Residenz

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Do geöffnet 10:00 - 17:00 (Bitte Hinweise beachten)
22.Oktober-23.März: 10-17 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr) /24.März-21.Oktober.: 9-18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr). Geschlossen: 24., 25.und 31.12., 1.1. und am Faschingsdienstag

Es ist schon ein imposanter Anblick, wenn man sich von der Dienerstraße aus auf den Max-Joseph-Platz begibt und die mächtige Fassade der Residenz vor einem aufragt. Die Münchner Residenz ist das größte Innenstadtschloss Deutschlands. Ein Rundgang im Inneren führt durch historische Raumensembles - in unterschiedlichen Epochenstilen, da die Residenz in ihrer über 600-jährigen Geschichte laufend erweitert und umgebaut wurde. Einen Besuch lohnen auch die Schatzkammer der Residenz, das prächtige Cuvilliés-Theater im Rokokostil und der herrliche Hofgarten.

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Münchner Residenzkonzerte

, Foto: Kulturgipfel
Foto: Kulturgipfel

Klassische Konzerte in prunkvollem Ambiente: Die Konzerte in der Münchner Residenz sind ein besonderes Erlebnis für Publikum und Musiker. Ob die Konzerte in der Allerheiligen Hofkirche oder im Cuvilliés-Theater erklingen: Sie sind sowohl musikalisch als auch architektonisch außergewöhnlich. Zu den Terminen »

Wie die bayerischen Fürsten einst lebten

Der Rundgang im Inneren, durch die Appartements, die Festsäle und die Hofkapellen der bayerischen Herrscher führt durch historische Raumensembles - in unterschiedlichen Epochenstilen, da die Residenz in ihrer über 600-jährigen Geschichte laufend erweitert und umgebaut wurde. Es verging kaum ein Jahrzehnt, ohne dass irgendwo in oder an der Residenz eine Baustelle gewesen wäre. Die Prunkräume vermitteln dem Besucher heute einen Eindruck herrschaftlicher Wohnkultur und fürstlicher Repräsentation vergangener Zeiten.

Beliebt sind auch die klassischen Konzerte die regelmäßig in der Residenz veranstaltet werden: Infos zu den Residenzkonzerten (Anzeige)

Auferstanden aus Ruinen

Innenhof der Residenz, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Man sieht es ihr kaum an, dass die Münchner Residenz einst wie eine düstere Ruine in der Stadt lag. Sie war in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, lag teilweise bis auf das Erdgeschoss offen. Regen und Schutt sammelte sich in den prachtvollen Räumen, in denen einst Kurfürsten und Könige residierten. Beeindruckend war die Leistung derer, welche die Residenz in wenigen Jahren wieder aufbauten.

Antiquarium in der Residenz München, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung - www.schloesser.bayern.de
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung - www.schloesser.bayern.de

Man kann sich kaum vorstellen, dass die Joche des Antiquariums durchbrochen waren, das 23.000 qm große Dach bis auf 50 qm zerstört wurde und die berühmten Löwen der Residenzstraße - die Glücksbringer der Münchner - zum Schutz vor den Bomben im Brunnenhof vergraben lagen.

Zuvor blieb die Residenz fast 600 Jahre lang von Zerstörungen verschont. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs sie im Nordosten der Innenstadt zu immenser Größe heran. Ausgangspunkt der wittelsbacher Residenz war die Neuveste, eine gotische Wasserburg aus dem Jahr 1385.

Von der Neuveste zum Renaissanceschloss

Die Neuveste war die Fluchtburg der frühen Herzöge, die damals noch im Alten Hof residierten. Jener wurde jedoch bald zu klein. Der erste Bau der neuen Residenz an der Neuveste sollte das erste Museum nördlich der Alpen sein: Das Antiquarium, 1571 fertiggestellt. Kurz darauf folgten der Witwenstock, der Grottenhof und der Schwarze Saal. Auch der Brunnenhof stammt aus dieser Zeit. Die Neuveste musste weichen, um dem schmucken Renaissanceschloss, welches dem hohen politischen Anspruch der Wittelsbacher gerecht werden sollte, mehr Raum zu geben.

