Das ist der Wiesnhit 2018

Die Draufgänger haben mit "Cordula Grün" einen Wiesnhit der Güteklasse A produziert. Liesl Weapon hat die Band für uns auf dem Oktoberfest interviewt...

Der Wiesn-Hit unter den Newcomern des Jahres 2018 ist "Cordula Grün". Die Ballade des Wiener Musikers Josh steht ganz oben auf der Hitliste, gefolgt vom alten Partisanenlied "Bella Ciao". Das sagte Festleiter Josef Schmid zum Abschluss des Oktoberfestes. Seht hier unser Video-Interview mit der Band Die Draufgänger, die "Cordula Grün" wiesntauglich gemacht haben.

Tatsächlich sei "Cordula Grün" 2018 auch leibhaftig auf der Wiesn erschienen, hieß es bei der Pressekonferenz zum Wiesn-Abschluss. Eine Dame habe sich beim Illusionentheater Schichtl gemeldet. Schausteller Manfred Schauer, der den Zuschauern bei der legendären "Enthauptung einer lebenden Person" auch gerne mal was vormacht, habe sich extra den Ausweis zeigen lassen - die Besucherin hieß wirklich Cordula Grün. Neben dem Song begeisterten natürlich Rockklassiker wie "Sweet Caroline" von Neil Diamond oder "Highway To Hell" von AC/DC immer noch die Feierwütigen.

Das waren die Favoriten der Wiesn-Besucher 2018

Begrüßt man sich in den Bierzelten nur noch mit "Bella Ciao"? Oder ist jeder nur noch auf der Suche nach "Cordula Grün"? Wir haben uns in den Zelten nach dem neuen Wiesnhit umgehört...

Der Sieger aus Österreich: "Cordula Grün" von Josh

Was für den Song spricht: Der Flirtfaktor: "Sie hieß Cordula Grün. Ich hab sie tanzen gesehen" singt der österreichische Singer-Songwriter Josh - das ging auf der Wiesn sicher vielen schon ähnlich. Cordula Grün gibt's zwar nicht in echt, aber sie taugt trotzdem als Symbol für die große Wiesn-Liebe. Textzeilen wie "Aus unserm Tee wurde Bier. Zwei große Schnaps und sie sagt 'Komm mit nach Hause zu mir'" passen doch perfekt zum Anbandeln im Zelt.

Mitsingfaktor: "Cordulaaaa Grüüüüüün, Cordulaa Grüün" - dieser Name ist auch in nicht ganz nüchternem Zustand bestens zum Mitgrölen geeignet.

Tanzskills: Die Hände hoch in die Luft, Blickkontakt mit dem Flirtpartner aufnehmen und im Takt schunkeln.

Stimmungspunkte: 8 von 10. Im Original erinnert das Lied an die Sportfreunde Stiller, und deren Sound nimmt bekanntlich im Blaskapellen-Remix der Festzelt-Bands erst so richtig Fahrt auf.

Der Zweitplatzierte: El Profesor - "Bella Ciao"

Was für den Song spricht: Ein altes Partisanen-Lied als Wiesnhit? Klingt ungewöhnlich und ist es auch. Aber durch die Netflix-Serie "Haus des Geldes" in die Clubs geschwemmt, ist "Bella Ciao" in verschiedenen Techno und Rapversionen zum Sommerhit geworden - und vom sommerlichen Dauerbrenner zum Wiesnhit ist es ja oft nur ein kleiner Schritt.

Mitsingfaktor: Zwiespältig - der Refrain selber hat zumindest die Eingängigkeit und Wiederholungen eines erstklassigen Gassenhauers. Aber bei den Elektrobeats und bei manchen Versionen mit Rap-Einlagen fragen wir uns doch, ob die in der Komfortzone der Wiesnkapellen liegen - von den Festbesuchern ganz zu schweigen.

Tanzskills: Moderat - das ist eher ein Song zum fröhlichen Wippen. Auch der ein oder andere Ravemove könnte natürlich zum Zug kommen - wie der gute alte Fistpump in die Luft.

Stimmungspunkte: Für uns erstmal eine 7 von 10 - wenn die Bands den Song perfekt verpacken, ist aber nach oben alles offen und 2019 vielleicht doch der Wiesnhit-Titel drin.

Auch bei den Klassikern kommen neue Songs dazu

Der Herausforderer von heute ist vielleicht der Klassiker von morgen! Eine Band, die "Fürstenfeld", "Skandal im Sperrbezirk", "Country Roads" und die anderen absoluten Wiesnhits nicht kann, gibt es auf dem Oktoberfest nicht. Aber auch dieses Repertoire erweitert sich mit der Zeit. Hier zwei Songs, die in jüngerer Vergangenheit die Hürde zum Klassiker genommen haben.

Seiler & Speer - "Ham kummst"

Das österreichische Popduo Seiler & Speer landete mit dem im Wiener Dialekt gesungenen "Ham kummst" 2015 einen Riesenhit. Und die Chancen, dass die Wiesnkapellen auch heuer ohne den eingängigen Song nicht auskommen, stehen gut...

Helene Fischer - "Atemlos durch die Nacht"

Schon 2014 und 2015 gab es vor Helene Fischers "Atemlos durch die Nacht" auf der Wiesn kein Entkommen. Der Mega-Ohrwurm funktioniert im Festzelt einfach immer wieder - mitunter, da der Text nicht allzu schwer fällt.

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