8 Freizeit-Tipps für Sendling und Isarvorstadt

Panorama Sendling - vom Neuhofener Berg, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Sendling und Isarvorstadt: Was euch in den Vierteln erwartet

Vom historischen Bauernhof bis zum Schiff auf einer Brücke gibt es in den Vierteln Sendling und Isarvorstadt einiges zu entdecken. Diese 8 Locations sind einen Ausflug wert:

Corona-Regeln: Notbremse seit 14.4. wieder in Kraft

Die Corona-Maßnahmen in Bayern werden bis mindestens 9. Mai verlängert. Das Bayerische Kabinett hat am 7. April neue Regelungen für Einzelhandel und Schule beschlossen, die seit 12. April in Kraft sind.

Da die 7-Tage-Inzidenz für München am 12. April drei Tage in Folge über 100 lag, greift seit dem 14. April die von Bund und Ländern verabschiedete Notbremse. Es gelten jetzt wieder strengere Maßnahmen für Kontakte, Einkaufen, Kultur und Sport sowie eine nächtliche Ausgangssperre.

  • Diese Notbremse-Regeln gelten seit dem 14. April
  • Welche Corona-Maßnahmen in München gelten
  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Foto-Hotspot und Pizza to go: Die Alte Utting

    Alte Utting, Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Ein alter Dampfer auf einer Eisenbahnbrücke mitten in Sendling? Wer’s nicht gesehen hat, der glaubt’s nicht! Aber es ist wahr und noch dazu wunderschön anders.

    Normalerweise bieten auf dem Schiff Food-Stände frischgebackene Pizza, asiatische Burger oder veganes Eis an, die ihr euch auf den verschiedenen Decks der Alten Utting oder im dahinterliegenden Biergarten schmecken lassen könnt.

    Während des Lockdowns müsst ihr aber nicht auf kulinarische Genüsse von Bord verzichten. Die schiffseigene Pizzeria Davito liefert euch Pizza und Pasta nämlich ganz einfach nach Hause. Und hoffentlich können dann auch bald wieder DJ-Sets, Comedy-Abende und Konzerte stattfinden. Bis dahin, lasst es euch daheim schmecken!

    Historisches Dorfleben und Einkaufsmöglichkeiten: Der Stemmerhof

    Stemmerhof in Sendling, Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Eine kleine Oase mitten in Sendling - so fühlt es sich an, wenn man inmitten des Stemmerhofs gegenüber der alten Sendlinger Kirche steht. Sind wir hier noch in München oder schon auf dem Land?

    Der ehemalige Bauernhof, übrigens 1381 erstmals urkundlich erwähnt, beherbergt unter anderem einen kleinen Biomarkt, ein Geschäft mit handgefertigten Schuhen, einen Fahrradladen und verschiedene Restaurants wie das ÖEINS. Quasi alles, was das Herz begehrt!

    Übrigens könnt ihr euch die österreichischen Schmankerl des ÖEINS derzeit zum Mitnehmen abholen oder direkt nach Hause liefern lassen (täglich von 12-21 Uhr).

    Schlemmen und Kulinarisches entdecken: Die Großmarkthalle

    Großmarkthalle, Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Exotisch oder regional? Ganz egal, denn von Obst und Gemüse über Fleisch und Fisch bis hin zu Blumen, Wein und Feinkost wird alles in der Großmarkthalle täglich frisch angeliefert, um dann an Gastronomiebetriebe, Gemüse- und Blumenhändler weiterverkauft zu werden. Damit gehört die Großmarkthalle zu den größten Gemüseumschlagsplätzen Europas.

    Aufgrund der aktuellen Lage rund um das Coronavirus werden leider keine Führungen durch die Großmarkthalle angeboten. Wer trotzdem schon mal seinen zukünftigen Besuch planen will, kann einfach einen Gutschein erwerben.

    Zwischen den vielen Hallen gibt es auch noch ein Wirtshaus, die Gaststätte Großmarkthalle - ein Geheimtipp für gute bayerische Küche und vor allem bekannt für ihre typischen Münchner Weißwürste. Diese bekommt ihr auch trotz der Gastroschließung beim hauseigenen Straßenverkauf (Donnerstag bis Samstag von 8-11 Uhr).

    Und gleich um die Ecke gibt es in der Trattoria und Pasticceria Bussone  italienische Spezialitäten: Scharfe Salsiccia, frisch gebackene Pizza und cremige Panna Cotta kann man derzeit sowohl abholen als auch liefern lassen.

    Craft Beer vom Bierkurier: Frisches Bier

    Bar Frisches Bier , Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Dank Crowdfunding-Kampagne hat der junge Braumeister Tilman Ludwig mit seinem Kumpel Maximilian Heisler direkt gegenüber des Viehhofs eine Craft-Beer-Bar aufgemacht.

