die Stadtentwicklung: Wenig Platz, Klimawandel und Digitalisierung sind einige der aktuellen Herausforderungen für die Stadtplanenden. Hier konnte übrigens jede Bürgerin und jeder Bürger nicht nur Einblick erhalten, sondern sich auch selbst einbringen!

Hier sind 7 Dinge, die so (nur) in der Ausstellung in der Rathausgalerie zu erleben waren: 

Video: Ausstellung "50 Jahre Olympiapark" in der Rathausgalerie

1. Über den Olympiapark „fliegen“ und auf einem der berühmten grünen Sitze landen

Historische Zeitschriften und die berühmten grünen Sitzschalen, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Herzstück der Ausstellung in der hellen Rathausgalerie mit ihrer Glaskuppel ist ein begehbares Luftbild des gesamten Olympiaparks und seiner Umgebung. In wenigen Minuten kann man hier den kompletten Park durchwandern, über Hausdächer steigen, mit einem Schritt den Olympiaberg erklimmen und die Sportanlagen oder das Olympische Dorf von oben betrachten. Ein extrem detailliertes Bild, über das man buchstäblich spazieren kann. (Nicht nur) wem dabei schwindlig wird vor lauter imposanten Eindrücken, der kann sich auf eine der acht originalen grünen Sitzschalen aus dem Olympiastadion setzen und in Magazinen und Büchern aus dem Sommer 1972 blättern. Echte Zeitdokumente, die bestimmt in keinem anderen „Wartezimmer“ liegen.

2. Die Einzelteile des Stadiondachs von Nahem betrachten

Ein Teil des berühmten Zeltdachs des Münchner Olympiastadions, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Eine der 8.300 Acrylplatten, aus denen das Zeltdach von Olympiastadion, -halle und Schwimmhalle besteht

Jeder kennt es – das weltberühmte und einzigartige Zeltdach, das Olympiastadion, Olympiahalle und Schwimmhalle mit 78.000 Quadratmetern Fläche überspannt. Die Architektur war 1972 eine Sensation und ist es heute noch. Welche*r Münchner*in hat noch nicht im Sommer auf einer Picknickdecke auf dem Olympiaberg gesessen und der Sonne zugeschaut, wie sie rot hinter dem Dach des Stadions untergeht? 

In der Ausstellung „50 Jahre Olympiapark“ gibt es eine der 8.300 Original-Acrylplatten, einen der 137.000 schwarzen Verbindungsknoten, eine Befestigungsschelle und einen Stadion-Scheinwerfer zu bestaunen. Verblüffend, wie groß diese Einzelteile sind. Muss man gesehen haben!

3. Die Dimensionen des Olympiaparks im Maßstab 1:500 bestaunen

Der Olympiapark im Maßstab 1:500, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Das größte Modell des Münchner Olympiaparks

3.100 Bäume wurden Anfang der Siebzigerjahre im Olympiapark gepflanzt – viele davon stammen aus den teilnehmenden Ländern. Der Olympiaturm ist 58 Zentimeter hoch, der BMW-Vierzylinder 20. Das größte Modell des Olympiaparks und seiner Umgebung im Maßstab 1:500 lädt dazu ein, den Park, den doch jede Münchnerin und jeder Münchner so gut kennt, nochmal ganz neu zu entdecken und zeigt seine Dimensionen.

„Ich bin gefühlt schon 1000x dort spazieren gegangen“, erzählt eine Ausstellungs-Besucherin beim Betrachten des Modells, „aber jetzt entdecke ich ein paar Ecken, die ich noch nicht kenne. Ich werde am nächsten Wochenende gleich vorbeischauen. “

4. Aktiv an der Stadtgestaltung der Zukunft mitwirken: STEP2040

STEP2040 – Münchner Stadtentwicklung, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Stadtgeschichte und Stadtplanung – eng miteinander verknüpft

Wie soll München in knapp 20 Jahren aussehen – und was hat das eigentlich mit den Olympischen Spielen von 1972 zu tun? Einiges – denn die Impulse, die die Austragung der Spiele für die Stadtentwicklung gab, wirken bis heute nach und sind erstaunlich aktuell.

STEP2040 (Stadtentwicklungsplan 2040) ist der Plan für die Zukunft von München. Diese Zukunft wird nicht von den Stadtplanern „von oben“ bestimmt: Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ein zentraler Baustein. Bis Mitte 2022 dauert die Öffentlichkeitsphase noch.

