Bier auf dem Oktoberfest: Das wird ausgeschenkt - das kostet die Maß

Wiesnspaß im Festzelt 2016, Foto: Dan Vauelle
Foto: Dan Vauelle

Wiesn-Bier: Diese Brauereien schenken aus - das kostet es

In welchem Oktoberfest-Zelt gibt es welches Bier? Was macht das Wiesn-Bier aus und wie viel kostet die Maß? Alle Infos hier:

In welchem Festzelt gibt's welches Bier?

Augustiner (6,3 %): Augustiner-Festhalle, Fischer-Vroni (im Holzfass!)
Löwenbräu (6 %): Löwenbräu Festzelt, Schützenfestzelt
Hofbräu (6,1 %): Hofbräuzelt
Paulaner (6 %): Paulanerbräu (Winzerer Fähndl), Armbrustschützenzelt, Käfers Wiesnschänke, Nymphenburg Wein- und Sektzelt (nur Weißbier!)
Spaten (5,9 %): Schottenhamel, Marstall, Ochsenbraterei
Hacker-Pschorr (6 %): Hackerbräu-Festhalle, Pschorrbräu Festhalle "Bräurosl"

In Klammern: Alkoholgehalt

Bier- und Getränkepreise auf dem Oktoberfest 2019

, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Die Maß kostete 2019 zwischen 10,80 und 11,80 Euro, das waren  durchschnittlich 3,11 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke sind 2019 auf der Wiesn ebenfalls leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen, sie betragen pro Liter für Tafelwasser 8,87 Euro (Vorjahr 8,72 Euro), Spezi 10,01 Euro (Vorjahr 9,80 Euro) und für Limonade 9,56 Euro (Vorjahr 9,27 Euro).

Die Getränkepreise werden nicht von der Landeshauptstadt München festgelegt. Die Stadt überprüft als Veranstalterin des Oktoberfestes jedoch die von den Gastronomen genannten Preise auf ihre Angemessenheit. Dazu wird ein Vergleich mit den Preisen der gastronomischen Großbetriebe im Stadtgebiet München vorgenommen. Diese Preise liegen beim Bier aktuell zwischen 5,50 Euro und 10,40 Euro pro Maß.

Die Liste mit den Getränkepreisen der einzelnen Betriebe als PDF

Diese sechs Münchner Brauereien schenken auf der Wiesn Bier aus

Feinherb und süffig - doch jedes Wiesnbier schmeckt anders

, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

In den vergangenen Jahren rannen im Durchschnitt etwa 7,7 Millionen Maß die durstigen Kehlen der Oktoberfestbesucher hinab. Das untergärige, helle Festbier wird von den Brauereien speziell zur Wiesn gebraut und weist eine höhere Stammwürze (mindestens 13,6 %) und dadurch mit etwa 6 % einen höheren Alkoholgehalt als herkömmliches helles Bier auf.

Das gehaltvolle Wiesnbier passt mit seinem feinherben, süffigen Geschmack hervorragend zu deftigen Schmankerln wie Hendln oder Schweinshaxen. Die sollte man sich auch genehmigen, denn auf nüchternen Magen wirkt das Bier bei ungeübten Bierfreunden äußerst kopflastig. Das Bier wird nach dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 gebraut, dessen Tradition die Münchner Brauereien verpflichtet sind. Es dürfen auch nur Brauereien aus dem Münchner Stadtgebiet ihr Bier auf dem Oktoberfest anbieten. Wichtig ist zudem, dass sie ihr Wasser aus eigenen Tiefbrunnen beziehen.

Natürlich hat jedes Bier seinen eigenen Charakter, so beschreibt Spatenbräu sein Oktoberfestbier mit "malzbetont, süffig, leichte Süße, körperreich und leichte Hopfenbittere", das Oktoberfest Märzen von Hacker-Pschorr wird als "goldfarben, untergärig, mittelhoch vergoren, malzaromatisch im Geschmack, sehr milde Bittere" beschrieben. Allgemein gilt das Oktoberfestbier als etwas süßer und malziger und aufgrund des geringen Kohlensäuregehalts ist es auch "leichter" trinkbar. Doch Vorsicht: Durch den höheren Alkoholgehalt macht es auch schneller betrunken.

Ob im Zelt oder zuhause: Wiesnbier macht Laune

, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Ein weiterer unnachahmlicher Bestandteil des Bieres ist die unvergleichliche Wiesn-Stimmung in den Festzelten, die sicher keinen geringen Einfluß auf den Geschmack des Bieres hat. Mit zünftiger Musik und in gemütlicher Feierlaune schmeckt das Bier doch noch einmal so gut! Wer sich daheim vor oder nach der Wiesn noch stärken möchte oder keine Zeit hat hinaus zu gehen, kann sich das Oktoberfestbier in Getränke- und Supermärkten auch in 0,5-l-Flaschen für das heimische Wiesn-Gefühl besorgen. Außerdem schenken viele Gaststätten während der Wiesn-Zeit das Oktoberfestbier ihrer Hausbrauereien aus.

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