München spart Wasser: Was jetzt für Brunnen und Trinkwasserstellen gilt
Brunnen in München
An heißen Tagen sind Münchens Brunnen mehr als Zierde – sie kühlen, laden zum Sitzen ein und liefern an vielen Stellen kostenloses Trinkwasser. Anfang Juli hatte die Stadt wegen des hohen Wasserverbrauchs und der angespannten Niedrigwassersituation zehn besonders wasserintensive Zierbrunnen abgeschaltet. 56 weitere laufen seitdem verkürzt von 10 bis 20 Uhr.
Die allgemeinen Einschränkungen bei der Wassernutzung sind zum 1. August ausgelaufen. Bei den städtischen Brunnen wird aber weiter Wasser gespart. Gleichzeitig gehen erste abgeschaltete Anlagen wieder in Betrieb: Der Neptunbrunnen im Alten Botanischen Garten sprudelt wieder, die Kaskaden an der Münchner Freiheit spätestens ab 12. August. Der Fischbrunnen am Marienplatz soll noch im August mit neuer Steuerungstechnik nachgerüstet werden.
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Technik statt Abschaltung: Das hat der Stadtrat beschlossen
Abgeschaltete Brunnen sollen kein Dauerzustand werden. Deshalb rüstet das Baureferat in den kommenden drei Jahren mindestens 30 besonders verbrauchsstarke Brunnen mit Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik nach – kurz MSR-Technik. Der Stadtrat hat dafür 900.000 Euro bereitgestellt.
Die Technik steuert, wie lange und wie stark ein Brunnen läuft. Statt eine Anlage komplett abzuschalten, kann ihr Betrieb damit gezielt reduziert werden. Über eingesparte Wasser- und Abwasserkosten soll sich die Investition voraussichtlich innerhalb von zwei bis vier Jahren rechnen.
Zehn Brunnen sollen bereits zum Start der kommenden Brunnensaison nachgerüstet sein. Dadurch lassen sich nach Berechnungen des Baureferats bis zu rund 300 Kubikmeter Wasser pro Betriebstag einsparen.
👉 Bis 2029 werden in München mindestens 30 verbrauchsstarke Zierbrunnen mit MSR-Technik nachgerüstet; der Stadtrat hat dafür 900.000 Euro freigegeben.
Fischbrunnen soll noch im August wieder sprudeln
Der Fischbrunnen am Marienplatz bleibt vorerst außer Betrieb. Er soll aber noch im August 2026 mit Steuerungstechnik nachgerüstet werden. Danach kann der Brunnen mit verkürzter Laufzeit wieder sprudeln und dabei deutlich weniger Wasser verbrauchen.
Damit gibt es auch für Münchens bekannten Treffpunkt am Marienplatz einen konkreten Weg zurück in den Betrieb.
👉 Der Fischbrunnen am Marienplatz soll noch im August 2026 mit Steuerungstechnik nachgerüstet werden und danach mit kürzerer Laufzeit wieder in Betrieb gehen.
Diese zehn Brunnen waren von der Abschaltung betroffen
Seit dem 1. Juli waren zehn besonders wasserintensive Münchner Zierbrunnen abgeschaltet. Zwei davon gehen inzwischen wieder in Betrieb:
- Neptunbrunnen im Alten Botanischen Garten – wieder in Betrieb
- Kaskaden an der Münchner Freiheit – spätestens ab 12. August wieder in Betrieb
- Fischbrunnen am Marienplatz – derzeit außer Betrieb, Nachrüstung noch im August geplant
- Küchengarten / Wasserdüsen im Petuelpark
- Mutter mit Kind an der Reindl-/Saherstraße
- Ceresbrunnen am Thierschplatz
- Arthur-Kutscher-Brunnen am Arthur-Kutscher-Platz
- Hubertusbrunnen in der Waisenhausstraße
- Dorfbrunnen / Giglbrunnen an der Altostraße / Giglweg
- Reiherbrunnen am Regerplatz
Die zehn Anlagen waren ausgewählt worden, weil sie aufgrund ihrer Technik oder örtlichen Gegebenheiten besonders viel Wasser verbrauchen. Gleichzeitig wurde bei 56 weiteren Zierbrunnen die tägliche Betriebszeit von 14 auf zehn Stunden verkürzt. Sie laufen von 10 bis 20 Uhr.
Von den insgesamt 200 Zierbrunnen, die das Baureferat betreibt, dienen 50 zugleich als Trinkbrunnen. Diese Trinkwasserstellen bleiben insbesondere an heißen Tagen weiter in Betrieb.
👉 Von den zehn Anfang Juli abgeschalteten Münchner Zierbrunnen sind der Neptunbrunnen und die Kaskaden an der Münchner Freiheit die ersten Anlagen, die wieder in Betrieb gehen.
