5 Gründe, warum wir den Münchner Fasching lieben

München narrisch - Faschingsspaß in der Fußgängerzone (Archiv), Foto: muenchen.de / Leonie Liebich
Foto: muenchen.de / Leonie Liebich

Faschingszeit – Gaudizeit? Obwohl so mancher Einheimische unter der "Fünften Jahreszeit" eher die Starkbierzeit versteht, ist der Münchner Fasching besser als sein Ruf. Wir verraten Euch, warum er sich lohnt...

1. Weil der Münchner Straßenfasching einfach kultig ist

Tanz der Marktweiber 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

Der Faschingsumzug der Kölner Jecken ist zwar berühmt - unser Faschingsumzug der Damischen Ritter dafür gemütlich. Und was wäre der Münchner Fasching ohne den Tanz der Marktfrauen? Die Damen vom Viktualienmarkt lassen am Faschingsdienstag ihre Arbeit ruhen, schmeißen sich in witzige Kostüme und tanzen für die begeisterten Zuschauer. Kein Wunder, dass sich diese Schau zum heimlichen Höhepunkt des Münchner Faschings gemausert hat. Außerdem ist der Fasching in der Innenstadt einzigartig - wann könnt Ihr schon so ausgelassen die Altstadt zur Partyarea machen und spielerisch neue Leute kennenlernen, wie bei München narrisch? Denn, wie schon der große Karl Valentin wusste: "Der Münchner weiß, nur einmal im Jahr ist Fasching – und da will und muss er lustig sein – wenn’s ihm auch schwer fällt."

2. Weil es nur zum Fasching abgefahrene Krapfenkreationen gibt

Lustige Faschingskrapfen, Foto: ChristArt / Fotolia.com
Foto: ChristArt / Fotolia.com

Leberkas, Chilischokolade oder Latte Macchiato-Creme – es gibt fast nichts, das nicht irgendwann als Füllung im Krapfen landet. Also probiert Euch durch! Keine andere kulinarische Spezialität gehört so zum Fasching wie der Krapfen. Und auch, wenn Ihr sie rund ums Jahr bekommt, nie schmecken sie so gut und frisch wie in der Faschingszeit. Da kann man auch getrost mal das Kalorienzählen vergessen und ignorieren, dass einer ca 200 – 400 kcal enthält. Wie gut, dass so gut wie jeder Münchner Bäcker die Köstlichkeit in allen Farben im Angebot hat - Lust bekommen? Hier findet Ihr gleich die nächste Bäckerei in Eurer Nähe.

3. Weil Münchens Faschingspartys längst mit Köln mithalten können

Weisse Feste 2017, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño

Was Köln kann, kann München schon lange. Denn entgegen des Klischees brauchen die Münchner nicht zwangsläufig eine Maß und eine Wiesnband, um ausgelassen zu feiern. Deshalb gibt's bei uns auch unzählige und gut besuchte Faschingspartys. Auf der Tanzfläche tummeln sich hier Jung neben Alt, aufwendig Verkleidete neben jenen, denen eine Sonnenbrille zur Kostümierung genügt. Am Spannendsten sind natürlich die Partys, bei denen Verkleidung Pflicht ist: Bei den Weissen Festen (bis 5.3.) lässt Euch die Max-Emanuel-Brauerei im Schwarzlicht leuchten. Ebenso kultig ist der studentische Biedersteiner Kellerfasching (2.3.) im gleichnamigen Schwabinger Wohnheim. Die Getränkepreise sind hier dem studentischen Geldbeutel angemessen, die Feierlaune ist entsprechend hoch. Auch der Fasching Olympialust (Anzeige) in der Olydisco erfreut sich größter Beliebtheit - vermutlich, weil sie die Faschingsfreude gleich auf mehrere Abende (28.2., 1./2./4.3.) ausdehnt. 

4. Weil mit dem Prinzenpaar auch München endlich "Royals" hat

Gekrönt wurden in diesem Jahr „Ihre Lieblichkeit“ Sarah I. mit dem Beinamen „die royale Märchenballerina“ und „Seine Tollität“ Fabrician I., „der Öl-Prinz von Messtecc“., Foto: Rico Güttich
Foto: Rico Güttich

Wer braucht schon Kate, Meghan und Co., wenn er ein waschechtes Münchner Faschingsprinzenpaar hat? Und mal ehrlich: Unsere „Royals“ bringen auch viel mehr Volksnähe mit. Sarah I. und Fabrician I. haben seit Januar offiziell den Stadtschlüssel in der Hand und mischen bei allen großen Events mit. Die Narrhalla hat heuer außerdem ein richtig ansehnliches Paar an die Spitze gestellt – in ihren eigens für den Münchner Fasching genähten Gewändern sehen sie wirklich aus wie aus einem Disneyfilm, wenn sie über die Tanzflächen schweben. Und auch die Shows ihrer Garden können sich sehen lassen. Übrigens gibt es dieses Jahr erstmals auch ein Kinderprinzenpaar: Juli I. und Marcus I. zeigen Euch, wie der Hase an Fasching läuft…

5. Weil der Fasching bei uns schon lange Tradition hat

Münchner Faschingsdienstag um 1910, Foto: Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Kester
Foto: Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Kester

Klar, der Münchner Fasching unterscheidet sich stark von den Karnevals-Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz. Aber auch in München hat der Fasching bereits lange Tradition. Schon um 1910 begeisterte etwa ein großer Faschingstanz auf dem Odeonsplatz die Münchner, wie die Bilder aus dem Fotoarchiv zeigen. Außerdem gab es große Faschingsumzüge, etwa durch die Maximilianstraße und Ludwigsstraße. Mit dabei waren Prachtgespanne und vereinzelt auch schon motorisierte Faschingsgefährte. Und natürlich liefen verkleidete Passanten überall durch die Stadt, wie hier auf der Sonnenstraße (Bild). Eine sehr begehrte Verkleidung damals war übrigens der Pierrot. Und auch die bunten Luftschlangen sind keine Erfindung der Moderne. München ist also schon historisch gesehen eine Faschingsstadt… Mehr zur Geschichte des Münchner Faschings

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