Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona

München kennenlernen: 7 schöne Plätze in der Stadt

Sommer am Weißenburgerplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Diese Plätze solltet Ihr besuchen oder als Münchner neu entdecken

Wer neu in München ist - oder die Stadt als Gast kennenlernen möchte, kommt im Sommer an diesen Plätzen nicht vorbei. Hier könnt Ihr trotz Corona genügend Abstand halten. Wir zeigen Euch, wo Ihr am besten chillen, lernen, Kaffee trinken oder Euch ins Lieblingsbuch vertiefen könnt - ganz einfach München erleben!

1. Weißenburger Platz: Romantik pur im Franzosenviertel

Wen trifft man? Muttis mit Kindern, deren größter Wunsch es wäre, einmal im Glaspalastbrunnen inmitten des Platzes zu planschen. Pausierende Geschäftsleute, die hektisch in ihr Sandwich beißen. Und Skat-spielende Senioren aus der Nachbarschaft.

Wann ist es hier am schönsten? Im Sommer, wenn die Blumen blühen und der Brunnen plätschert. Wer weniger Trubel mag, sollte dem Platz in Haidhausen tagsüber einen Besuch abstatten. Abends klappen Anwohner und deren Freunde auch mal Tische und Stühle auf, um ganz romantisch das Leben zu genießen.

Was gibt es sonst so zu sehen? Das idyllische Franzosenviertel, durch das Ihr ganz genüsslich schlendern solltet. Wer sich hier nicht in München verliebt, dem kann man fast nicht helfen. Biergärten, Tante-Emma-Läden, kleine Herbergshäuschen und Marktstände mit frischem Obst und Gemüse - was wollt Ihr mehr?

Wissenswertes: Der prächtige Glaspalastbrunnen von August von Volt stammt zwar aus dem Jahr 1853, steht aber erst seit 1974 an seinem heutigen Platz. Bis 1875 befand er sich im Alten Botanischen Garten, danach zierte er fast ein Jahrhundert lang den Orleansplatz.

Mehr zum Weißenburger Platz und mehr Ideen, was Ihr in Haidhausen machen könnt

2. Odeonsplatz: Wo Münchner Schick auf ein Barockjuwel trifft

Der Odeonsplatz mit Feldherrnhalle und Theatinerkirche

Wen trifft man? Einen bunten Mix: Hier kommen Louis Vuitton-tragende Damen, junge Mädels mit Kaffeebechern und knipsende Touristen zusammen.

Wann ist es hier am schönsten? Die Stufen der pompösen Feldherrnhalle sind der perfekte Ort, um im Sommer im Schatten ein Eis zu essen - mit Blick auf ein Barockjuwel: die Theatinerkirche.

Was gibt es sonst so zu sehen? Im Café Tambosi genießen Münchner das Innenstadt-Treiben und der Hofgarten lohnt sich mit seinen entspannenden Brunnen und den farbenfrohen Blumenbeeten zum Spazieren oder Ausruhen auf den Parkbänken.

Wissenswertes: Eine Bronzespur an der Viscardigasse hinter der Feldherrnhalle erinnert an Münchens bewegte Geschichte: Da nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten vor dem errichteten Ehrenmal eine SS-Wache stand, die von Vorübergehenden einen Gruß an die Gefallenen des Hitlerputsches erwartete, mieden trickreiche Münchner die Stelle und benutzten die kleine Seitenstraße. Sie heißt deshalb auch Drückebergergasse.

Mehr zum Odeonsplatz

3. Marienplatz: Das Herz Münchens

Impressionen vom Münchner Marienplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Wen trifft man? Besucher, klar - aber auch Münchner, die vom Marienplatz aus durch die Fußgängerzone ziehen - zum Einkaufen oder um bei den traditionsreichen Wirtshäusern der Altstadt einzukehren.