Brunnen in München: Das Wichtigste auf einen Blick
- Was: Erfrischende Brunnen, Wasserspiele und Trinkwasserbrunnen in München
- Wie viele: 263 städtische Brunnen sowie unzählige private Brunnen
- Wo: Vor allem in der Altstadt, an zentralen Plätzen und in Grünanlagen
- Saison: Von Ende April bis in den Herbst; viele Brunnen laufen bis zum Beginn des Oktoberfests
- Trinkwasser: Bis Ende der Brunnensaison 2026 soll es rund 115 ausgewiesene Trinkwasserstellen geben
- Tipp bei Hitze: Flasche mitnehmen und unterwegs an den Trinkwasserbrunnen kostenlos auffüllen
- Gut zu wissen: Die Stadt München bietet online eine Liste städtischer Brunnen sowie eine Karte und PDF-Liste der Trinkwasserbrunnen an.
Die Münchner Institution: Der Stachus-Brunnen
Der Stachus-Brunnen ist geradezu eine Münchner Institution. Die einen setzen sich hier auf die Steinblöcke und genießen leicht berieselt ihr Mittagssandwich, die anderen gönnen sich nach dem Einkaufsbummel gleich die Komplettdusche. Vor allem für kleine Kinder natürlich ein riesiger Spaß! Die schrägen Fontänen im Herzen der Altstadt sprudeln mit so viel Schmackes aus den Düsen, dass euch hier eine Erfrischung sicher ist.
Der Schöne: Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz
Auf diesen Brunnen richten sich jedes Jahr die Blicke der Passant*innen. Denn das schöne Denkmal zählt zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als wäre der Brunnen mit seinen Steinfiguren nicht schon beeindruckend genug, hat er auch noch einen überragenden Freizeitwert: Die Mauer bietet euch gefühlt kilometerlangen Platz zum Sitzen. Außerdem befindet sich die Grünanlage am Maximiliansplatz mit Sitzbänken und Bäumen gleich nebenan.
Noch mehr Erfrischung gibt es im Sommer direkt hinter dem Wittelsbacherbrunnen: Dort läuft auch 2026 wieder der M-Net Maximiliansstrand mit Sand, Liegestühlen, Schattenplätzen und Kulturprogramm mitten in der Innenstadt.
Der Gemütliche: Der Rindermarkt-Brunnen
Drei Rinder aus Bronze und ein Hirte wachen über den terrassenförmig angelegten Brunnen am Rindermarkt. Das Wasser plätschert über mehrere Stufen in das breite, unregelmäßige Becken – ideal, um die Füße kurz ins Wasser zu halten. Der Brunnen ist eine beliebte Sitzgelegenheit in der Innenstadt. Gestaltet hat den 1964 eröffneten Rindermarkt-Brunnen Josef Henselmann. Auf der westlichen Seite befindet sich ein kleiner Trinkwasserbrunnen.
Der Versteckte: Wasserglockenbrunnen am Frauenplatz
Vor den Türmen der mächtigen Frauenkirche versteckt sich der schattige Wasserglockenbrunnen. Meist erholen sich hier Passant*innen von ihrem Fußmarsch durch die Altstadt, schließlich ist er ideal, um die Füße zu kühlen. Zwischen den Steinstufen rauscht das Wasser aus kleinen Löchern in den Natursteinen hinunter, wie in einem kleinen Wasserfall. Die wasserspendenden Glocken im Becken sehen aus wie Pilze, daher wird die Anlage auch Wasserpilzbrunnen genannt. Im Sommer 2022 wurde der Brunnen nach einer Sanierung wiedereröffnet und um vier Becken an der Außenseite erweitert.
Der Spritzige: Fontänen am Sendlinger-Tor-Platz
Am Sendlinger-Tor-Platz könnt ihr euch so richtig klitschnass machen: Bis zu 3,5 Meter hoch spritzen die sechs Fontänen im Springbrunnen vor der Kirche St. Matthäus. Ein toller Spaß besonders für Kinder, die gern zwischen den Strahlen durch den Brunnen patschen. Der Brunnen wurde 1972 eröffnet und von dem Bildhauer Heiner Schumann entworfen.
Am neugestalteten Sendlinger-Tor-Platz gibt es außerdem einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen. Praktisch, wenn ihr an heißen Tagen unterwegs seid und eure Flasche auffüllen wollt.
Münchner Originale: Brunnen auf dem Viktualienmarkt
Auf dem Viktualienmarkt könnt ihr gleich mehrere Brunnen entdecken. Besonders beliebt ist der Karl-Valentin-Brunnen, der fast immer mit frischen Blumen von den Händlern geschmückt ist: Die Figur des Münchner Komikers steht seit 1953 auf dem Markt und passt perfekt zu diesem Ort zwischen Alltag, Humor und Münchner Geschichte.