Barock, Rokoko und das Cuvilliés-Theater

Cuvilliés-Theater Innen, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Mit die prächtigsten Raumfolgen in der Residenz München entstanden zur Zeit des Barock und Rokoko. Aufwändige Dekore, Gemälde und Möbel, Seide an den Wänden und viel Gold geben eine leise Ahnung davon, welchen sozialen und künstlerischen Anspruch die bayerischen Herrscher verfolgten. Ein überaus bedeutender Anbau entstand bis 1753: Das Cuvilliés-Theater. Aus über 1.000 Bäumen, gefällt am Staffelsee, entstand eines der schönsten Rokokotheater Deutschlands. Kräftiges Rot und viel Gold dominieren das vierstöckige Schmuckstück, in dem auch heute noch Konzerte und kleinere Opern aufgeführt werden.

Klassizistische Erweiterungen

Unter Ludwig I. bekam die Residenz ihr heutiges Erscheinungsbild. Bis 1842 entstanden der mächtige Königsbau am Max-Joseph-Platz, sein Pendant der Festsaalbau am Hofgarten, sowie das Nationaltheater und die Allerheiligen-Hofkirche.

Die repräsentative Königswohnung Ludwig I. entlang des gesamten Königsbaus ist einer der Höhepunkte der Besichtigung. Typisch Ludwig mögen sich manche Leute gedacht haben, als dieser einen 70 x 17 Meter großen Wintergarten, samt exotischer Vögel und Pflanzen errichten ließ. Eine neun Meter hohe Tonne aus Eisen und Glas überspannte den Festsaalbau und auf einem kleinen künstlichen See, hoch über den Dächern der Stadt, ließ sich Ludwig in einem Schwanenboot treiben. Wer die bayerischen Könige kennt, weiß genau, dass jetzt nicht mehr Ludwig I. gemeint ist. Nein, es ist Ludwig II., der Märchenkönig. Der Wintergarten samt See ist leider nur noch auf alten Photographien erhalten, da Prinzregent Luitpold die Konstruktion 1897 abbauen ließ. Sie war zu schwer für den Königsbau - und es tropfte durch die Decke in die Gemächer der Dienerschaft darunter.

Insider-Tipps

Löwe an der Residenz mit Tourist, Foto: Immanuel Rahman
Foto: Immanuel Rahman

Bronzesäle

Satyr im Bronzesaal der Residenz München, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung - www.schloesser.bayern.de
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung - www.schloesser.bayern.de Saytr in den Bronzesälen

In den Bronzesälen der Residenz finden sich über 40 originale Bronzeplastiken aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert. 

Die Säle stehen für Veranstaltungen in exklusivem Ambiente zur Verfügung. Mehrmals im Jahr werden die Bronzesäle außerdem für die Öffentlichkeit zur Besichtigung geöffnet.

Der Herkulessaal

Die schlimmsten Verluste der Bombennächte sind vor allem die Fresken der Allerheiligen-Hofkirche, die prunkvolle Ausstattung der Päpstlichen Zimmer, die privaten Wohnräume Ludwigs II. sowie einige klassizistische Säle im Festsaalbau inklusive der prächtigen Prunktreppe gegenüber dem Marstall. Auch der Große Thronsaal existiert nur noch auf alten Bildern, obwohl er nicht komplett zerstört war.

Herkulessaal in der Münchner Residenz, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung - www.schloesser.bayern.de
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung - www.schloesser.bayern.de

Allerdings gab es für den Festsaalbau einen anderen Plan. Auch das Odeon am Odeonsplatz war zerstört, und der Bayerische Rundfunk wollte einen neuen Konzertsaal als Ersatz. So wurde an der Stelle des ehemaligen Thronsaals der Neue Herkulessaal errichtet. Ein Monument des Neoklassizismus, gefördert und ermöglicht durch eine Millionenspende der Rundfunkanstalt. Über 1.000 Gäste lauschen dort bis heute nicht nur klassischen, sondern auch modernen Pop-Konzerten.
 