Wann ist es hier am schönsten? Am Morgen, wenn das Stadtleben in München erwacht - bei Rischart's  (Anzeige) oder im Café Glockenspiel startet Ihr mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag.

Was gibt es sonst so zu sehen? Das Glockenspiel zur bewegten Stadtgeschichte Münchens (bitte mit begeisterten „Ahs“ und „Ohs“ bewundern), den türkisblauen Fischbrunnen (nach wie vor der perfekte Treffpunkt in der Innenstadt) und den Alten Peter (wegen Corona ist leider die Turmbesteigung nicht möglich). Was ist aktuell auf dem Marienplatz los? In unserer Live Webcam seht Ihr's!

Wissenswertes: Mit nur 25 Jahren plante der Architekt Georg von Hauberrisser das Gebäude, das auf dem Marienplatz wohl am meisten Blicke auf sich zieht: das Neue Rathaus. Und wusstet Ihr, dass das neugotische Bauwerk gar nicht so alt ist, wie gedacht? Erst 1905 wurde es fertiggestellt.

Mehr zum Marienplatz

4. Viktualienmarkt: Das Gourmet-Paradies

Viktualienmarkt, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Wen trifft man? Gourmet-Köche und solche, die es werden wollen - auf der Suche nach den ungewöhnlichsten Spezialitäten. Die Omi von nebenan, die ihren Enkeln das Mittagessen aus frischen Zutaten kocht und junge Paare, deren Liebe zu Bio-Produkten ganz besonders groß ist.

Wann ist es hier am schönsten? Unter der Woche, wenn abseits von samstägigen Hamsterkäufen die Wege zwischen den Ständen gut begehbar sind und Euch die nette Verkäuferin alles über Almwirtschaft und diesen unglaublich leckeren Vorarlberger Bergkäse erzählen kann.

Was gibt es sonst so zu sehen? Alles, was das Herz begehrt! Kulinarisches, Handgemachtes, Blumiges, dazu noch einen von Kastanien gesäumten Biergarten und die Schrannenhalle, die noch mehr Köstlichkeiten bereithält.

Wissenswertes: Wer in der Heilig-Geist-Kirche - gleich beim Viktualienmarkt -  genauer hinsieht, wird ein kleines, sehr amüsantes Detail in der Deckenverzierung entdecken: Trommelwirbel… eine Breze! Zurückgehend auf den sogenannten Breznreiter, der im 13. Jahrhundert einmal im Jahr durch München ritt und arme Bürger mit Brezen beschenkte.

Mehr zum Viktualienmarkt

Wie wär's mit Sightseeing in München?
Stadtrundfahrten und Führungen von Bus bis Hubschrauber
Zur großen Übersicht

5. Königsplatz: Das bayerische Isar-Athen

Propyläen am Königsplatz, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Wen trifft man? Instagrammer auf der Suche nach dem perfekten Foto-Hintergrund. Kunstbegeisterte, die schon immer mal etruskischen Goldschmuck begutachten wollten oder Sonnenhungrige, die sich die letzten Strahlen des Tages ins Gesicht scheinen lassen.

Wann ist es hier am schönsten? An Sommerabenden, einfach so zum Menschen beobachten, Lesen und Kaffee trinken im Ambiente der atemberaubenden Architektur. Die Glyptothek verschwindet zwar noch bis Ende 2020 hinter einem Bauzaun, aber auf der "Glyptotheke" - hölzernen Sitzstufen - könnt Ihr ebenso gut entspannen. Mehr Infos zur Glyptotheke

Was gibt es sonst so zu sehen? Eine wunderschöne Villa mit romantischem Garten und der größten Werkesammlung des „Blauen Reiters“ - das Lenbachhaus. Kontrastprogramm dagegen im NS-Dokumentationszentrum. Auf vier Etagen werden Euch die Folgen des Nationalsozialismus im Kontext der Münchner Geschichte nähergebracht.