Neben Karl Valentin erinnern weitere Brunnen an Münchner Originale wie Liesl Karlstadt, Weiß Ferdl, Ida Schumacher, Elise Aulinger und Roider Jackl. Neben den Figurenbrunnen gibt es auf dem Viktualienmarkt auch noch den Honig-Brunnen und den Kartoffel-Brunnen. So wird der Viktualienmarkt nicht nur zum Ort für Obst, Käse, Blumen und Brotzeit, sondern auch zu einem kleinen Brunnenrundgang mitten in der Altstadt.
👉 Der Viktualienmarkt liegt nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt – ideal, wenn ihr Fischbrunnen, Marktbrunnen und eine kurze Erfrischung verbinden wollt.
Der Gemütliche: Neptunbrunnen im Alten Botanischen Garten
Auf den ersten Blick wirkt der mächtige Meeresgott fast ein wenig einsam inmitten seines riesigen Beckens. Doch lasst euch nicht täuschen: Am Neptunbrunnen ist niemand alleine. An warmen Sommertagen erfrischen sich im Alten Botanischen Garten viele am kühlen Wasser – oder sie lesen, hören Musik, ratschen oder machen eine Pause auf einer Parkbank. Neptun gefällt das sicherlich.
Studierenden-Hotspot: die Brunnen vor der LMU
Vor der LMU sprudelt das Wasser gleich doppelt: Ein Brunnen liegt am Geschwister-Scholl-Platz, der andere gegenüber am Professor-Huber-Platz. Zwischen Vorlesungen, Prüfungen und Pausen sind die beiden Brunnen feste Orientierungspunkte vor der Universität.
Nach der Sanierung erstrahlen sie seit Mai 2024 wieder in frischem Grün. Tagsüber bringen sie Bewegung auf die Plätze vor der LMU, am Abend wirken sie besonders stimmungsvoll, wenn die Lichter angehen und das Wasser vor der Universität plätschert.
Das Brunnenbuberl am Stachus
Das neckische Brunnenbuberl spritzt wieder: Der kleine Brunnen am Karlstor war mehrere Jahre wegen Umbauarbeiten außer Betrieb. Der verspielte Jugendstil-Brunnen von Mathias Gasteiger aus dem Jahr 1895 ist ideal für eine kurze Pause beim Shoppen in der Fußgängerzone. Die Brunnengruppe erhielt 1892 eine Goldmedaille bei der Münchner Kunstausstellung und wurde ursprünglich 1895 am Stachus in der Sonnenstraße errichtet und dort 1964 abgebaut. Seit 1971 plätschert das Wasser des Brunnens an einer Straßenecke in der Neuhauser Straße.
Der Neue: Brunnen am Oskar-von-Miller-Ring
Ein neuerer Erfrischungspunkt liegt am Oskar-von-Miller-Ring vor dem Oskar-von-Miller-Forum. Die Brunnenanlage aus dem Jahr 2025 besteht aus einer gegliederten Natursteinwand mit unterschiedlich hoch angeordneten Wasseraustritten. So entsteht je nach Stelle ein anderes Bild: Das Wasser sprudelt, fließt oder plätschert in das Becken.
Praktisch für heiße Tage: Direkt neben dem Zierbrunnen steht auch ein Trinkbrunnen. Damit passt der Ort gut für eine kurze Pause am Altstadtring – besonders, wenn ihr eure Flasche auffüllen wollt. 2026 wurde hier offiziell die Münchner Brunnensaison eröffnet.
Weitere sehenswerte Brunnen in München
Natürlich gibt es viele weitere Brunnen, insgesamt rund 700, davon sind über 260 städtisch. Auf der Museumsinsel ist der Vater-Rhein-Brunnen an der Ludwigsbrücke ein beliebter Treffpunkt an der Isar, vor allem durch den M-net Kulturstrand. Am St.-Jakobs-Platz sorgt der Brunnen vor dem Jüdischen Museum zwischen Jüdischem Zentrum und Münchner Stadtmuseum für eine spritzige Wasserfläche mitten in der Altstadt. Am Wiener Platz in Haidhausen spendet der Fischerbuberl-Brunnen im Sommer Frischwasser. Münchens Brunnen sind mal Denkmal, mal Treffpunkt, mal kurze Erfrischung mitten im Alltag.
