München kennenlernen: 6 schöne Plätze in der Stadt

Gärtnerplatz im Herbst, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Diese Plätze gehören zum München-Pflichtprogramm

Wer neu in München ist - oder die Stadt als Gast kennenlernen möchte, kommt an diesen Plätzen nicht vorbei. Wir zeigen Euch, wo Ihr am besten chillen, lernen, Kaffee trinken oder Euch ins Lieblingsbuch vertiefen könnt - ganz einfach München mit allen Facetten erleben!

1. Gärtnerplatz: Kreisverkehr mit Gemütlichkeits-Charme

Wen trifft man? Vom stylischen Hipster über den Büro-Mittagspausler bis hin zum wilden Partygänger kommen hier alle zusammen.

Wann ist es hier am schönsten? Zum Mittags-Picknick, Feierabendbier bei Sonnenuntergang oder zum Einkehren in eines der süßen Cafés nach einem langen Shopping-Bummel. Auf dem Rondell tummeln sich vor allem an lauen Sommerabenden viele junge Leute. Denn der Gärtnerplatz ist durch seine perfekte Lage im Glockenbachviertel der ideale Treffpunkt, um am Wochenende in Bars und Clubs zu starten.

Was gibt es sonst so zu sehen? Abseits vom Trubel der Innenstadt umgeben den Gärtnerplatz kleine, coole Geschäfte wie Phasenreich, SHRN und Kauf Dich Glücklich, dazu gesellen sich gemütliche Kaffeeläden zum Frühstücken und Restaurants mit Alm-Flair und Currywurstrekorden.

Wissenswertes: Dem Gärtnerplatztheater solltet Ihr auch als Kunstbanausen unbedingt einen Besuch abstatten, alleine schon wegen der wunderschönen Säle, der atemberaubenden Musik und dem phantastischen Bühnenbild.

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2. Odeonsplatz: Wo Münchner Schick auf Topevents trifft

Der Odeonsplatz mit Feldherrnhalle und Theatinerkirche

Wen trifft man? Einen bunten Mix: Hier kommen Louis Vuitton-tragende Damen, junge Mädels mit Kaffeebechern, schick gekleidete Theaterbesucher, Touri-Gruppen und schilderhaltende Demo-Gänger zusammen...

Wann ist es hier am schönsten? Die Stufen der pompösen Feldherrnhalle sind der perfekte Ort, um im Sommer ein Eis zu essen - mit Blick auf ein Barockjuwel: die Theatinerkirche. Im Advent findet Ihr im Kaiserhof der Residenz einen wunderschönen Weihnachtsmarkt und nur ein paar Schritte entfernt das mittelalterliche Adventsspektakel am Wittelsbacherplatz.

Was gibt es sonst so zu sehen? Im Tambosi genießen Münchner das Innenstadt-Treiben und ein Spaziergang im Hofgarten ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Aber auch an tollen Events mangelt es nicht: Klassik am Odeonsplatz und auch das Streetlife Festival samt Bands, Diskussionen, Food-Trucks und Sportangeboten sind absolute Highlights im Open-Air-Kalender.

Wissenswertes: Eine Bronzespur an der Viscardigasse hinter der Feldherrnhalle erinnert an Münchens bewegte Geschichte: Da nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten vor dem errichteten Ehrenmal eine SS-Wache stand, die von Vorübergehenden einen Gruß an die Gefallenen des Hitlerputsches erwartete, mieden trickreiche Münchner die Stelle und benutzten die kleine Seitenstraße. Sie heißt deshalb auch Drückebergergasse.

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3. Marienplatz: Das Herz Münchens

Impressionen vom Münchner Marienplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Wen trifft man? Touristen, klar - aber auch Münchner, die vom Marienplatz aus durch die Innenstadt ziehen. Auch johlende Fußballfans trefft Ihr hier - wenn die FC Bayern-Kicker ihre Meisterfeier feiern. Kontrastprogramm dagegen ist der Christopher Street Day, dann nehmen Dragqueens den wohl bekanntesten Platz der Stadt für sich ein.

Wann ist es hier am schönsten? In der Früh, wenn das Stadtleben in München erwacht. Wer gerne unter Leuten ist, der fühlt sich hier aber eigentlich immer wohl. Zum Christkindlmarkt könnt Ihr Euch auf einen Glühwein verabreden. Und auch wer sich auf eine Shopping-Tour in die Kaufingerstraße begibt, wird hier früher oder später stranden.

Was gibt es sonst so zu sehen? Das Glockenspiel zur bewegten Stadtgeschichte Münchens (bitte mit begeisterten „Ahs“ und „Ohs“ bewundern), den türkisblauen Fischbrunnen (nach wie vor der perfekte Treffpunkt in der Innenstadt) und den Alten Peter mit seinen 306 Stufen (bei schönem Wetter sogar mit Alpenpanorama). Was ist aktuell auf dem Marienplatz los? In unserer Live Webcam seht Ihr's!