Die Schatzkammer

Schatzkammer in der Residenz, Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Kroninsignien und Königskronen, edle Statuetten und Trinkspiele, Gefäße, Truhen und Pokale gehören zu den bestgehüteten Schätzen eines jeden Herrscherhauses. Trotzdem darf man die teuren Kunstwerke bestaunen - in Münchens bestbewachten Räumen, der Schatzkammer der Residenz. So mancher darin wird sich insgeheim gewünscht haben, wenigstens einmal im Leben die Krone der Bayerischen Könige selbst auf dem Haupt tragen zu dürfen.

Der Hofgarten

Der Hofgarten im Frühling, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

2013 feierte der Hofgarten sein 400-jähriges Jubiläum. Das Alter sieht man ihm überhaupt nicht an, was wohl auch an den vielen Menschen liegt, die ihn tagtäglich bevölkern: Manche lesen auf den Bänken, andere liegen in der Sonne. Auf den Wegen tummeln sich Boulespieler und an den Tischen des Café Tambosi herrscht la Dolce Vita. Besser als hier könnte man einen Residenz-Tag kaum ausklingen lassen.

Zusatzinfos

Eintrittspreise

Residenzmuseum oder Schatzkammer: je 7 Euro, ermäßigt 6 Euro
Cuvilliés-Theater: 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
Kombikarte "Residenzmuseum / Schatzkammer": 11 Euro,  ermäßigt 9 Euro
Gesamtkarte "Residenzmuseum / Schatzkammer / Cuvilliés-Theater": 13 Euro,  ermäßigt 10,50 Euro

Weitere Informationen

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7 Bewertungen zu Residenz

5
7 Bewertungen
  • von am
  • von am

    Das ist wirklich beeindruckend was hier an Prunk , Glanz und Schätzen zu sehen ist. In 130 Räumen und Sälen kommt man aus dem staunen nicht mehr raus.Das muß man unbedingt gesehen haben. Einige Stunden einplanen, es ist wahrlich gigantisch. Warum habe ich das nicht früher gewusstß.

  • von am
  • von am

    Sehr sehenswert. Auch wenn ein Teil aktuell geschlossen ist kann man Eindruck bekommen welchen Rang das Land Bayern einmal gespielt hat. Nettes Personal.

  • von am

    Sie war über viele Jahrhunderte das Stadtschloss der bayerischen Herzöge, Könige und Kurfürsten. Umso beeindruckender ist der Besuch wenn man im Hinterkopf weiß, dass die Residenz leider durch den Krieg zu mehr als 90% zerstört wurde. In liebevoller jahrelanger Kleinarbeit wurde sie wieder rekonstruiert. Sie ist nicht nur von außen, sondern auch von Innen absolut beeindruckend. Besonders schön ist auch die Schatzkammer. Hier findet man die Schmuckstücke der Könige und Königinnen. So tolle Ketten, Ohrringe und mit edelsteinbesetzte Kronen sieht man selten!

  • von am

    Man läuft 1000 Mal vorbei, denkt sich beim 1001. Mal: Da muss ich jetzt endlich mal rein. Und dann bereut man, dass man nicht früher drin war. Ein großer Schatz, mitten in der Innenstadt. Mit dem ältesten Museum nördlich der Alpen und einer beeindruckenden Raumfolge in dem dem Max-Joseph-Platz zugewandten Bauteil. Ein Ort mit Geschichte und Geschichten, man muss sie nur suchen, dann findet man sie auch.

  • von am

    Absolut sehenswert! Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass im inneren der Residenz so viel zu sehen ist. Eine eigene Kirche hat die Residenz sogar! Und soviele unterschiedliche Ausstellungen auf einmal bekommt man bestimmt in keinem Haus zu sehen. Faszinierend fand ich vor allem die prunkvollen Ausstattungen der Räume. So viel Gold hab ich nur in der Eremitage in St. Petersburg ein zweites Mal gesehen.

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