Worum geht es? Um neue Wohn- und Arbeitsquartiere, um Grünflächen und Freiräume, um Klimaschutz-, Mobilitäts- und Digitalisierungsfragen. Es gibt einen Bürger*innenrat, den Online-Dialog, eine Jugendwerkstatt und zahlreiche Veranstaltungen.

Im PlanTreff in der Blumenstraße 31 ist bis Mitte des Jahres die Spezial-Ausstellung „München plant die Zukunft“ zum STEP2040 zu sehen. Alle Infos gibt es in der Rathausgalerie oder hier »».

5. Sich einmal wie ein Olympiasieger fühlen in den Piktogrammen von Otl Aicher

Eines der berühmten Piktogramme von Otl Aicher, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Gewichtheben – eines der berühmten Piktogramme von Otl Aicher

Bis heute sind sie weltweit bekannt, die Piktogramme von Otl Aicher, der das Artwork zu den Olympischen Sommerspielen 1972 entwarf und am 13.5.2022 hundert Jahre alt geworden wäre. Reduziert, prägnant und gleichzeitig verspielt – mehr über die Geschichte der genialen Grafikelemente, die nicht wegzudenken sind aus dem Olympiapark, gibt's in der Ausstellung. Inklusive Dackel Waldi, dem Maskottchen von #muenchen72!

Wer sich mal wie Akinori Nakayama aus Japan, Olympiasieger von 1972 an den Ringen oder der Norweger Leif Jensen (Goldmedaille im Gewichtheben, Halbschwergewicht) fühlen möchte, kann sich selbst in den Riesen-Piktogrammen der beiden Disziplinen fotografieren lassen. Ein sensationelles Profilbild für das Jubiläums-Jahr 2022!

6. Welterbe Olympiapark? Unter der Sound-Dusche Alt-OB Hans-Jochen Vogel zuhören

Sounddusche in der Ausstellung „50 Jahre Olympiapark“, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Alt-OB Hans-Jochen Vogel spricht zum Besucher, der unter den Audio-Duschkopf tritt

Schon mal unter einer Sound-Dusche gestanden? In der Rathausgalerie geht das. Sobald man unter den Audio-Duschkopf tritt, wird man nicht etwa nass, sondern Alt-OB Dr. Hans-Jochen Vogel (†) fängt an, zu einem zu sprechen. Gezeigt wird ein ca. 5 Minuten langer Video-Ausschnitt von 2019 zur Bewerbung des Olympiaparks in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste.

Wie es um die Chancen steht, dass der Münchner Olympiapark zum Weltkulturerbe erklärt wird, welche Argumente es dafür gibt und mehr über Hans-Jochen Vogel, ohne den die Spiele vermutlich gar nicht nach München gekommen wären – all das lässt sich in der Ausstellung hautnah erleben.

7. Die Zukunft des Olympiaparks mit eigenen Ideen mitgestalten

Die Mitmach-Wand in der Olympiapark-Ausstellung, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Die Mitmachwand – Erinnerungen, Erlebnisse und Wünsche der Besucher*innen

„50 Jahre Olympiapark“ ist eine informative, aber auch interaktive Ausstellung. Wer sich an der „Mitmachwand“ verewigen möchte, sollte sich beeilen – viel Platz ist nicht mehr!

Hier werden in einer Art Zeitstrahl auf der linken Seite Erinnerungen und Geschichten gesammelt, man findet dort einige persönliche Einträge von Münchner*innen, die die Spiele selbst miterlebt haben. Gänsehaut garantiert. Und im Zukunftsteil geht's dann um die konkrete Weiterentwicklung des Olympiaparks – was wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger für ihre schöne Oase im Nordwesten? Ideen gibt's genug – wir sind gespannt und freuen uns auf alles, was noch kommt. 

Öffnungszeiten, Tickets und weitere Informationen

, Foto: Sigl Affairs/LHM
Foto: Sigl Affairs/LHM
  • Wann ist geöffnet? Die Ausstellung ist bis Freitag, 11. März täglich geöffnet.
    Montag – Sonntag: 13 bis 19 Uhr
  • Wie komme ich an Tickets? Der Eintritt ist frei und ohne vorherige Reservierung möglich.
  • Welche Corona-Maßnahmen gelten in der Ausstellung? Für den Besuch der Ausstellung gilt die 3G-Regel und FFP2-Maskenpflicht.
  • Wie komme ich zur Rathausgalerie? Die Rathausgalerie befindet sich in der ehemaligen Kassenhalle des Neuen Münchner Rathauses (Marienplatz 8, Eingang über den Prunkhof) und ist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. U3 und U6 sowie alle S-Bahnen bis Marienplatz

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