Wissenswertes: Zwischen Glyptothek, Propyläen und Staatlicher Antikensammlung habt Ihr das Gefühl, mitten in Athen zu stehen. Wusstet Ihr, dass die klassizistischen Gebäude auf den bayerischen König Ludwig I. zurückgehen, der eine große Begeisterung zu Griechenland hegte? Wieder was gelernt.

Mehr zum Königsplatz

Ihr wollt noch mehr tolle Münchner Plätze kennenlernen? Hier ist die große Übersicht

6. Münchner Freiheit: Das Schwabinger Lebensgefühl

Denkmal für den Monaco Franze vor dem Café Münchner Freiheit, Foto: muenchen.de / Filippo Ferrara
Foto: muenchen.de / Filippo Ferrara Der "Monaco Franze" Helmut Fischer hat sein Denkmal an der Münchener Freiheit

Wen trifft man? Münchner und Touristen gleichermaßen, denn dieser Ort ist bei Touristen wie Einheimischen beliebt. Am besten schaut Ihr mal ins Café Münchner Freiheit (Anzeige), denn dort ist diese Mischung praktisch immer vertreten. Apropos: In diesem Café trefft Ihr übrigens auch Helmut „Monaco Franze“ Fischer, denn der ewige Stenz hat dort eine Statue.

Wann ist es hier am schönsten? Abends, denn dann entfaltet die Münchner Freiheit ihren ganz besonderen Charme. Diese Mischung aus hervorragenden Restaurants, Bars und dem durch die Leopoldstraße dröhnenden Großstadt-Groove findet Ihr so in München kein zweites Mal.

Was gibt es sonst so zu sehen? Wenn Ihr hier seid, dann müsst Ihr Euch auf jeden Fall mal die schiefe Laterne anschauen, die am Wedekindplatz steht. Und natürlich auch der Busbahnhof mit seiner ganz besonderen Dachkonstruktion ist einen Blick wert.

Wissenswertes: Die Münchner Freiheit trägt ihren Namen erst seit 1947 – und zwar in Gedenken an die Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern. Diese rief zum Kriegsende 1945 zur Kapitulation gegenüber der heranrückenden US-Armee auf, um München vor noch größerer Zerstörung zu bewahren.

Mehr zur Münchner Freiheit und weitere Schwabing-Tipps

7. Wiener Platz: So malerisch ist Haidhausen

Der Wiener Platz in Haidhausen bei Sonnenschein

Wen trifft man? Wegen des Hofbräukellers (Anzeige) sind zwar oft Touristen hier unterwegs, aber der Wiener Platz ist eigentlich eher eine Geschichte für Münchner. Oder noch treffender: Für Haidhauser, für die der malerische Platz so etwas wie das Zentrum des Stadtteils ist.

Wann ist es hier am schönsten? Schön ist es hier eigentlich immer, aber seinen ganzen Charme entfaltet der Platz an einem lauen Sommerabend, denn dann gibt’s hier diese Mischung aus bayerischer Gemütlichkeit versetzt mit einem Hauch Großstadt, die ja irgendwie für ganz München typisch ist.

Was gibt es sonst noch zu sehen? Natürlich noch den Markt mit den kleinen Standln, in denen Ihr eine kleine, aber feine Auswahl von Blumen bis Essen findet. Einen Blick wert sind auch die Herbergshäuschen „An der Kreppe“, die direkt an den Wiener Platz angrenzen und die Euch vor Augen führen, wie es hier früher mal ausgesehen hat.

Wissenswertes: Es ist wenig überraschend, dass der Platz nach der österreichischen Hauptstadt Wien benannt ist. Interessanter ist da schon das Warum: Die hier vorbeilaufende Innere Wiener Straße markiert nämlich den Anfang der Verbindungsstraße von München nach Wien.

Mehr zum Wiener Platz und weitere Haidhausen-Tipps

Text: Marie-Lyce Plaschka und Sebastian Binder

Mehr Sehenswertes und weitere Tipps

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top