Wissenswertes: Mit nur 25 Jahren plante der Architekt Georg von Hauberrisser das Gebäude, das auf dem Marienplatz wohl am meisten Blicke auf sich zieht: das Neue Rathaus. Und wusstet Ihr, dass das neugotische Bauwerk gar nicht so alt ist, wie gedacht? Erst 1905 wurde es fertiggestellt.

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4. Weißenburger Platz: Romantik pur im Franzosenviertel

Sommer am Weißenburgerplatz, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Wen trifft man? Muttis mit Kindern, deren größter Wunsch es wäre, einmal im Glaspalastbrunnen inmitten des Platzes zu planschen. Pausierende Geschäftsleute, die hektisch in ihr Sandwich beißen. Und Skat-spielende Senioren aus der Nachbarschaft.

Wann ist es hier am schönsten? Eigentlich zu jeder Jahreszeit. Im Frühling sprießen die Tulpen. Im Sommer klappen Anwohner und deren Freunde Tische und Stühle auf, um ganz romantisch in großer Runde Speis, Trank und das Leben zu genießen. Der Herbst färbt die Bäume am Weißenburger Platz in Gold- und Rot-Tönen und im Winter gibt es auf dem wunderschönen Haidhauser Christkindlmarkt Weihnachtsbier.

Was gibt es sonst so zu sehen? Das idyllische Franzosenviertel, durch das Ihr ganz genüsslich schlendern solltet. Wer sich hier nicht in München verliebt, dem kann man fast nicht helfen. Biergärten, Tante-Emma-Läden, kleine Herbergshäuschen und Marktstände mit frischem Obst und Gemüse - was wollt Ihr mehr?

Wissenswertes: Der Weißenburger Platz wird auch als der kleine Bruder des Gärtnerplatz bezeichnet - nur dass es hier einfach noch ein bisschen gemütlicher zugeht. Wer also weniger Trubel mag, sollte dem Platz in Haidhausen einen Besuch abstatten.

Mehr zum Weißenburger Platz und mehr Ideen, was Ihr in Haidhausen machen könnt

5. Viktualienmarkt: Das Gourmet-Paradies

Viktualienmarkt, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Wen trifft man? Gourmet-Köche und solche, die es werden wollen - auf der Suche nach den ungewöhnlichsten Spezialitäten. Die Omi von nebenan, die ihren Enkeln das Mittagessen aus frischen Zutaten kocht und junge Paare, deren Liebe zu Bio-Produkten ganz besonders groß ist.

Wann ist es hier am schönsten? Unter der Woche, wenn abseits von samstägigen Hamsterkäufen die Wege zwischen den Ständen gut begehbar sind und Euch die nette Verkäuferin alles über Almwirtschaft und diesen unglaublich leckeren Vorarlberger Bergkäse erzählen kann.

Was gibt es sonst so zu sehen? Alles, was das Herz begehrt! Kulinarisches, Handgemachtes, Blumiges, dazu noch einen von Kastanien gesäumten Biergarten und die Schrannenhalle, die noch mehr Köstlichkeiten bereithält.

Wissenswertes: Wer in der Heilig-Geist-Kirche - gleich beim Viktualienmarkt -  genauer hinsieht, wird ein kleines, sehr amüsantes Detail in der Deckenverzierung entdecken: Trommelwirbel… eine Breze! Zurückgehend auf den sogenannten Breznreiter, der im 13. Jahrhundert einmal im Jahr durch München ritt und arme Bürger mit Brezen beschenkte.

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6. Königsplatz: Das bayerische Isar-Athen

Propyläen am Königsplatz, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Wen trifft man? Instagrammer auf der Suche nach dem perfekten Foto-Hintergrund. Kunstbegeisterte, die schon immer mal etruskischen Goldschmuck begutachten wollten. Feiernde Partylöwen und natürlich Reisegruppen, die in Zweierreihe, behangen mit Fotoapparaten, einer Fahne folgen.

Wann ist es hier am schönsten? Ganz klar: Bei Konzerten auf einer großen Picknickdecke mit allen Freunden und einer Flasche Wein. Aber auch einfach so zum Menschen beobachten, Lesen und Kaffee trinken im Ambiente der atemberaubenden Architektur. Die Glyptothek-Stufen verschwinden zwar noch bis Ende 2020 hinter einem Bauzaun, aber auf der "Glyptotheke" - hölzernen Sitzstufen vor der Glyptothek - könnt Ihr ebenso gut entspannen. Mehr Infos zur Glyptotheke

Was gibt es sonst so zu sehen? Eine wunderschöne Villa mit romantischem Garten und der größten Werkesammlung des „Blauen Reiters“ - das Lenbachhaus. Kontrastprogramm dagegen im NS-Dokumentationszentrum. Auf vier Etagen werden Euch die Folgen des Nationalsozialismus im Kontext der Münchner Geschichte nähergebracht.

Wissenswertes: Zwischen Glyptothek, Propyläen und Staatlicher Antikensammlung habt Ihr das Gefühl, mitten in Athen zu stehen. Wusstet Ihr, dass die klassizistischen Gebäude auf den bayerischen König Ludwig I. zurückgehen, der eine große Begeisterung zu Griechenland hegte? Wieder was gelernt.

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Text: Marie-Lyce Plaschka

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