    Namensgebend gibt es im Frischen Bier in der Isarvorstadt selbstverständlich frisches Bier - und zwar aus 14 Zapfhähnen, manche sogar von Tilman selbst kreiert, andere von handverlesenen, kleinen Brauereien. Abgestimmt auf die Bierauswahl könnt ihr bei Normalbetrieb aus einer kleinen Speisekarte saisonale Gerichte bestellen. Gemütlichkeitsfaktor: Wohnzimmer, wenn da nicht Corona wäre...

    Deshalb haben sich die Jungs vom Frischen Bier etwas einfallen lassen. Ihr Bierkurier liefert euch ab einer Bestellung von 6 Flaschen direkt vor die Haustür. Und das Beste ist: man kann aus über 80 Biersorten wählen.

    Lust auf einen Kaffee?
    In München findet jeder sein Lieblingscafé - hier gibt's den Überblick
    Cafés in München

    Gemütliches Treiben und Essen to go: Der Roecklplatz

    Roecklplatz in Sendling, Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Auch der Roecklplatz gehört zum Stadtviertel Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und bildet das Zentrum des Dreimühlenviertels. Rund um den großen Spielplatz haben sich Cafés, Restaurants und zwei Eisdielen angesiedelt. Ein guter Stopp wärend eines Tagesausflugs an der Isar!

    Schaut etwa im Restaurant Roeckl mit nettem Biergarten vorbei. In dem sogenannten Ausbildungslokal werdet ihr normalerweise von jungen Gastroanfängern bedient. Nun zaubern sie euch auf telefonische Bestellung 3-Gänge-Menüs zum Mitnehmen, bei denen man aus verschiedensten Gerichten wählen kann.

    Ein paar Meter weiter wartet an der Ecke Ehrengut-/Dreimühlenstraße mit dem Valentin Stüberl eine der urigsten Münchner Boazn auf euch. Wer das Stüberl auch in der Coronazeit unterstützen will, kann Gutscheine kaufen und sich schon mal auf die Wiedereröffnung freuen.

    Tolle Fassaden bestaunen: Valley- und Danklstraße

    Valleystraße in Sendling, Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Kletterpflanzen ranken Häuserwände entlang und verhüllen schöne Altbauten fast gänzlich in einem grünen Dickicht. Alles, was von den Häuserfassaden in der Valley- und Danklstraße in Sendling noch zu sehen ist, sind wunderschöne Eingangstüren und verzierte Balkone - ein tolles Fotomotiv.

    Wer sich satt gesehen hat, kann die Ahorn gesäumten Straßen weiterschlendern bis zu dem kleinen Park auf der Südbad-Seite mit dazugehörigem Spielplatz.

    Hungrig? Dann direkt zum Wirtshaus Valley’s. Dort erwartet euch montags der Schnitzeltag to go, bei dem man von 16-20 Uhr Riesenschnitzel inklusive Pommes abholen kann. Und wer mittags im Homeoffice noch schnell ein warmes Essen braucht, bekommt im Valley's von 12-15 Uhr bayerischen Wurstsalat, Allgäuer Käsespätzle und vieles mehr zum Mitnehmen.

    Entspannung pur: St. Korbinian am Gotzinger Platz

    Gotzinger Platz, Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Die Valleystraße endet am Gotzinger Platz, der Ende des 19. Jahrhunderts für einen städtischen Wettbewerb konzipiert wurde und unter Denkmalschutz steht.

    Kurzerhand fühlt man sich hier wie im Süden: Denn auf der Westseite des Platzes befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Korbinian, deren barockisierender Bau besonders zur Abendsonne ein tolles Fotomotiv abgibt.

    Südlich fällt euch bestimmt das Schulgebäude mit Zwiebeltürmchen und großen Fenstern ins Auge. Zeit für eine Pause auf einer der Parkbänke – denn hier habt ihr einen wunderbaren Blick auf beide Bauwerke.

    Neues Volkstheater, Ateliers und Graffiti-Kunst: Der Viehhof

    Bahnwärter Thiel, Foto: Marie-Lyce Plaschka
    Foto: Marie-Lyce Plaschka

    Im Wort Kultur steckt der Kult drin. Und Kult ist auf alle Fälle das Motto auf dem Viehhof. Nachdem man den Sommer über im Bahnwärter Thiel Biergarten zwischen ausrangierten und umgebauten Münchner U-Bahnen unter einem mit Discokugeln bestückten Kran in schwebenden Gondeln saß, ziehen in der Coronapause nun endlich Künstler in ihre Bahngarten-Ateliers ein: vom Fotostudio über einen Workspace für Mütter bis hin zum Arbeitsplatz von Musikern, Malern und Illustratoren ist hier jeder Kreativling willkommen.

    Und auch außerhalb des Bahnwärter Geländes tut sich einiges. Es wurde fleißig gebaut und so wächst seit einiger Zeit der Neubau des Volkstheaters in die Höhe. Geöffnet werden soll übrigens zum Herbst 2021.

    Aber auch schon vor der Eröffnung lohnt sich ein Besuch im Viehhof. Denn rund um das Volkstheater könnt ihr allerhand Urban Art in Form von bunten Graffitis entdecken.

    Text: Marie-Lyce Plaschka

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