Der Klassiker: Fischbrunnen auf dem Marienplatz (derzeit abgeschaltet)
Wo treffen wir uns? Am Fischbrunnen natürlich! Den Brunnen vor dem Rathaus kennt fast jede*r – aber er ist nicht nur Münchens bekanntester Treffpunkt, sondern auch ein guter Ort für eine kurze Pause mitten auf dem Marienplatz. Vom Fischbrunnen aus könnt ihr dem Trubel in Münchens guter Stube entspannt zusehen. Nur reinspringen solltet ihr nicht: Das ist allein den Metzgergesellen beim traditionellen Metzgersprung vorbehalten.
Immer mehr Trinkwasserbrunnen
Das Netz der Trinkwasserbrunnen in München wächst weiter: Bis Ende der Brunnensaison 2026 soll es rund 115 ausgewiesene Wasserstellen geben. Dort könnt ihr von Ende April bis zum Beginn des Oktoberfests kostenlos frisches Trinkwasser zapfen – an vielen Standorten rund um die Uhr.
Die Trinkwasserbrunnen und Trinkwasserspender stehen vor allem an stark besuchten Plätzen, in Grünanlagen und an den Außenfassaden öffentlicher Toilettenanlagen. Ihr erkennt sie an der Trinkwasser-Beschilderung. Über den QR-Code am Schild könnt ihr Mängel direkt an das Baureferat melden.
Damit die Qualität stimmt, werden die Anlagen regelmäßig kontrolliert: Das Baureferat reinigt die Trinkwasserbrunnen zweimal pro Woche, inspiziert und wartet sie. Die Wasserqualität wird engmaschig überprüft.
👉 Für heiße Tage lohnt sich eine wieder auffüllbare Trinkflasche: Die offiziellen Trinkwasserbrunnen findet ihr in der Karte der Stadt.
Kurzüberblick Trinkwasserbrunnen
- Was: Öffentliche Trinkwasserbrunnen und Trinkwasserspender
- Wo: An stark besuchten Plätzen, in Grünanlagen und an öffentlichen Toilettenanlagen
- Saison: Von Ende April bis zum Beginn des Oktoberfests
- Kosten: Kostenlos
- Erkennbar an: Trinkwasser-Schild am Brunnen oder Spender
- Service: QR-Code am Schild für Mängelmeldungen
- Tipp: Flasche mitnehmen und unterwegs auffüllen
Schnell orientiert: Welche Brunnen passen zu welchem Sommermoment?
- Richtig nass werden: Stachus-Brunnen und Fontänen am Sendlinger-Tor-Platz
- Füße kühlen: Rindermarkt-Brunnen und Wasserglockenbrunnen am Frauenplatz
- Sitzen und schauen: Wittelsbacher Brunnen, Fischbrunnen und Neptunbrunnen
- Neu entdecken: Brunnenanlage am Oskar-von-Miller-Ring
- Trinkflasche auffüllen: an den ausgewiesenen Trinkwasserbrunnen der Stadt
👉 Für heiße Tage lohnt sich eine wieder auffüllbare Flasche: Die offiziellen Trinkwasserstellen findet ihr über die städtische Karte.
FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Kann man aus Münchner Brunnen trinken?
Nur aus ausgewiesenen Trinkwasserbrunnen und Trinkwasserspendern. Achtet vor Ort auf die Trinkwasser-Beschilderung.
Wo finde ich Trinkwasserbrunnen in München?
Die Stadt bietet eine Karte der Münchner Trinkwasserbrunnen. Dort findet ihr die offiziellen Standorte zum kostenlosen Auffüllen eurer Flasche.
Laufen die Brunnen in München das ganze Jahr?
Viele städtische Brunnen machen im Winter Pause. Die Brunnensaison beginnt im Frühjahr; nach und nach werden die Anlagen wieder in Betrieb genommen.
Welche Brunnen eignen sich besonders zur Abkühlung?
Für eine schnelle Erfrischung passen besonders der Stachus-Brunnen, die Fontänen am Sendlinger-Tor-Platz, der Rindermarkt-Brunnen und der Wasserglockenbrunnen am Frauenplatz.
Gibt es in München eine Karte für kühle Orte?
Ja. Die Karte kühler Orte zeigt unter anderem schattige Plätze, kühle Innenräume, Trinkwasserbrunnen und Toilettenanlagen mit Trinkwasserspendern.
Sind Zierbrunnen dasselbe wie Trinkwasserbrunnen?
Nein. Zierbrunnen sind zum Anschauen, Sitzen und Abkühlen da. Zum Trinken nutzt ihr nur offiziell beschilderte Trinkwasserbrunnen.
Was kann ich tun, wenn ein Trinkwasserbrunnen nicht funktioniert?
An den Trinkwasserbrunnen gibt es einen QR-Code. Darüber könnt ihr Mängel direkt an das Baureferat melden.