Das ist das Sicherheitskonzept für die Wiesn 2019

KVR und Münchner Polizei stellen Maßnahmen vor

(18.9.2019) Sicherheit ist für die Wiesnbesucher selbstverständlich ein wichtiges Thema – daher gibt es für das Oktoberfest in jedem Jahr ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept. Das Kreisverwaltungsreferat und das Polizeipräsidium München haben es heute vorgestellt. Wir haben hier die wichtigsten Fragen und Antworten für Euch.

Wie ist die aktuelle Sicherheitslage?

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass nach in intensiver Prüfung der Lage keine konkreten Gefährdungshinweise für die Wiesn 2019 vorliegen. Nichtsdestotrotz gilt weiterhin – wie für alle Veranstaltungen von vergleichbarer Größenordnung in Deutschland – eine hohe abstrakte Gefährdung. „Mit diesem Zustand einer ‚latenten‘ Gefahr müssen wir leider bereits seit geraumer Zeit umgehen“, so die Polizei.

Was muss ich als Wiesnbesucher beachten?

Wichtig ist, dass Rucksäcke und große Taschen verboten sind. Alles mit einem Volumen von mehr als drei Litern darf nicht mit auf das Festgelände genommen werden. Das Mitnehmen von Kinderwagen ist täglich ab 18 Uhr untersagt, außerdem gilt ein ganztägiges Verbot von Kinderwagen an den drei Wiesn-Samstagen sowie am Tag der Deutschen Einheit (3.10.). Damit der Ordnungsdienst die Verbote kontrollieren kann, ist wie bereits in den vergangenen Jahren ein Zaun um das gesamte Festgelände gezogen. Die Polizei weist daraufhin, dass es während der Wiesn auch häufig zu Taschendiebstählen kommt. Die Besucher sollten daher darauf achten, ihre Wertsachen möglichst in verschlossenen Innentaschen am Körper zu tragen.

Was ist im Notfall zu tun?

Die Mobilfunknetzbetreiber errichten drei zusätzliche Masten an der Theresienwiese, damit die Notrufnummern 112 und 110 gewählt werden können. Außerdem gibt es 26 Notrufmelder auf dem Gelände, die auch unabhängig vom Mobilfunknetz funktionieren. Während der Wiesn werden 3 Notarzteinsatzfahrzeuge, 15 Rettungsfahrzeuge und 5 Krankentransportwagen zusätzlich eingesetzt, außerdem gibt es die Aicher Ambulanz im Servicezentrum zur Versorgung von Kleinverletzungen. Das Festgelände ist mit einer Lautsprecheranlage ausgestattet, über die wichtige Mitteilungen an die Wiesnbesucher weitergegeben können.

Wie viele Sicherheitskräfte sind im Einsatz?

Polizisten auf dem Oktoberfest , Foto: muenchen.de/Dan Vauelle
Foto: muenchen.de/Dan Vauelle

Die Polizei ist mit rund 600 Beamten im Einsatz, übrigens nicht nur auf dem Festgelände selbst, sondern auch rund um die Theresienwiese. Hinzu kommen die Ordnungsdienstmitarbeiter sowie der Kommunale Außendienst, der mit insgesamt 72 Einsatzkräften insbesondere am Hauptbahnhof sowie im Bahnhofsviertel unterwegs sein wird. Zusätzlich sind 49 Videokameras installiert, mit denen das Festgelände überwacht wird. Auch die Deutsche Bahn hat eine neue mobile Einheit, die insbesondere am Hauptbahnhof und an der Hackerbrücke für zusätzliche Sicherheit sorgen wird.

Was ist sonst noch zu beachten?

MVG E-Scooter in der Fraunhoferstraße, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read

E-Scooter sind nicht nur auf dem Festgelände, sondern bis zur Grenze des Äußeren Sperrrings verboten. Für das Benutzen, Parken und Entleihen haben sich das KVR, die Polizei und die Anbieter auf konkrete Richtlinien geeinigt.
Die genauen Regeln für E-Scooter während der Wiesn haben wir hier zusammengestellt

Auch für Drohnen gibt es vom 21.09.2019 bis 06.10.2019, täglich von 8 Uhr bis 1:30 Uhr des Folgetages, in einem Radius von 11 Kilometern um die Theresienwiese ein Überflugverbot.

Außerdem gibt es wieder weitereichende Verkehrssperren, rund um die Theresienwiese sind Hochsicherheitspoller aufgebaut, außerdem wird der Verkehr durch aufgestellte Pflanzenkübel verlangsamt bzw. aus dem Mittleren Sperrring herausgehalten.

Detaillierte Infos zu Sicherheit, Verkehr und Kontrollen beim Oktoberfest 2019 gibt es hier

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