Mariä Himmelfahrt 2019

Mariensäule in der Sonne , Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann
Foto: muenchen.de/Lukas Fleischmann

Ein katholischer Feiertag in München - mitten im Hochsommer: Am Donnerstag, 15.8.2019 ist Mariä Himmelfahrt. In den Kirchen finden besondere Gottesdienste statt, auch für Ausflüge lässt sich der freie Tag gut nutzen. Wir haben Tipps und Termine für Euch...

Gottesdienste an Mariä Himmelfahrt

In der Münchner Frauenkirche feiert Kardinal Reinhard Marx um 10 Uhr einen Festgottesdienst, bei dem auch traditionell die mitgebrachten Kräuterbüsche gesegnet werden. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Domchor, das Orchester und Solisten - u.a. mit Mozarts "Spatzenmesse".

Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg leitet ab 10 Uhr den Festgottesdienst in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf. Die Kirche ist Ziel einer der bedeutendsten Wallfahrten zum "Frauendreißiger", einer besonderen Marienverehrung vom 15.8. bis 12.9.

Ein Lateinisches Hochamt mit Vokalmusik feiert Dominikaner-Pater Martin Staszak in der Theaterinerkirche St. Kajetan ab 10:30 Uhr. Thema seiner Predigt ist "Lebensfülle".

Katholische Gottesdienste in der Münchner Innenstadt

Freizeit-Ideen für den Feiertag

Feiertag, aber kein "Stiller Tag"

Peterskirche von Innen mit Hochaltar, Foto: München Tourismus
Foto: München Tourismus

Da der Feiertag nicht als "Stiller Tag" wie z.B. der Karfreitag gilt, sind an Mariä Himmelfahrt öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen erlaubt, somit gibt es auch keine Tanzverbote.

Wie in allen überwiegend katholischen Gemeinden ist Mariä Himmelfahrt in München ein gesetzlicher Feiertag - anders ist es beispielsweise in Ober- oder Mittelfranken (z.B. im evangelisch geprägten Nürnberg). In welchen Gemeinden genau, erfahrt Ihr beim Landesamt für Statistik.

Besonderheiten: Mutter Gottes und die Kräuterweihe

Das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel, so der korrekte Name, wird traditionell am 15.8. begangen. Umgangssprachlich wird es auch Mariä Himmelfahrt oder Frauentag genannt. Gefeiert wird der Übergang von Maria, Mutter Jesu Christi, in den Himmel. Für die römisch-katholische Kirche ist dieser Tag seit ca. 813 ein gesetzlicher Feiertag. In Form eines Hochfestes gehören die Festlichkeiten zu den wichtigsten Marienfesten. Traditionell bringen Gläubige zu den Gottesdiensten Kräutersträuße mit, die gesegnet werden.

Die Kräuterweihe geht auf eine Erzählung des Johannes von Damaskus zurück. Er lebte um 700 als Mönch im Kloster Mar Saba bei Jerusalem. Ihm zufolge erfüllte ein wundersamer Duft das Grab Marias, in welchem man statt des Leichnams Rosenblüten und Kräuter vorfand. Eine Legende aus dem 14. Jahrhundert berichtet, dass Marias Grabtücher "gleich Balsam und der Blume der Lilien" geduftet haben sollen. Beide Erzählungen begründeten den Brauch der Kräuterweihe. Blumen, Kräuter, Früchtezweige und Getreideähren bindet man zu einem Strauß, platziert sie in der Kirche auf dem Altar und lässt sie mit einem Segensgebet weihen.

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