Wiesn-Bilanz der Polizei: Die wichtigsten Zahlen

Wiesn 2018, Foto: muenchen.de / Mónica Garduño 2018
Foto: muenchen.de / Mónica Garduño 2018

So viel hatte die Polizei während der Wiesn zu tun

(7.10.2019) Das 186. Oktoberfest ist vorbei, Zeit für eine Bilanz. Die Münchner Polizei hatte erwartungsgemäß alle Hände voll zu tun - und zog doch ein positives Fazit. Warum die Polizei von einer "Qualitätswiesn" spricht und die wichtigsten Zahlen aus der Abschlussbilanz.

Starke Zusammenarbeit zwischen allen Behörden

Mehr Einsätze als im Vorjahr, aber weniger Straftaten - und das bei gleichbleibendem Besucheraufkommen. So lässt sich der Einsatz der Wiesnwache in diesem Jahr zusammenfassen.

Vieles bleibt aber erfreulichweise immer gleich - so wurde bei der Vorstellung der Oktoberfest-Bilanz am letzten Wiesntag die wie immer gute Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden, Feuerwehr und Polizei gelobt. Diese sorgte dafür, dass das diesjährige Oktoberfest eine echte "Qualitätswiesn" war - wenngleich die Polizei natürlich einiges zu tun hatte.

Mehr Einsätze, aber weniger Straftaten

  • Insgesamt mussten die Beamten 1915 Einsätze abarbeiten, das sind satte 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Der arbeitsreichste Tag war der mittlere Wiesnsamstag mit 243 Einsätzen.
  • Dabei ging die Gesamtzahl der Straftaten aber zurück - von 924 im Vorjahr auf 914.
  • 469 Mal mussten Personen festgenommen werden, 60 Mal öfter als noch 2018.

Einen deutlichen Rückgang gab es erfreulicherweise bei den Taschendiebstählen, während die Bereiche Körperverletzung und Sexualdelikte jeweils minimal anstiegen.

Trotzdem will die Polizei in diesem Zusammenhang nicht von einer grundsätzlich gestiegenen Kriminalität und Aggressivität der Wiesnbesucher sprechen. Die gestiegenen Einsätze und Festnahmen sind demnach Folge einer frühzeitigen Intervention durch die Einsatzkräfte.

E-Scooter bescheren der Polizei viel Arbeit

Ein besonderer Blick lohnt sich auf die Verkehrsbilanz.

  • Hier ging die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle während der Wiesn leicht zurück auf 2.338. Dabei war 43 Mal Alkohol im Spiel.
  • Und, ganz wichtig: Es gab keinen einzigen tödlichen Verkehrsunfall während des Oktoberfests.

Allerdings sorgten in diesem Jahr die neu vertretenen E-Scooter für reichlich Arbeit. Bereits im Vorfeld hatten Polizei und Sicherheitsbehörden klare Regeln für die Verwendung der Elektro-Tretroller im Wiesn-Umfeld aufgestellt. Trotzdem wurden nicht nur zahlreiche E-Scooter falsch abgestellt.

  • Die Polizei musste auch 414 Nutzer wegen Fahren unter Alkoholeinfluss stoppen. Ganze 254 Führerscheine mussten deswegen sichergestellt werden.

Denn noch immer sind sich offenbar viele E-Scooter-Fahrer der Konsequenzen nicht bewusst: Es gelten die selben Promillegrenzen wie beim Autofahren, und hier wie dort sorgt ein Überschreiten dieser Grenzen für den Verlust des Führerscheins.

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